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Bitkom-Umfrage Medienunternehmen teils ohne Digitalstrategie

Autor / Redakteur: Matthias Semlinger / Nico Litzel

Jedes dritte Medienunternehmen (34 Prozent) in Deutschland hat noch keine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels. Das hat eine repräsentative Umfrage des Bitkom unter 148 Medienunternehmen ab 20 Mitarbeitern ergeben.

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Die Bitkom-Studie zeigte auf, dass viele Unternehmen noch keine Strategie für den digitalen Wandel haben.
Die Bitkom-Studie zeigte auf, dass viele Unternehmen noch keine Strategie für den digitalen Wandel haben.
(Bild: Bitkom)

Befragt wurden Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Verlagen sowie TV- und Hörfunk-Sendern. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder erklärte dazu, dass Medienunternehmen seit einigen Jahren im Sturm der Digitalisierung stünden.

Umso wichtiger sei daher ein strategischer Ansatz, um die digitale Transformation aktiv vorantreiben zu können. Nicht ausreichend wäre es dagegen, nur im Nachhinein auf Veränderungen zu reagieren.

Zentrale Strategie

Laut Umfrage hat die Hälfte (50 Prozent) der befragten Medienunternehmen eine zentrale Strategie für die Digitalisierung. 16 Prozent verfügen in einzelnen Unternehmensbereichen über Strategien für die Digitalisierung.

Rohleder erklärte weiter, dass im Idealfall die grundlegenden digitalen Veränderungsprozesse an zentraler Stelle geplant und koordiniert würden.

Verjüngung des Angebots

So würden viele Medienunternehmen heute bereits ihre bestehenden Angebote anpassen, neue Produkte entwickeln oder nicht mehr zeitgemäße bzw. wirtschaftlich nicht mehr erfolgreiche Produkte vom Markt nehmen.

Nach den Ergebnissen der Umfrage arbeiten viele Medienunternehmen dabei mit der Digitalwirtschaft zusammen. 57 Prozent der befragten Medienunternehmen haben Partnerschaften mit IT- bzw. Internetunternehmen geschlossen, um die Digitalisierung voranzutreiben.

Hinweis zur Methodik

Grundlage der Angaben sind zwei Umfragen, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 148 Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder von Unternehmen der Medienbranche (Verlage, TV, Hörfunk) ab 20 Mitarbeitern befragt.

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