Riverbed hat Unternehmen nach ihrer Haltung zu KI, der Implementierungskurve, Herausforderungen sowie KI-Strategien und Erfolgsansätzen befragt. Das Ergebnis: Trotz des Optimismus bezüglich KI wird das Potenzial wegen fehlender Daten und KI-Reife meist nicht ausgeschöpft.
Fast alle Führungskräfte erkennen an, dass hochwertige Daten für eine gute KI entscheidend sind.
Die Ergebnisse des Riverbed Global AI & Digital Experience Survey 2024 zeigen, dass sich Unternehmen hinsichtlich der beschleunigten Einführung von KI an einem Wendepunkt befinden. Trotz des Optimismus zeigt die Studie die Situation: Obwohl 94 Prozent der Befragten international (95 % der Befragten aus Deutschland) KI als eine der wichtigsten Prioritäten der Unternehmensleitung bezeichnen und 91 Prozent international (Deutschland: 88 %) sie als Wettbewerbsvorteil ansehen, sind nur 37 Prozent der Befragten international (Deutschland: 48 %) bereit, KI-Projekte jetzt zu implementieren. Der Grund dafür sind Herausforderungen, die von der Datenqualität bis zur Skalierbarkeit reichen und die Unternehmen daran hindern, die Vorteile von KI voll auszuschöpfen. In den nächsten drei Jahren wird jedoch mit einer raschen Expansion gerechnet, da Unternehmen nach praktischen KI-Ansätzen und -Lösungen suchen. Bis 2027 erwarten 86 Prozent der internationalen Führungskräfte (Deutschland: 88 %), dass ihr Unternehmen vollständig auf die Umsetzung ihrer KI-Strategie und -Projekte vorbereitet sein wird.
Im gleichen Zeitraum wird erwartet, dass KI ausreift und zu einem Wachstumstreiber wird. Während heute 54 Prozent der internationalen Führungskräfte (Deutschland: 62 %) sagen, dass der Hauptgrund für den Einsatz von KI die Steigerung der betrieblichen Effizienz gegenüber dem Wachstum ist (international 46 %, Deutschland 39 %), werden sich diese Zahlen im Jahr 2027 umkehren: 58 Prozent der internationalen Unternehmen (Deutschland 60 %) geben an, dass KI in erster Linie ein Wachstumstreiber anstatt ein Mittel zur Steigerung der Effizienz sein wird (international 42 %, Deutschland 41 %). Auch das Vertrauen in die KI wächst: Führungskräfte sagen, dass sie lieber KI für ein automatisiertes IT-Upgrade einsetzen würden (international 61 %, Deutschland 62 %), als sich in der Stadt auf den Rücksitz eines fahrerlosen Autos zu setzen (international 39 %, Deutschland 38 %).
„KI steht auf der Agenda der Geschäftsleitung und ist eine Priorität für fast alle IT-Führungskräfte, da sie enorme Vorteile für den IT-Betrieb bringt und Branchen und Arbeitsweisen verändern kann“, sagt Jim Gargan, Chief Marketing Officer bei Riverbed. „Trotz des Enthusiasmus hat unsere Studie mehrere Lücken aufgedeckt, die Unternehmen überwinden müssen, um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen. Was Führungskräfte wirklich wollen, ist der Übergang vom KI-Hype zur KI-Praxis, die funktioniert und messbare Ergebnisse liefert.“
Der KI-Optimismus ist bei C-Suite-Mitarbeitern und der jüngeren Generation hoch
Laut der Umfrage ist die Begeisterung für KI in der Führungsebene, bei den Mitarbeitern der jüngeren Generation und in den deutschen Unternehmen insgesamt groß.
66 Prozent der Führungskräfte aller befragten Unternehmen sagen, dass KI heute eine wichtige strategische Priorität für ihr Unternehmen ist, und weitere 33 Prozent (Deutschland 34 %), dass sie zumindest von mittlerer Bedeutung ist.
94 Prozent aller Befragten sind sich einig, dass KI zu einem besseren digitalen Erlebnis für die Endnutzer beitragen wird.
59 Prozent aller Befragten (Deutschland 63 %) sagen, dass die Stimmung in ihrem Unternehmen gegenüber KI positiv ist, 37 Prozent (36 Prozent Deutschland) sind neutral und nur vier Prozent (Deutschland 2 %) sind skeptisch.
