Unternehmen sollen Daten nicht nur sammeln Crate.io fordert: IoT aktiv und intelligent nutzen

Von Martin Hensel

Crato.io, Entwickler des Open-Source-Data-Hubs CrateDB, fordert Unternehmen auf, Daten nicht einfach nur zu sammeln. Stattdessen sollen sie das Internet der Dinge (IoT) aktiv und intelligent nutzen.

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Crate.io-Gründer und Vorstand Christian Lutz
Crate.io-Gründer und Vorstand Christian Lutz
(Bild: Crate.io)

In Unternehmen ist IoT längst ein fester Bestandteil des Technologiestacks. Immer mehr Firmen investieren in diesen Bereich – laut den Marktforschern von IDC haben bereits über die Hälfte (51 Prozent) aller Unternehmen in der DACH-Region entsprechende Projekte umgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der IoT-Projekte an sich nahm ebenfalls zu, vor allem angetrieben von großen Unternehmen. Laut IDC versprechen sich die Firmen von IoT-Projekten vor allem höhere Produktivität, effektive Kostensenkungen und steigende Umsätze.

Datensammler nehmen zu

„Das IoT kann für viele Unternehmensleiter auch ein abschreckendes Konzept sein. Das Schlagwort, das Visionen von Roboter-Baristas und -Drohnen, die Pakete ausliefern, hervorruft, ist so ein Aspekt. Klar ist, dass jedes vernetzte Gerät Daten sammelt, die für verschiedene Zwecke genutzt werden können“, erklärt Crate.io-Vorstand Christian Lutz. Als Beispiel nennt er eine Straßenlaterne, in der man normalerweise nur einen Umgebungslichtsensor vermuten würde. „Die Daten, die heute bereits aus Straßenleuchten gewonnen werden können, zeigen jedoch in der Smart City an, wann die Straßen am stärksten befahren sind, welche Parkplätze frei sind, wie das Wetter ist und welche Wege Fußgänger in bestimmten Gegenden nehmen“, so Lutz.

Diese Art der Datenerfassung werden künftig immer mehr Unternehmen nutzen. Laut Statista werden bis zum Jahr 2025 mehr als 75 Milliarden internetfähige und datensammelnde Geräte installiert sein. Ohne KI und Echtzeitanalyse sind diese Mengen an Daten aber nicht vollständig nutzbar. „Unternehmen werden neue globale Data-Hub-Strategien speziell für Sensordaten und andere automatisch generierte Maschinendaten entwickeln müssen“, meint Lutz. Die 5G-Technik treibe die Zunahme von Geräten am Netzwerk-Edge zusätzlich an. Sie können grundlegende Analysen durchführen und damit sofortige Erkenntnisse bereitstellen, was einer Verlagerung von der Cloud ans Edge entspricht.

Datenrevolution in den Kinderschuhen

Der Markt ist dementsprechend groß. Crate.io sieht hier viele Spezialisierungsmöglichkeiten für Anbieter. So gebe es bereits viele Analyseanbieter, die Unternehmen Daten für Planung künftiger Zweigstellen zur Verfügung stellen. Dennoch seien immer noch Lücken in unterversorgten Märkten vorhanden.

„Tatsache ist, dass die Datenrevolution gerade erst begonnen hat und die damit verbundenen Chancen erst am Anfang stehen. Dadurch entsteht ein völlig neuer Markt, von dem innovative Unternehmen profitieren können“, fasst Christian Lutz zusammen. „Die Unternehmen, die daran teilhaben wollen, müssen jetzt damit beginnen, den Wandel anzunehmen. Im Gegenzug werden sie neue Möglichkeiten und eine neue Wachstumsphase erleben“, ergänzt er.

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