Landkarte von appliedAI KI-Boom erreicht mittelgroße Städte und ländliche Regionen

Von Martin Hensel

Die KI-Initiative appliedAI hat die aktuelle Fassung ihrer jährlich erscheinenden „Start-up Landkarte“ veröffentlicht. Sie zeigt, dass immer mehr Jungunternehmen abseits der klassischen KI-Hubs in Berlin und München zu finden sind.

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Das Trendthema KI bringt nach wie vor zahlreiche Start-ups hervor.
Das Trendthema KI bringt nach wie vor zahlreiche Start-ups hervor.
(Bild: Gerd Altmann / Pixabay )

Insgesamt 304 KI-Start-ups schafften es 2022 auf die Landkarte von appliedAI. Das entspricht einem Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. 76 Jungunternehmen sind Neuzugänge, während 50 Firmen nicht mehr dabei sind – 40 Prozent davon sind mittlerweile älter als zehn Jahre und zählen damit nicht mehr zur Start-up-Definition von appliedAI. Weitere 32 Prozent wurden von anderen Firmen übernommen oder verkauft. Die Gründungsaktivität geht seit 2018 spürbar zurück. Sie hatte mit dem ersten großen KI-Hype im Jahr 2015 ihren Höhepunkt.

Start-ups gründen abseits der Zentren

Laut der aktuellen Landkarte sind 44 Prozent der Start-ups weder in Berlin noch in München ansässig. Bei den in den vergangenen zwölf Monaten hinzugekommenen Jungunternehmen sind es sogar 62 Prozent. Zahlreiche Regionen und mittelgroße Städte sind ganz neu vertreten. Dazu zählen zum Beispiel Konstanz, Osnabrück oder Lüneburg. Zudem sind auch große Investitionen außerhalb der KI-Metropolen zu verzeichnen. appliedAI nennt hier etwa die Finanzierungsrunden von aleph alpha aus Heidelberg, Wandelbots aus Dresden oder Scoutbee aus Würzburg. Auch schrumpft der Vorsprung Berlins auf München in Sachen ansässiger KI-Start-ups: Im Vorjahr lag er noch bei 35 Prozent, diesmal sind es nur noch 13 Prozent.

Die bestfinanzierten Start-ups kommen laut der appliedAI-Landkarte aus Sachsen, gefolgt von Bayern und Brandenburg. In Berlin erhalten die Jungunternehmen vergleichsweise bescheidene Venture-Capital-Summen. Die überwiegende Mehrheit der Start-ups ist im B2B-Segment tätig. Ein Großteil der Unternehmen konzentriert sich auf Branchenlösungen, nur 14 Prozent arbeiten an KI-Tech-Stacks. Als attraktivste Branchen gelten Gesundheitswesen, Fertigung und Transportwesen. Fokussiert sich ein Start-up auf eine bestimmte Unternehmensfunktion, stehen meist Kundenservice und Marketing im Mittelpunkt. Auch das Thema Computerlinguistik ist gefragt.

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