Auf die Frage, welche Generation sich mit KI am Arbeitsplatz am wohlsten fühlt, gaben die Führungskräfte die Generation Z (international 52 %, Deutschland 56 %) an, gefolgt von den Millennials 39 Prozent (Deutschland 36 %), der Generation X (international 8 %, Deutschland 7 %) und den Babyboomern (international 1 %, Deutschland 2 %). In Vergleich werden in den USA Millennials jedoch als gebürtige KI-Nutzer angesehen (47 % gegenüber 40 % Gen Z).
Die Studie ergab auch, dass die meisten Unternehmen die Phasen der Bewertung und des Experimentierens mit KI hinter sich gelassen haben. Heute beschleunigen 65 Prozent aller befragten Unternehmen (Deutschland 69 %) ihre KI-Strategien mit wachsenden Investitionen in Infrastruktur und Talente. Weitere 23 Prozent (international und in Deutschland) befinden sich in der letzten Transformationsphase, in der KI vollständig in ihre Geschäftsprozesse integriert ist.
Das digitale Erlebnis und den IT-Betrieb mit KI verbessern
Riverbeds letzte Global Digital Employee Experience (DEX) Survey aus dem Jahr 2023 hat gezeigt, dass DEX ein wichtiger Schwerpunkt für deutsche Unternehmen ist. Das gilt insbesondere für die gestiegenen digitalen Erwartungen der Mitarbeiter der Generation Z und der Millennials, die etwa die Hälfte der internationalen Belegschaft ausmachen. Die diesjährige Umfrage bestätigt, dass Unternehmen die Rolle von KI bei DEX erkannt haben. 86 Prozent der Führungskräfte international (Deutschland 85 %) sind sich einig, dass KI-Automatisierung wichtig ist, um die IT-Effizienz zu verbessern und ein besseres digitales Erlebnis für die Endnutzer zu schaffen. Die Umfrageteilnehmer nannten die fünf wichtigsten Bereiche, von denen sie erwarten, dass KI in der IT in den nächsten drei Jahren zur Verbesserung von DEX eingesetzt wird: Workflow-Automatisierung (international 72 %, Deutschland 79 %), automatisierte Fehlerbehebung (international und Deutschland 69 %), 24/7-Support-Verfügbarkeit wie Chatbots (international 63 %, Deutschland 68 %), datengesteuerte Einblicke (international 59 %, Deutschland 62 %) und Feedback-Analyse (international 57 %, Deutschland 60 %). Die befragten Führungskräfte erwarten außerdem viele Vorteile durch den Einsatz von KI im IT-Betrieb. Dazu gehören eine verbesserte betriebliche Effizienz und Produktivität, schnellere Reaktionszeiten des IT-Service-Desks, höhere Umsätze und ein besseres digitales Erlebnis für die Mitarbeiter.
Stand: 08.12.2025
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Die deutschen Führungskräfte gehen davon aus, dass sie für den IT-Betrieb innerhalb von zwölf bis 18 Monaten generative KI (die am häufigsten diskutierte Art von KI) einsetzen, testen oder in Erwägung ziehen werden. Derzeit haben nur 34 Prozent der Unternehmen international (Deutschland 33 %) generative KI-Anwendungsfälle für den IT-Betrieb umgesetzt oder Prototypen fertiggestellt, die sie in die Produktion übernehmen wollen. Innerhalb von zwölf bis 18 Monaten wird sich dieser Anteil international auf 67 Prozent (Deutschland 65 %) fast verdoppeln, während sich der Rest der Unternehmen in der Ideenphase befindet.
Trotz KI-Enthusiasmus und Vorteilen gibt es mehrere Lücken
Trotz der großen Begeisterung für KI wurden in der Studie drei große Lücken identifiziert. Diese müssen Unternehmen überwinden, um sicherzustellen, dass ihre KI-Einführung zu Vorteilen und Unternehmenserfolg führt.
Realitätslücke: Die überwiegende Mehrheit der Befragten (international 82 %, Deutschland 85 %) glaubt, dass sie ihrer Konkurrenz bei der Einführung von KI für IT-Services und digitale Erlebnisse voraus sind (darunter 30 % international und in Deutschland 31 % erheblich). Nur fünf Prozent international (Deutschland 4 %) geben an, dass sie leicht im Rückstand sind. Diese Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität deutet darauf hin, dass viele Führungskräfte zu optimistisch sind, was den Stand ihrer IT-Abteilung auf dem Weg zur KI im Vergleich zu ihren Branchenkollegen angeht.
