Progress startet Early-Access-Phase der Version 12 GenAI-Funktionen für MarkLogic Server

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Nutzer von MarkLogic Server sollen zukünftig noch mehr von KI profitieren können. Mit der Version 12 erweitert Softwareentwickler Progress die Suchfunktionen des Datenbankmanagementsystems um native Vektorunterstützung und relevanzbasierte Algorithmen.

MarkLogic Server 12 unterstützt nun native Vektoroperationen, zudem habe Progress die Volltextsuche sowie die semantische Suche verbessert.(Bild:  Progress)
MarkLogic Server 12 unterstützt nun native Vektoroperationen, zudem habe Progress die Volltextsuche sowie die semantische Suche verbessert.
(Bild: Progress)

Progress hat die Early-Access-Phase von MarkLogic Server 12 gestartet. Mithilfe der neuen Features könnten Unternehmen u.a. generative KI (GenAI) mit einem flexiblen RAG-Muster in ihre Geschäftsanwendungen integrieren. Auch die sichere Verknüpfung von LLM-Modellen mit ihren privaten Daten sei mit dem aktualisierten Datenbankmanagementsystem von Progress möglich. Auf diese Weise könne das System faktenbasierte, von KI-Modellen generierte Abfrageantworten erstellen.

Dank verbesserter Suchtechniken in MarkLogic Server 12 seien GenAI-Antworten mit höherer Relevanz und Genauigkeit möglich: Mit einem einzigen API könnten Nutzer Suchergebnisse definieren, orchestrieren und neu ordnen. Das erlaube ihnen eine schnellere, flexiblere und sicherere Graph-RAG-Implementierung. Die vereinfachte RAG-Architektur entspreche dabei dem Datenmodell und der Reife der Metadaten und erlaube eine stärkere Nutzung von Unternehmensdaten für Anwendungen, unter deren Haube auch GenAI zum Einsatz kommt.

Weitere neue Features im Überblick

  • Native Vektorunterstützung: Auch groß angelegte Similarity-Suchen für KI-Systeme in großen Mengen unstrukturierter Daten seien nun möglich. Nutzer könnten dadurch Vektoroperationen nativ in MarkLogic Server durchführen, um die Abfragegenauigkeit von GenAI zu verbessern. Vektoreinbettungen könnten sie zudem in der Nähe ihrer Daten im JSON- oder XML-Format speichern. Die Möglichkeit, Volltextabfragen über das Optic-API zu ergänzen, führe zu Ergebnissen mit hoher Relevanz.
  • BM25-Relevanz-Ranking: Das verbesserte Ranking-System für Dokumente soll die Wiederauffindbarkeit erhöhen und es so ermöglichen, die relevantesten Suchergebnisse oben aufzuführen. Best-Match- und Vektorsuche könnten zudem kombiniert werden, um die Ergebnisse für eine optimale Suchrelevanz neu zu ordnen. Mit der umfassenden Suche von MarkLogic Server könnten Unternehmen überdies Abfragen kombinieren, Ergebniswerte zusammenführen und mit einem einzigen Ausdruck neu einordnen. Für Letzteres sorge das einheitliche Optic-API, da es den für eine Nutzerabfrage relevantesten Inhalt in das LLM-Modell einfügen könne.
  • Graph Shortest Path: MarkLogic Server soll Unternehmen dabei helfen, reale Probleme im Zusammenhang mit der Routenplanung, Netzwerkoptimierung und Ressourcenzuweisung zu lösen. Das Datenbankmanagementsystem verbessere die kontextuelle Relevanz von Ergebnissen und die Reaktionszeit in KI-gestützten Empfehlungssystemen. Um dies zu erreichen, so Progress, führt es semantische Suchen in Wissensgraphen durch oder durchsucht semantische Daten in Graph-RAG-Architekturen.

Neben den neuen Features für MarkLogic Server hat Progress auch die neue Anwendung MarkLogic Flux veröffentlicht und somit die MarkLogic-Plattform um verbesserte Datenbewegungs- und -umwandlungsfunktionen erweitert. Dazu zähle u.a. die Unterstützung von deutlich mehr Datenquellen, wie relationalen Datenbanken und Cloud-Speichersystemen (etwa Amazon S3). Die Anwendung biete auch eine höhere Leistung durch die beschleunigte Aufnahme extrem großer Datenmengen, was die Grundlage aller operativen, analytischen oder KI-Workloads sei.

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