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Projekt um Knowledge Graph gestartet Neo4j unterstützt Kampf gegen COVID-19

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Auch der Spezialist für Graphdatenbanken Neo4j unterstützt den aktuellen Kampf gegen die COVID-19-Pandemie. Dazu wurde das Projekt COVID*Graph ins Leben gerufen, das Wissenschaftlern den schnellen Zugriff auf aktuelle Forschungsdaten ermöglichen soll.

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Neo4j unterstützt Wissenschaft und Community beim Kampf gegen das Coronavirus.
Neo4j unterstützt Wissenschaft und Community beim Kampf gegen das Coronavirus.
(Bild: Neo4j / COVID*Graph)

Ziel des gemeinnützigen Projekts ist das möglichst schnelle Erzielen von Erkenntnissen über Verbreitung und Krankheitsverlauf des Coronavirus. Dies soll die Entwicklung eines Impfstoffes beschleunigen. Neo4j geht die Sache aber nicht alleine an: Unterstützung gibt es unter anderem vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD), Kaiser&Preusse, Prodyna, Structr und Yworks.

Als Grundlage des Projekts dient die Neo4j-Graphdatenbank. Sie bündelt wissenschaftliche Publikationen und Forschungsarbeiten in einem zentralen Wissens-Hub. Im sogenannten Knowledge Graph werden beispielsweise öffentlich zugängliche Datenquellen zum Coronavirus, relevante Patentschriften sowie Datensätze aus Genom- und molekularbiologischen Datenbanken verknüpft. Schon jetzt umfasst der Graph mehr als 16 Millionen Knoten und über 65 Millionen Kanten – Tendenz steigend.

Überblick behalten

„In den letzten Monaten wurde sehr viel und sehr schnell über das Coronavirus publiziert. Allein die COVID-19 Open Research Datenbank (CORD-19) zählt 44.000 wissenschaftliche Artikel“, erklärt Dr. Alexander Jarasch, Leiter Bioinformatik und Datenmanagement des DZD. Laut dem Mitinitiator des Projekts behält die medizinische Forschung nur schwer den Überblick – insbesondere, da bislang keine Zeit zum Validieren der Ergebnisse in gewohnter Weise war. „Mit unserem Projekt wollen wir Forschern und Wissenschaftlern helfen, schnell und unkompliziert einen Weg durch die Unmenge an Informationen zu finden. Daher freuen wir uns auch über jede Form der Unterstützung und Zusammenarbeit“, so Jarasch.

Gemeinsam gegen das Virus

In der Graph-Community ist die Anzahl Graph-basierter Projekte deutlich gestiegen. Dazu zählen Wissenschaftsprojekte ebenso wie kleinere Initiativen, die etwa auf lokaler Ebene Risikogruppen oder Unternehmen helfen. Neo4j hat alle COVID-19-relevanten Projekte in das Graphs4Good-Programm aufgenommen. Anwender, die Graphtechnologie für den Kampf gegen das Coronavirus nutzen, erhalten auf Anfrage die Enterprise-Version der Datenbank zur Verfügung gestellt. Zudem hilft Neo4j bei der Vermittlung von Mentoren, dem Teilen von Datensätzen und dem Austausch innerhalb der Community. Zudem findet der virtuelle „Graphs4Good Hackathon“ statt.

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