Xayn-Entwicklung im Rahmen der Initiative MISSION KI KI-basiertes Prüfsystem für sicheren Datenaustausch zwischen Firmen

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Xayn entwickelt im Rahmen von MISSION KI ein KI-basiertes Sicherheits- und Qualitäts-Monitoring. Die neue Anwendung soll Datenraumnutzern automatisch anzeigen, wenn im Datenaustauschprozess ein Verstoß gegen Compliance-Vorgaben vorliegt oder Cyberrisiken bestehen.

Dr. Leif-Nissen Lundbaek, CEO Xayn (links) und Dr. Peyman Khodabakhsh, Projektleiter MISSION KI bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.(Bild:  MISSION KI / Heiko Laschitzki)
Dr. Leif-Nissen Lundbaek, CEO Xayn (links) und Dr. Peyman Khodabakhsh, Projektleiter MISSION KI bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften.
(Bild: MISSION KI / Heiko Laschitzki)

Xayn hat mit Noxtua eine europäische Rechts-KI mit eigenem Sprachmodell entwickelt – als datenschutzkonforme Alternative zu US-KI-Lösungen. Im Rahmen von MISSION KI wird Xayn seine Technologie für den Datenaustausch zwischen Unternehmen in Datenräumen weiterentwickeln. Dabei wird das Berliner KI-Start-up auf der Technologie von Noxtua aufsetzen. Ziel des Prüfsystems sei es, die Einhaltung der EU-Gesetzgebung für die Datenökonomie wie des Data Act, des Data Governance Act und des Digital Operational Resilience Act (DORA), aber auch einzelner branchenspezifischer Gesetzgebungen während des Datenaustauschs kontinuierlich zu überprüfen und sicherzustellen. Auch datenraumspezifische Vorgaben zur Regelung des direkten Datenaustauschs (Peer-to-Peer-Datenaustausch) würden mit der Lösung automatisch überprüft. Xayn möchte die Softwarelösung zur Überwachung der regelkonformen Datennutzung bis Ende des Jahres entwickeln und dafür verschiedene Architekturvarianten erarbeiten.

Das Team von MISSION KI wird das neuartige KI-Prüfsystem gemeinsam mit Xayn laufend in verschiedenen Datenräumen entwickeln und testen. Unterstützung erhalten die Partner dabei von der Allianz. Der Versicherungskonzern werde für die Tests umfangreiche Datensätze zur Verfügung stellen und sich mit seiner Compliance- und Security-Expertise in das Projekt einbringen. Es sei das Ziel, Datenräumen nach Projektende die neue Anwendung als Open-Source-Version zur Verfügung zu stellen.

Manfred Rauhmeier, Geschäftsführer von acatech, betont die Bedeutung des Projekts: „Die Entwicklung dieser KI-Anwendung durch Xayn ist ein Meilenstein für MISSION KI. Es verkörpert unseren Ansatz, innovative Technologien zu fördern, die nicht nur die Datenökonomie stärken, sondern zugleich die Einhaltung europäischer Werte und Standards sicherstellen. Die Zusammenarbeit wird maßgeblich dazu beitragen, Datenräume sektorübergreifend zu vernetzen und den KI-Standort Deutschland zu stärken. Wir freuen uns zudem, dass uns die Allianz mit der Bereitstellung von Datensätzen und Expertise unterstützt.“

Dr. Ralf Schneider, der bei der Allianz viele Jahre als CIO tätig war und dort jetzt das „Cybersecurity and NextGenIT Think Tank“ leitet, erklärt: „Als globales Unternehmen sehen wir enormes Potenzial in der Nutzung künstlicher Intelligenz zur sicheren und regelkonformen Nutzung von Daten. Dieses KI-gestützte Compliance-Prüfsystem wird es uns und anderen Unternehmen ermöglichen, den multilateralen Datenaustausch weiter zu verbessern. Wir sind stolz darauf, unsere Expertise in diesem zukunftsweisenden Projekt einzubringen und damit die digitale Transformation voranzutreiben.“

Dr. Leif-Nissen Lundbæk, CEO und Mitgründer von Xayn, fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, eine KI-Lösung zu schaffen, die nicht nur technologisch fortschrittlich ist, sondern auch höchste europäische Datenschutz- und Sicherheitsstandards erfüllt. Mit MISSION KI teilen wir den Ansatz, zukunftsorientiert souveräne Technologie mit europäischen Werten zu entwickeln und so die digitale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu fördern. Durch die Zusammenarbeit mit MISSION KI und Partnern wie der Allianz können wir sicherstellen, dass unsere Technologie praxisnah entwickelt wird und einen echten Mehrwert für Unternehmen und die gesamte Datenökonomie schafft.“

MISSION KI wird die Ergebnisse des Projekts voraussichtlich im Frühjahr 2025 veröffentlichen. Die Initiative möchte Datenräume als Datenbasis für KI-Innovationen stärken. Die hier entwickelte Lösung könne die Qualität und Konformität von Daten in Datenräumen stärken und somit eine wichtige Grundlage für neue, wertvolle KI-Anwendungen liefern.

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