Warnung vor KI als Jobkiller Fahimi: Mit KI Geschäftsmodelle verbessern statt Stellen streichen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) dürfe nicht zum Vorwand für Stellenabbau werden, mahnt DGB-Chefin Yasmin Fahimi. Die Technologie solle Prozesse verbessern – nicht Menschen ersetzen. Auch SAP-Betriebsrat Andreas Hahn warnt: Wer Personal reduziert, verliert im Wettbewerb. Nur mit Belegschaft und KI lasse sich mehr erreichen.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor einem rein kostengetriebenen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Statt Personal abzubauen, sollten Unternehmen die Technologie nutzen, um Geschäftsmodelle zu modernisieren.(Bild:  DGB/Benno Kraehahn)
DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnt vor einem rein kostengetriebenen Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Statt Personal abzubauen, sollten Unternehmen die Technologie nutzen, um Geschäftsmodelle zu modernisieren.
(Bild: DGB/Benno Kraehahn)

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Yasmin Fahimi, hat Unternehmen davor gewarnt, beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem auf Stellenabbau zu zielen. Es dürfte nicht darum gehen, die Personalkosten zu senken, sondern vielmehr darum, „Geschäftsmodelle innovativer zu machen“, sagte Fahimi dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Umfragen zeigten allerdings, dass Firmen davon ausgingen, durch KI künftig in größerem Umfang Stellen abbauen zu können, meinte Fahimi. „Das sind schon gravierende Befunde.“ Sie setze sich stattdessen eher dafür ein, „dass wir KI nutzen können, um Arbeit aufzuwerten und Lücken zu füllen, die wegen des Fachkräftemangels entstehen“. Deswegen sei „die klare Ansage des DGB: Ja, wir brauchen KI und wir wollen KI auch - nur muss das gemeinsam mit den Beschäftigten organisiert werden“.

Betriebsrat: Die Konkurrenz schläft nicht

Der europäische Betriebsratschef des Softwarekonzerns SAP, Andreas Hahn, warnte in dem Magazin, wer als Unternehmen den Plan verfolge, künftig mit weniger Ressourcen dasselbe liefern zu wollen, könne schnell von den Wettbewerbern überholt werden. Sie seien mit einer unverändert großen Belegschaft plus KI nämlich eher in der Lage, „mehr und bessere Produkte in kürzerer Taktung zu liefern“. Er rechne daher bei Software-Entwicklern auch nicht mit einem größeren Stellenabbau.

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