GitLab integriert KI-gestützte Automatisierung in DevSecOps-Plattform GitLab 18.4: KI-Agenten sollen Entwickler entlasten

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit Version 18.4 erweitert GitLab seine DevSecOps-Plattform um KI-gestützte Funktionen. Neue Werkzeuge wie Knowledge Graph, Agentic Chat und ein KI-Katalog sollen Automatisierung, Nachvollziehbarkeit und Governance verbessern.

GitLab erweitert Version 18.4 um neue KI-Funktionen: AI Catalog, Knowledge Graph, verbesserten Agentic Chat und automatisiertes Pipeline-Fixing.(Bild:  GitLab)
GitLab erweitert Version 18.4 um neue KI-Funktionen: AI Catalog, Knowledge Graph, verbesserten Agentic Chat und automatisiertes Pipeline-Fixing.
(Bild: GitLab)

In Version 18.4 integriert GitLab neue Werkzeuge zur KI-gestützten Entwicklung. Wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt, gehört dazu ein Katalog für sogenannte AI Agents, über den Nutzer vorgefertigte oder selbst entwickelte Automatisierungsfunktionen in ihre Projekte einbinden können. Die Agenten sollen Aufgaben wie Dokumentation, Ticket-Erstellung oder Sicherheitsanalysen übernehmen.

Die Kommunikation mit diesen Agenten erfolgt über das neue Agentic Chat-Interface. Darüber lassen sich Kontexte erhalten, Unterhaltungen fortsetzen oder neue Tasks starten. GitLab will so auch den Wechsel zwischen Projekten oder Aufgaben vereinfachen.

Laut Unternehmen erlaubt der neue Chat die Auswahl zwischen verschiedenen Sprachmodellen. Anwender können bestimmen, ob GitLab-gehostete oder eigene Schlüssel verwendet werden. Für die nötige Nachvollziehbarkeit sollen die Aktionen der Agenten durch standardisierte Protokollierung nachvollziehbar bleiben.

Knowledge Graph und Governance-Werkzeuge

Ein weiteres zentrales Element der neuen Version ist der Knowledge Graph. Die Funktion ist derzeit im Beta-Stadium und bildet Abhängigkeiten und Referenzen innerhalb eines Projekts ab. Der Graph könnte es Entwicklern ermöglichen, schneller zu erkennen, wie sich Änderungen an einer Stelle im Code auf andere Bereiche auswirken.

GitLab sieht darin eine Grundlage für eine tiefergehende Kontextanalyse – sowohl für Nutzer als auch für KI-Agenten. In Kombination mit neuen Konfigurationsoptionen lassen sich bestimmte Dateien oder Verzeichnisse vom KI-Zugriff ausschließen. Damit soll sich der Schutz sensibler Informationen besser umsetzen lassen.

Gleichzeitig führt GitLab neue Optionen zur Modellsteuerung ein. Teams können projektbasiert festlegen, welches Modell für welche Aufgabe herangezogen werden darf. Governance-Vorgaben wie Datenschutz oder Compliance lassen sich so granular umsetzen.

Automatische Fehlerbehebung und MCP-Integration

Ein weiteres Feature der Version 18.4 ist der sogenannte Fix Failed Pipelines Flow. Dabei analysiert die Plattform fehlgeschlagene CI/CD-Pipelines und versucht, anhand geschäftlicher Prioritäten automatische Korrekturvorschläge zu erzeugen. Die entsprechenden Änderungen werden in einem Merge Request zur Überprüfung eingereicht. Nach Angaben des Herstellers könne der Agent dabei etwa Services mit hoher Relevanz priorisieren.

Zur besseren Integration externer Agenten in GitLab-Projekte wurde das Model Context Protocol (MCP) erweitert. Es ermöglicht externen KI-Modellen kontrollierten Zugriff auf relevante Projektinformationen wie Code, Merge Requests oder Tickets. Dabei sollen bestehende Zugriffsrechte und Rollenkonzepte eingehalten werden.

Die neuen KI-Funktionen stehen zunächst nur für GitLab.com bereit. Eine Umsetzung für selbstverwaltete Instanzen ist laut GitLab für spätere Versionen, etwa 18.5, vorgesehen.

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