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Exasol-Studie zu Analytics Ohne Erkenntnisse sind Datenschätze wertlos

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Daten werden von Unternehmen als wichtiges Kapital bewertet. Ohne eine Ableitung echter Erkenntnisse aus Analysen bleibt der erhoffte Mehrwert aber aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Exasol.

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Die meisten Unternehmen sehen Daten als wertvolles Kapital.
Die meisten Unternehmen sehen Daten als wertvolles Kapital.
(Bild: Exasol)

Für 77 Prozent der Befragten sind Daten heute das höchste Gut ihres Unternehmens. Gleichzeitig fürchten aber 72 Prozent negative Auswirkungen auf die finanzielle Leistung, falls Unternehmen aus Datenanalysen keine echten Erkenntnisse ziehen können. Zudem glauben 82 Prozent, dass die Analysegeschwindigkeit in den kommenden 18 Monaten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor werden wird.

„Durch unsere Befragung wurde klar, dass die effektive Nutzung von Daten nicht nur für das Wachstum, sondern auch für den Fortbestand eines Unternehmens unerlässlich ist. […] Wir nehmen allerdings nach wie vor wahr, dass viele Unternehmen mit alten Datensystemen kämpfen und keine klare Datenstrategie haben. Hier hat es sich bewährt, die Rolle eines Chief Data Officer zu etablieren. Dieser stellt sicher, dass Daten optimal für Geschäftsentscheidungen und finanzielles Wachstum genutzt werden“, erklärt Exasol-CEO Aaron Auld.

Vermittler zwischen den Welten

Ein Chief Data Officer (CDO) vermittelt zwischen technischer Infrastruktur und dem Dateneinsatz, um das nötige Verständnis im Unternehmen zu schaffen. In der Praxis sind allerdings erst 24 Prozent aller CDOs für die übergreifende Datenstrategie in ihrer Firma verantwortlich. Das Thema wird momentan noch von CIOs (49 Prozent) und CEOs (36 Prozent) beherrscht. Dabei sind CDOs nicht nur für Datenmanagement, Analytik und Ethik zuständig, sondern kümmern sich auch um Aspekte wie die Auflösung von Datensilos.

Bei der Frage, ob letzteres einen Mehrwert bietet, sind die Teilnehmer uneins: Nur jeder zweite Befragte findet, dass Unternehmen ohne Silos einen besseren Kundenservice bieten oder Möglichkeiten zur Kostensenkung identifizieren können. Nur bei 36 Prozent aller Firmen sind alle Datenspeicherorte komplett vernetzt. Hauptursachen für das Arbeiten mit Datensilos sind unternehmerische und Prozessherausforderungen (61 Prozent), technische Einschränkungen (46 Prozent) und fehlende Ressourcen (33 Prozent).

„Ein CDO kann die Vernetzung vorantreiben und die notwendigen Fähigkeiten und Priorisierungen sicherstellen. […] Da ein CDO Einblicke in fast alle Unternehmensbereiche hat, können Strategien und Infrastrukturen entwickelt werden, die es jeder Abteilung ermöglichen, auf relevante Datenerkenntnisse zuzugreifen. Die Aufgaben eines CDOs, das Geschäft intrinsisch zu verstehen und die Zukunft des Unternehmens zu planen, qualifiziert diese Personen sogar als idealen Kandidaten für einen zukünftigen CEO“, verdeutlicht Auld.

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