Splunk-Umfrage zeigt Skepsis auf KI ist den Deutschen noch nicht ganz geheuer

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Umfrage des Meinungsinstituts INSA im Auftrag von Splunk zeigt, zeigt ein gemischtes Bild der öffentlichen Einstellung zum Thema KI. Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft werden zwar erkannt, aber auch mangelnde Risikobereitschaft und Sicherheitsbedenken geäußert.

In der Bevölkerung trifft das Thema KI häufig noch auf Skepsis, wie eine aktuelle Umfrage von Splunk belegt.(Bild:  Gerd Altmann /  Pixabay)
In der Bevölkerung trifft das Thema KI häufig noch auf Skepsis, wie eine aktuelle Umfrage von Splunk belegt.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay)

Der Großteil (82 Prozent) der über 1.000 befragten Personen im Alter von mehr als 18 Jahren ist der Ansicht, dass KI in den kommenden fünf Jahren einen bedeutenden Einfluss auf ihr Leben haben wird. Die größten Effekte werden in den Bereichen IT und Cybersicherheit (57 Prozent), Mediengestaltung (46 Prozent), Produktion (45 Prozent), Arbeitsmarkt (44 Prozent) und Bildung (39 Prozent) erwartet.

Auf Basis einer Liste sehen die Befragten den größten Nutzen von KI in Forschung (49 Prozent), allgemeiner Digitalisierung (46 Prozent), Logistik (44 Prozent) und Cyber-Verteidigung (43 Prozent). Generell wird Künstliche Intelligenz als sehr nützlich wahrgenommen: 84 Prozent der Teilnehmer sehen das für eine oder mehrere Branchen so. Nur sieben Prozent sind anderer Meinung.

Rückstand durch zu geringe Risikofreude befürchtet

40 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Ansicht, dass Deutschland im Allgemeinen bei der KI-Einführung zu risikoscheu ist. Als Gründe wurden vor allem Sicherheitsbedenken (52 Prozent), mangelndes KI-Verständnis in der Bevölkerung (40 Prozent) sowie unzureichende Gesetzgebung, Angst vor Arbeitsplatzverlusten, mangelnde Investitionen und fehlenden politischem Diskurs (je 38 Prozent) genannt. 37 Prozent halten Deutschland nicht für zu risikoscheu, 22 Prozent sind sich bei diesem Thema nicht sicher. Auf die Frage, was die Digitalisierung hierzulande beschleunigen könnte, wurde vor allem eine Reduzierung von bürokratischen und Verwaltungshindernissen (49 Prozent) sowie die Zusammenführung der 16 Bundesdatenbehörden zu einer nationalen Behörde favorisiert.

Aber das sind nicht die einzigen Sorgen der Verbraucher: Über die Hälfte (56 Prozent) fürchten einen KI-getriebenen Anstieg von Identitätsdiebstahl und Desinformation. 52 Prozent sind über unkontrollierte, automatisierte Cyberangriffe besorgt. Für Skepsis sorgen auch die Angst vor schneller und besser erstellen gefälschten Inhalten (46 Prozent), Unbehagen vor dem KI-Einsatz bei wichtigen Geschäftsentscheidungen (45 Prozent) sowie die befürchtete Zunahme von Spam-E-Mails.

Aufklären und Vorteile benennen

„Es bietet sich eine Gelegenheit für die KI-Industrie, die Öffentlichkeit über ihre Vorteile aufzuklären, die mit der Zeit deutlicher werden. Obwohl es Hinweise darauf gibt, dass KI von böswilligen Akteuren genutzt werden könnte, ist es ebenso wahrscheinlich, dass KI eine entsprechend starke Rolle in der Cyber-Verteidigung und Risikominderung spielen wird“, erklärt James Hodge, Group Vice President und Chief Strategy Advisor EMEA von Splunk.

Die meisten glaubwürdigen Unternehmen würden demnach hochtransparente Ansätze mit „Human-in-the-Loop“ verfolgen. „Es ist unwahrscheinlich, dass führende Organisationen KI in naher Zukunft zur Unterstützung bedeutender Geschäftsentscheidungen ohne menschliches Eingreifen nutzen werden“, meint Hodge.

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