On-Premises-KI für Unternehmen Fujitsu bringt Private GPT 1.3

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

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Mit Private GPT 1.3 bietet Fujitsu eine On-Premises-Lösung für Generative AI, die Unternehmen volle Datenhoheit und sichere KI-Integration ermöglicht. Die Plattform basiert auf Retrieval-Augmented Generation (RAG) und bietet eine lokale Verarbeitung sensibler Daten. Ein neues API-Framework erleichtert die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen.

Fujitsu ebnet den Weg zum agentenbasierten KI-Zeitalter mit Private GPT 1.3.(Bild:  Fujitsu)
Fujitsu ebnet den Weg zum agentenbasierten KI-Zeitalter mit Private GPT 1.3.
(Bild: Fujitsu)

Die Nutzung von Generative AI (GenAI) in Unternehmen scheitert oft an Compliance-Vorgaben, Datenschutzbedenken und fehlender Kontrolle über Unternehmensdaten. Fujitsu setzt mit Private GPT 1.3 auf eine On-Premises-Architektur, die es erlaubt, KI-Modelle sicher innerhalb der Unternehmensinfrastruktur zu betreiben. Im Zentrum steht eine Kombination aus einem Retrieval-Augmented-Generation-Mechanismus (RAG) und einem spezialisierten Large Language Model (LLM). Diese Architektur soll gewährleisten, dass sensible Informationen nicht in externe Cloud-Umgebungen abfließen, sondern unternehmensintern verarbeitet werden sollen.

Erweiterte Integration und API-Framework

Mit der neuen Version 1.3 erhält Private GPT ein erweitertes API-Framework. Fujitsu stellt dafür drei Schnittstellen bereit: Die Chat API ermögliche die nahtlose Integration in unternehmenseigene Chat-Lösungen, die Source API erlaube das Hochladen und Verwalten von Dokumenten außerhalb der Weboberfläche, und die User API erleichtere das Identitätsmanagement sowie die Integration in bestehende Workflows.

Darüber hinaus unterstütze Private GPT wohl eine breitere Palette an Dateiformaten, darunter .pdf, .docx, .pptx und weitere. Unternehmen sollen so ihre bestehenden Dokumente effizient in das KI-System überführen können, um Wissensmanagement und Entscheidungsprozesse zu optimieren.

Lokale Verarbeitung mit dedizierter Hardware

Fujitsu setzt für Private GPT laut eigenen Angaben auf eine spezifische Hardware-Konfiguration, die auf PRIMERGY-RX2540-M7-Servern basiert. Diese sei mit zwei Intel Xeon-Gold-6542Y-Prozessoren sowie einer NVIDIA-L40S-Ada-Lovelace-GPU ausgestattet. Diese Kombination sorge für eine ausgeglichene Performance zwischen GPU-gestützten KI-Berechnungen und CPU-Intensiven Arbeitslasten.

Eine weitere Neuerung sei der Model Context Protocol (MCP) Server, der eine standardisierte Anbindung externer Systeme ermögliche. Unternehmen sollen somit eigene Chatbots, IoT-Integrationen oder Dateisysteme effizient mit Private GPT verknüpfen können.

Flexible Lizenzierung und EU-Compliance

Private GPT wird als unbefristete Lizenz sowie als Abonnement-Modell angeboten, wodurch Fujitsu insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen adressiert. Die Preise beginnen bei 91.000 EUR für zehn Benutzer mit einem Drei-Jahres-Abonnement. Verfügbar ist die Lösung in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie in weiteren europäischen Ländern.

Fujitsu setze bewusst auf eine EU-konforme Architektur. Die On-Premises-Verarbeitung stelle sicher, dass sensible Daten nicht in außerhalb des Unternehmens gelagerte Cloud-Systeme gelangten. Besonders in regulierten Branchen wie dem Finanzsektor oder der Gesundheitswirtschaft kann das entscheidend für die Nutzung von KI-basierten Systemen sein.

Mit seiner „Test-before-you-invest“-Initiative möchte Fujitsu zudem die Einstiegshürden für Unternehmen senken. Diese können die Plattform vor einer Investition testen, um ihren individuellen Business Case für KI zu validieren. Durch diese Strategie möchte sich Fujitsu als Anbieter einer praxistauglichen, sicheren und skalierbaren KI-Lösung für Unternehmen positionieren.

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