Nachbericht Oracle AI World Tour Frankfurt
Infrastruktur und Souveränität im Fokus

Von Dr. Jakob Jung 4 min Lesedauer

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Auf der Oracle AI World Tour in Frankfurt präsentierte das Unternehmen seine Multi-Cloud-Strategie und agentenbasierte KI-Anwendungen – und benannte offen, warum Deutschland bei der KI-Adoption hinterherhinkt.

Die Oracle AI World Tour machte im März im Kap Europa an der Messe Frankfurt Halt.(Bild:  DieProfifotografen, Lina Prehm)
Die Oracle AI World Tour machte im März im Kap Europa an der Messe Frankfurt Halt.
(Bild: DieProfifotografen, Lina Prehm)

Oracle nutzte seine AI World Tour in Frankfurt am 12. März 2026, um vor mehreren hundert Unternehmensvertretern ein breites Themenspektrum abzudecken: von Finanzrekorden über Cloud-Infrastruktur bis hin zu agentenbasierter KI und der Frage, wie weit europäische Datensouveränität in der Praxis reicht. Was dabei deutlich wurde: Das Unternehmen positioniert sich nicht länger nur als Datenbankanbieter, sondern als vollständiger KI-Stack-Lieferant – von der Netzwerkschicht bis zur Anwendungsebene.

Finanzieller Rückenwind

Als Hintergrundfolie für die Veranstaltung dienten die am Tag zuvor veröffentlichten Quartalszahlen. Oracle meldete für Q3 des Fiskaljahres 2026 einen Gesamtumsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Cloud-Erlöse stiegen um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden US-Dollar. Es war laut Eigenangabe das erste Quartal seit mehr als 15 Jahren, in dem sowohl der organische Gesamtumsatz als auch der Non-GAAP-Gewinn je Aktie in US-Dollar um mehr als 20 Prozent wuchsen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,79 US-Dollar über der eigenen Prognose.