Magnetschnellkocher KI entwickelt Magnetrezept ohne seltene Erden in Rekordzeit

Quelle: Materials Nexus 2 min Lesedauer

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Rund 200 Mal schneller als mit üblichen Methoden habe eine KI-Software von Materials Nexus das Rezept für einen Hochleistungsmagneten zusammengestellt.

Im Zuge der Mobilitätswende wird die Nachfrage nach Seltenerdmagneten rasant steigen, sagen britische Forscher – das wird teuer! Mithilfe von KI-Tools haben sie es aber nun in kürzester Zeit geschafft, Magnetalternativen ohne seltene Erden zu finden. Hier mehr dazu ...(Bild:  Materials Nexus)
Im Zuge der Mobilitätswende wird die Nachfrage nach Seltenerdmagneten rasant steigen, sagen britische Forscher – das wird teuer! Mithilfe von KI-Tools haben sie es aber nun in kürzester Zeit geschafft, Magnetalternativen ohne seltene Erden zu finden. Hier mehr dazu ...
(Bild: Materials Nexus)

Das Besondere an der im Eiltempo ermittelten Magnetrezeptur ist aber vor allem, das sie ohne seltene und damit teure Erdmetalle auskommt. Genauer gesagt, handelt es sich also um Permanentmagnete. Das Forscherteam aus Großbritannien setze den zugrundeliegenden Algorithmus systematisch ein, um neuartige Materialien zu entwickeln, die sich ohne Emissionen ressourcenschonender und günstiger herstellen ließen. Gefertigt und geprüft wurden die neuartigen Permanentmagnete übrigens in Kooperation mit dem Henry Royce Institute an der University of Manchester und der University of Sheffield. Magnex heißt die Rezeptur. KI-gestütztes Materialdesign werde sich aber auf den gesamten Bereich der Materialwissenschaft auswirken. Man habe auch schon eine skalierbare Methode für das Design neuer Materialien für alle Arten von industriellen Anforderungen gefunden.

Der richtige Magnet aus dem Magnethaufen

Die KI-Plattform von Materials Nexus habe über 100 Millionen Zusammensetzungen für derartige Dauermagnetkandidaten überprüft, die für die Industrie in Sachen Sicherheit der Lieferkette, Kosten, Leistung und Umweltfragen passen würden. Bisher dauerte es allerdings Jahrzehnte, um leistungsfähige Permanentmagnete zu entwickeln und noch länger, um sie auf das heute erreichte Leistungsniveau zu bringen, wie die Beteiligten Experten betonen. Entwicklung, Herstellung und Test von Magnex dauerten dagegen nur drei Monate. Magnex könne demnach mit nur 20 Prozent der Materialkosten und mit 70 Prozent weniger CO2-Emissionen hergestellt werden als die derzeit auf dem Markt befindlichen Magnete mit seltenen Erden als Rezepturbestandteil.

Warum der ganze Aufwand um Magnete?

Nun, Dauermagnete sind für einige wichtige Branchen unverzichtbar, was vor allem auch für Elektrofahrzeuge gilt. Aber auch Windgeneratoren und Robotersysteme kommen Magnete nicht aus. Es wird deshalb erwartet, dass die Nachfrage nach Seltenerdmagneten das Angebot in den kommenden Jahren übersteigen wird. Denn allein in der Elektrofahrzeugindustrie soll sich der Einsatz von Permanentmagneten bis 2030 verzehnfachen – wenn sich Elektroautos tatsächlich durchsetzen sollten. Die Beschaffung der für die Herstellung dieser Magnete benötigten Seltenerdmetalle wie Neodym und Dysprosium ist jedoch durch eine Reihe von Problemen in der Lieferkette gefährdet, weil sie bekanntlich fast nur in China abgebaut werden.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal MM MaschinenMarkt.

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