KI-Studie von Deloitte sieht Risiken Führungskräfte in Deutschland unterschätzen das Thema KI

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Laut einer aktuellen Studie von Deloitte unterschätzen die Führungskräfte deutscher Unternehmen das Thema KI nach wie vor. Dies birgt Risiken, wie etwa eine unzureichende Vorbereitung auf die Auswirkungen der Technologie oder Nachteile im weltweiten Wettbewerb.

„Inwieweit ist das derzeitige Geschäfts-/Betriebsmodell Ihres Unternehmens durch die weit verbreitete Einführung von generativen KI-Tools/Anwendungen bedroht?“(Bild:  Deloitte)
„Inwieweit ist das derzeitige Geschäfts-/Betriebsmodell Ihres Unternehmens durch die weit verbreitete Einführung von generativen KI-Tools/Anwendungen bedroht?“
(Bild: Deloitte)

Für die vierteljährlich erscheinende Studie „State of Generative AI in the Enterprise“ hat das Deloitte AI Instutite weltweit mehr als 2.800 Business Leader befragt, darunter auch 150 Führungskräfte in Deutschland. Ihre aktuelle Ausgabe zeigt, dass die deutsche Wirtschaft noch immer nicht ausreichend auf den Wandel vorbereitet ist, den Generative KI (GenAI) für Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze bringt. Zudem werden die Auswirkungen auf das eigene Geschäft als vergleichsweise gering betrachtet.

Laut der Studie fühlt sich nur ein Viertel aller Firmen- und Bereichsleiter strategisch gut auf die GenAI-Einführung in ihrem Unternehmen vorbereitet. In Bezug auf Risiko- und Unternehmenssteuerung („Risk & Governance“) sind es sogar nur 18 Prozent, während dieser Anteil im weltweiten Vergleich bei 25 Prozent liegt. Zudem bewerten die deutschen Teilnehmer die Bedrohung für ihr Geschäftsmodell so niedrig wie in keinem der anderen 16 Länder. Die Hälfte der hiesigen Befragten sieht kein oder nur ein geringes Risiko auf ihr Geschäft zukommen, während dieser Anteil mit 35 Prozent im weltweiten Durchschnitt auf mehr Umsicht hindeutet.

Fehlendes Personal bleibt größtes Problem

Der Studie zufolge bereitet das Fehlen geeigneter KI-Fachkräfte den Studienteilnehmern am meisten Sorgen. 41 Prozent der deutschen Unternehmen äußerten sich entsprechend, weltweit sind es 36 Prozent. Umso wichtiger sind Schulungen und Weiterbildungen zum Thema KI für die vorhandenen Mitarbeiter. Doch nur 30 Prozent der deutschen Firmen messen diesem Bereich hohe Priorität bei, während es im weltweiten Vergleich 40 Prozent sind.

„Die meisten Firmenlenker in Deutschland haben die Zeichen der Zeit erkannt und versuchen, sich auf das KI-Zeitalter vorzubereiten“, erklärt Dr. Björn Bringmann, Leiter des Deloitte AI Institutes. Dennoch würden sie die Auswirkungen von GenAI auf ihr Business immer noch unterschätzen. Zugleich sei die Rat- und Tatlosigkeit bei der Nachwuchskräftefrage in Deutschland besonders ausgeprägt. „Das stimmt bedenklich. Die Zurückhaltung könnte sich für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als riskant erweisen. Denn ob man vorbereitet ist oder nicht: GenAI wird die Wirtschaft umwälzen, daran besteht kein Zweifel“, warnt der Experte.

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