Daten-Streaming ist inzwischen für viele Bereiche eine Standard-Applikation. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Streaming-Spezialisten Confluent.
Wie wirkt sich sich die Nutzung von Daten-Streaming auf Unternehmen aus? Dieser Frage sind Confluent und der Marktforscher Freeform Dynamics in einer Studie nachgegangen.
(Bild: pingingz - stock.adobe.com)
Eine aktuelle Studie fokussiert die Frage, wie sich die Nutzung von Daten-Streaming auf Unternehmen auswirkt. Dabei wurde der Einsatzgrad von Daten-Streaming-Projekten ins Verhältnis zum Geschäftserfolg gesetzt. Außerdem ging es um aktuelle Trends bei Anwendungen der Daten-Streaming-Technologie. Die Angaben der Anwender zu verwendeten Systemen, Projekten, Sicherheit, Governance und Wiederverwendung von Datenströmen etc. wurden genutzt, um sie auf einer „Reifekurve“ für Datenstreaming zu verorten.
Urheber der Studie sind Confluent und der Marktforscher Freeform Dynamics. An der Untersuchung beteiligten sich 2.250 IT- und Engineering-Fachkräfte aus den USA (26 Prozent), Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Indien, Australien (je 13 Prozent) und Singapur (7 Prozent). Vertreten waren Unternehmen ab 500 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus vielen unterschiedlichen Branchen. Überproportional vertreten waren Technologie (26 %), Finanzwesen (15 %) und verarbeitendes Gewerbe (11 %).
Reifekurve – die Mehrheit liegt in der Mitte
Die fünfstufige Streaming-Reifekurve beginnt mit Evaluierung und kleineren Use Cases als Einstieg (Level 1, 7 Prozent). Level 2, wo 20 Prozent der Umfrageteilnehmer einsortiert wurden, umfasst die Identifikation und Implementierung von Projekten für nicht unternehmenskritische Anwendungen. Auf Level 3 (63 Prozent) wird Daten-Streaming im laufenden Betrieb für einzelne kritische Systeme und Daten in getrennten Team-Silos verwendet.
Relativ hohe Streaming-Expertise braucht man für Level 4 (8 Prozent). Hier arbeiten mehrere kritische Systeme mit Daten-Streaming, verwenden Daten wieder und integrieren sie über Geschäftsbereiche hinweg. Außerdem wird ein unternehmensweites Betriebsmodell eingeführt.
Nur eines von hundert Unternehmen erreicht Level 5. Hier wird Daten-Streaming zusätzlich zu allen Verwendungen der Ebene 4 als Technologie betrachtet, die strategische Initiativen ermöglicht. Datenströme werden wie ein Datenprodukt verwaltet.
Daten-Streaming steigert ROI
Zu den zentralen Erkenntnissen der Confluent-Studie gehört, dass Daten-Streaming die IT- und Unternehmenseffizienz sowie den ROI steigert. Außerdem verbessert die Technologie das Kundenerlebnis: 64 Prozent der Unternehmen, die Level 2 erreichen, gaben einen verdoppelten bis verfünffachten ROI an. Bei Unternehmen, die Level 3 erreichen, war das sogar bei 78 Prozent der Fall. Bei den in Level 4 eingruppierten Unternehmen konnten 63 Prozent den ROI verfünf- bis verzehnfachen. Bei mehr als 60 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmern stieg der ROI mit Daten-Streaming auf das Zwei- bis Fünffache.
Bei den Branchen sticht besonders die Finanzbranche hervor. 53 Prozent der befragten Firmen verzeichneten einen fünf- bis zehnfachen ROI. Ebenfalls große ROI-Steigerungen verzeichnen Technologie, Bau und die Logistikbranche.
Mit der Einsatzbreite steigen die Erträge
Dabei korreliert die Einsatzbreite mit den höheren Erträgen: Auf Level 4 setzten 49 Prozent der Unternehmen in fünf bis sieben Unternehmensbereichen ein. Bei den Unternehmen auf Level 2 waren es nur 25 Prozent. Insgesamt haben 86 Prozent der Befragten mehr als fünf und 57 Prozent mehr als zehn Projekte.