Vorbereitungslücke: Nur 37 Prozent der Führungskräfte international (Deutschland 48 %) glauben, dass ihr Unternehmen vollständig darauf vorbereitet ist, KI-Projekte jetzt umzusetzen. Darüber hinaus sagen 72 Prozent aller Befragten (Deutschland 72 %), dass es angesichts der noch nicht ausgereiften KI schwierig ist, funktionierende und skalierbare KI zu implementieren.
Datenlücke: Fast alle Führungskräfte (international und in Deutschland 85 %) erkennen an, dass hochwertige Daten für eine gute KI entscheidend sind. Allerdings sind 69 Prozent der Befragten international (Deutschland 67 %) besorgt über die Effektivität der Daten ihres Unternehmens für die KI-Nutzung. Nur etwa vier von zehn bewerteten ihre Daten als exzellent in Bezug auf Vollständigkeit (43 % international, Deutschland 46 %) und Genauigkeit (international 40 %, Deutschland 42 %), wobei 42 Prozent international (Deutschland 47 %) sagten, dass ihre Datenqualität ein Hindernis für weitere KI-Investitionen darstellt. Darüber hinaus haben viele der Befragten auch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit. So sind der 76 Prozent Führungskräfte international (Deutschland 68 %) besorgt, dass KI auf ihre geschützten Daten in der Öffentlichkeit zugreifen könnte.
Strategien zur Förderung erfolgreicher KI-Initiativen
Unternehmen ergreifen diverse Maßnahmen, um Herausforderungen zu bewältigen und erfolgreiche KI-Strategien zu entwickeln, die greifbare Ergebnisse liefern. Um sich auf KI vorzubereiten, haben 57 Prozent der Unternehmen international (Deutschland 62 %) spezielle KI-Teams und 45 Prozent international (Deutschland 39 %) Observability- und/oder User Experience-Teams gebildet.
Wenn es um Daten geht, ist die überwiegende Mehrheit der Führungskräfte (international 86 %, Deutschland 85 %) der Meinung, dass die Verwendung echter Daten anstelle von synthetischen Daten bei KI-Bemühungen zur Verbesserung der digitalen Erfahrung entscheidend ist. Darüber hinaus stimmen 84 Prozent (Deutschland 89 %) der Befragten international zu, dass die Observability aller IT-Elemente in einer AIOps-Strategie wichtig ist. Mindestens 82 Prozent aller Befragten (Deutschland 89 %) sagen, dass die Observability zur Überwindung von blinden Flecken im Netzwerk – einschließlich Public Cloud, Remote-Arbeitsumgebungen, Zero-Trust-Architekturen und unternehmenseigene Mobilgeräte – entweder extrem oder mäßig bedeutsam ist.
Die Studie fand auch mehrere Korrelationen zwischen leistungsstarken Unternehmen (mit einem Umsatzwachstum von 10,5 Prozent oder mehr) und Unternehmen mit geringer Leistung (stagnierende oder sinkende Umsätze), die erfolgreich KI einsetzen.
Leistungsstarke Unternehmen räumen KI einen hohen Stellenwert ein: 74 Prozent geben an, dass KI eine wichtige strategische Priorität ist (und 26 %, dass sie mäßig wichtig ist), verglichen mit 56 Prozent der leistungsschwachen Unternehmen.
67 Prozent der High-Performer nutzen heute das volle Potenzial von KI, um das digitale Mitarbeitererlebnis (DEX) zu verbessern, gegenüber 45 Prozent der Low-Performer.
61 Prozent der High-Performer bieten umfassende KI-Schulungen an, gegenüber 41 Prozent der Low-Performer.
Über die Umfrage
Der Riverbed Global AI & Digital Experience Survey 2024 befasst sich mit der globalen Stimmung in Bezug auf KI und den Einstellungen der verschiedenen Generationen, der Akzeptanzkurve, den Vorteilen von KI, Lücken und Erfolgsstrategien sowie der Rolle von KI für den IT-Betrieb und das digitale Erlebnis. Befragt wurden 1.200 Führungskräfte aus den Bereichen IT, Wirtschaft und öffentlicher Sektor in sieben Ländern, die alle einen Jahresumsatz von über 250 Millionen US-Dollar (über 500 Mio. US-Dollar in den USA, Großbritannien und Frankreich) erzielen. Die Branchen umfassten Fertigung, Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Regierung/öffentlicher Sektor, Gesundheitsdienstleister, Energie und Versorgungsunternehmen sowie Transport und Fluggesellschaften. Die Umfrage wurde von Coleman Parkes Research im Juni 2024 durchgeführt.