Datenvisualisierungen Daten abfragen und Dashboards erstellen mit Redash

Von Thomas Joos

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Mit Redash können verschiedene Datenquellen angebunden und über Dashboards visualisiert werden. Es können parallel auch mehrere Datenquellen zusammengefasst werden. Der Betrieb der Lösung ist auch mit Docker möglich.

Mit Redash lassen sich Daten aus verschiedenen Datenquellen auslesen, um sie dann zu visualisieren.
Mit Redash lassen sich Daten aus verschiedenen Datenquellen auslesen, um sie dann zu visualisieren.
(Bild: © Andrey Popov - stock.adobe.com)

Redash hilft dabei, Daten aus verschiedenen Datenquellen auszulesen und anschließend zu visualisieren. Die Einrichtung des Systems ist mit Docker relativ einfach möglich. Mit Redash können auch umfangreichere Datenmengen abgerufen und visualisiert werden. Daher unterstützen auch AWS und Microsoft Azure Redash in verschiedenen Bereichen zur Visualisierung der in der Cloud gespeicherten Dateien.

Um zum Beispiel Daten aus dem Azure Data Explorer mit Redash zu visualisieren, kann die Verbindung zwischen den Systemen im Azure-Portal konfiguriert werden. Wie das geht, zeigt Microsoft auf der Seite „Visualisieren von Daten aus Azure Data Explorer in Redash“. Auch in der Google Cloud kann Redash bereitgestellt werden. Die verschiedenen Datenquellen, die Redash unterstützt sind auf der GitHub-Seite des Projektes aufgelistet.

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Nach der Einrichtung von Dashboard kann die Lösung als Zentrale für die Visualisierung von Daten aus verschiedenen Quellen genutzt werden. Hier ist es auch möglich, mit einer Benutzersteuerung und auch über Gruppen verschiedene Benutzer im System einzubinden.

Redash installieren und testen

Der schnellste Weg, um Redash zu installieren, ist über Docker. Die Einrichtung dazu beschreiben die Entwickler auf der Webseite „Docker Based Developer Installation Guide“. Das Docker-Image für Redash steht über den Befehl docker pull redash/redash zur Verfügung. Die Verwaltung von Redash erfolgt über eine Weboberfläche. Diese zeigt nach der Installation die verschiedenen Möglichkeiten an, um Daten mit Redash zu visualisieren.

Neue Datenquellen an Redash über die Weboberfläche anbinden

Mit der Weboberfläche ist es möglich, schnell und einfach nach dem Anklicken von „Connect a Data Source“ über den Menüpunkt „Data Sources“ die verschiedenen Quellen anzubinden. Wir zeigen nachfolgend, in welcher Reihenfolge die Anbindung von Datenquellen zur Visualisierung erfolgen sollte.

Auf der Seite „Data Sources“ können mit „New Data Source“ zusätzliche Quellen angebunden werden. Nach dem Aufrufen dieser Option zeigt Redash die zahlreichen Datenquellen an, die sich anbinden lassen. Zunächst wird die jeweilige Datenquelle ausgewählt.

Anschließend werden im Fenster die spezifischen Verbindungsdaten zur Datenquelle konfiguriert. Auf diesem Weg lassen sich zum Beispiel auch Datenbanken auf Basis von MySQL, MongoDB oder PostgreSQL anbinden. Auch komplette Data Lakes können mit Redash verbunden werden. Wichtig ist, dass der verwendete Port in den Firewalls zwischen den Systemen freigeschaltet wird. Generell ist es auch sinnvoll, dass Redash ein eigenes Benutzerkonto für die Datenquelle bekommt. Das Benutzerkonto kann bei der Anbindung der Datenquelle genutzt werden. Mit „Test Connection“ lässt sich die Anbindung an die jeweilige Datenbank testen, mit „Save“ wird die Datenquelle in Redash hinterlegt. Auf diesem Weg können nahezu beliebige, verschiedene Datenquellen an Redash angebunden werden.

Abfragen auf angebundenen Datenquellen ausführen

Sobald eine Datenquelle an Redash angebunden ist, können aus Redash heraus Abfragen erstellt werden. Dazu wird der Menüpunkt „Create\New Query“ verwendet. Mit dem Redash-Icon in der Menüleiste kann zur Startseite der Redash-Weboberfläche gewechselt werden. Hier steht auch noch der Menüpunkt „Create your first Query“ zur Verfügung, wenn noch keine Abfragen erstellt wurden.

Beim Erstellen einer neuen Abfrage ist es sinnvoll durch Anklicken von „New Query“ oben links der Abfrage einen neuen Namen zu geben, der klarmacht, welche Daten die Abfrage erhalten soll. Mit dem Icon „Format Query“ passt die Oberfläche die geschriebene Abfrage an die Formatierung von Redash an, sodass diese übersichtlicher wird. Geschrieben werden die Abfragen in der jeweiligen Syntax der angebundenen Datenquelle. Mit „Execute“ kann die Abfrage auf die Datenquelle direkt in Redash zunächst getestet werden. Wenn die Abfrage korrekt ist, kann sie mit „Save“ gespeichert werden.

Anschließend können im Fenster über eine neue Abfrage Daten abgerufen werden. Funktioniert die Abfrage, kann in Redash ein Zeitintervall festgelegt werden, in dem das Tool die Daten immer wieder aus der Datenquelle abruft. Abfragen stehen erst dann im System zur Verfügung, wenn über „Publish“ die Abfrage im System hinterlegt wird.

Visualisierungen und Dashboards mit Redash erstellen

Nach dem Anbinden von Datenquellen und dem Erstellen von Abfragen, mit denen Daten aus dem System ausgelesen werden können, ist es mit „New Visualization“ innerhalb der Abfrage möglich, die abgerufenen Daten zu visualisieren. Dadurch können aus den angebundenen Datenquellen in kurzer Zeit aktuelle Daten abgerufen und anschließend auch gleich visualisiert werden.

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Welche Visualisierung zum Einsatz kommen sollen, hängt von den Anforderungen ab. Hier lassen sich in der Weboberfläche zahlreiche Einstellungen vornehmen, die Redash im Fenster auch gleich anzeigt. Sind die Daten erst einmal in Redash verfügbar, können verschiedene Arten von Visualisierungen erstellt werden. Eine Visualisierung ist erst dann verfügbar, wenn sie gespeichert wird.

Visualisierungen werden wiederum mit Dashboards veröffentlicht. Sobald eine Visualisierung zur Verfügung steht, kann mit „New Dashboard“ ein neues Dashboard erstellt werden. Der Menüpunkt steht auch wieder auf der Hauptseite von Redash zur Verfügung. Ein Dashboard kann aus Textbausteinen und aus Widgets bestehen. Über die Widgets können wiederum die vorhandenen Abfragen und Visualisierungen ausgewählt werden, die anschließend im Dashboard zur Verfügung stehen. Es ist an dieser Stelle auch möglich, mehrere Widgets und damit auch mehrere Visualisierungen in einem Dashboard zu veröffentlichen. Diese Visualisierungen nutzen wiederum die Abfragen auf die jeweilig verknüpfte Datenquelle im Hintergrund. Wenn die Oberfläche so angepasst ist, wie gewünscht, kann auch das Dashboard mit „Publish“ veröffentlicht werden. Anschließend kann das Dashboard auch geteilt werden. Dazu erstellt Redash einen Link, den die berechtigten Anwender aufrufen können. Der beste Weg für das gemeinsame Arbeiten an Dashboards ist aber das Einladen weiterer Benutzer zu Redash, sodass diese das Dashboard direkt über die Webseite der Redash-Lösung aufrufen können.

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