Wenn Unternehmen in IT investieren, ist Daten-Streaming für 89 Prozent ein wichtiges Investitionsziel. 44 Prozent bezeichnen die Technologie als eine der wichtigsten strategischen Prioritäten. Eine besonders hohe Priorität genießt Daten-Streaming in der Finanzindustrie, der Tech-Branche und dem Baugewerbe: 90 Prozent oder mehr sehen sie hier als wichtig an. Wer mehr Geld in die Technologie steckt, hat meist auch die anspruchsvolleren Implementierungen.
Auch für kritische Anwendungen geeignet
Hinsichtlich der Anwendungen wird das Spektrum breiter. So gaben 44 Prozent an, dass Daten-Streaming zur Steigerung der Cybersicherheit eingesetzt wird. 43 Prozent nutzen es für ein effektiveres IT-Monitoring und -Management. 36 Prozent sorgen damit für ein vielfältigeres Kundenerlebnis, weitere 36 Prozent für datengetriebene Entscheidungen. Oft kommen in einem Unternehmen mehrere dieser Anwendungsszenarien vor.
Kritische Anwendungen sind fürs Daten-Streaming kein Tabu mehr. 72 Prozent der Befragten nutzen die Technologie für solche Applikationen, 60 Prozent gibt an, dass fünf oder mehr kritische Systeme auf die Technologie angewiesen sind. Von den deutschen Umfrageteilnehmern sagten 30 Prozent, sie arbeiteten bei 20 oder mehr geschäftskritischen Systemen mit Daten-Streaming.
Stand: 08.12.2025
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Bessere Kostenkontrolle
Auch beim Thema Kostenkontrolle kann Daten-Streaming helfen. Es sorgt für mehr Überblick bezüglich der Ausgaben und steigert die Gesamteffizienz der Firmen. Letzteres bestätigen 76 Prozent der befragten IT-Führungskräfte. 73 Prozent meinen, dass Daten-Streaming die Profitabilität von Produkten oder Dienstleistungen gesteigert habe.
Die Flexibilität wächst. 75 Prozent der Unternehmen sagen, die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens habe sich gesteigert. 74 Prozent verwiesen auf verbesserte Kundenerlebnisse und 73 Prozent nannten schnellere betriebliche Entscheidungen.
Systemdesign – das Management redet mit
Beim Design der Systeme will das Management mitgestalten: bei 81 Prozent der Befragten spielt hier das leitende IT-Management eine wichtige Rolle. 77 Prozent nennen technische Führungskräfte als wichtigste Gestalter.
Hinsichtlich der Infrastruktur ziehen 35 Prozent der Befragten einen vollständig verwalteten Cloud-Service vor – wahrscheinlich, weil ihnen die Komplexität und der Aufwand der Infrastruktur-Verwaltung zu viel sind. Mehr Kunden ziehen derzeit zumindest für bestimmte Anwendungen Open-Source Software mit Unterstützung eines Anbieters vor (42 Prozent) oder setzen auf proprietäre Software, ebenfalls mit Support (41 Prozent)
Organisatorische Hindernisse
Allerdings gibt es durchaus Hindernisse, vor allem organisatorische: 74 Prozent der befragten IT-Führungskräfte – auch der deutschen – führen zersplitterte Projekte, unkoordinierte Teams und Budgets als wichtigste Hindernisse an. Sie zeigen sich, wenn die Technologie auf mehr Teams und Anwendungen ausgedehnt wird. 72 Prozent monieren fehlendes Fachwissen, uneinheitliche Integrationsmethoden und -standards sowie Einschränkungen durch Legacy-Systemen.
Dazu kommt ein fehlendes Bewusstsein der Möglichkeiten, die die Technologie schafft (66 Prozent). Auch eine fehlende strategische Ausrichtung (61 Prozent) wirkt hemmend auf die Nutzeffekte.
Sensibilisierung nötig
Um noch mehr aus der Technologie herausholen zu können, ist vor allem eine Sensibilisierung für den Wert der Technologie erforderlich. Weiter muss sie stärker integriert und wiederverwendet werden. Dazu brauchen Streaming-Aktivitäten mehr Sichtbarkeit, Governance und besser Compliance-Maßnahmen. Außerdem ist eine stärkere Standardisierung nötig. All dies meinen 90 Prozent oder mehr der Befragten.
Anzeichen dafür, dass die Bedeutung von Streaming wächst, sind eine forcierte Umstellung von Batch- auf Echtzeitverarbeitung, der Versuch, Wissenslücken zu schließen und die Skalierung bestehender Streaming-Plattformen.