Erweiterungen für Confluent Cloud Confluent – neue Entwickler-Tools und Schutzfunktionen für Apache Flink

Von Bernhard Lück 4 min Lesedauer

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Die Confluent Cloud wird erweitert: Der Table-API-Support für Apache Flink mache es einfacher, Streaming-Anwendungen mit Java oder Python zu erstellen, zudem sollen private Netzwerk- und Verschlüsselungsfunktionen Datenströme für Unternehmen in stark regulierten Branchen sichern.

Programmierschnittstellen in Confluent Cloud für Apache Flink erlauben das Schreiben von Code in Java, Python oder SQL.(Bild:  Confluent)
Programmierschnittstellen in Confluent Cloud für Apache Flink erlauben das Schreiben von Code in Java, Python oder SQL.
(Bild: Confluent)

Confluent führt neue Funktionen für Confluent Cloud ein, um Stream Processing und Daten-Streaming zugänglicher und sicherer zu machen. Der neue Support von für Table API stelle Apache Flink für Java- und Python-Entwickler bereit, Confluent Private Networking für Flink biete Schutz auf Enterprise-Level für sensible Daten, die Confluent-Erweiterung für Visual Studio Code könne die Entwicklung von Echtzeit-Anwendungsfällen beschleunigen und Client-Side-Verschlüsselung auf Field-Level den Schutz sensibler Daten erhöhen.

„Die wahre Stärke von Apache Flink für Stream Processing besteht darin, dass Entwickler Anwendungen erstellen können, die Echtzeitdaten sofort analysieren und darauf reagieren. Das verbessert die Reaktionsfähigkeit und das Benutzererlebnis erheblich“, sagt Stewart Bond, Research Vice President bei IDC. „Verwaltete Apache-Flink-Lösungen können die Komplexität der Infrastrukturverwaltung eliminieren und gleichzeitig Zeit und Ressourcen sparen. Unternehmen benötigen eine Flink-Lösung, die sich nahtlos in die Tools, Programmiersprachen und Datenformate integrieren lässt, die sie bereits verwenden. Das erleichtert die Implementierung in die Arbeitsabläufe des Unternehmens.“

Table-API-Support für Apache Flink

Confluent Cloud für Apache Flink beinhalte die SQL-API. Flink SQL sei für das schnelle Schreiben und Ausführen von Abfragen geeignet. Durch das Einbinden des Supports für die Table API in Confluent Cloud für Apache Flink könnten Entwickler ihre Streaming-Anwendungen nun auch mit Java oder Python entwickeln. Der Support für die Table API ermögliche es Unternehmen:

  • Die Flexibilität der Programmiersprache zu verbessern, indem Entwickler ihre bevorzugten Programmiersprachen verwenden und die Vorteile sprachspezifischer Funktionen und benutzerdefinierter Operationen nutzen können.
  • Den Codierungsprozess zu optimieren, indem Kunden die integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) ihrer Wahl nutzen. IDE biete Funktionen zur automatischen Vervollständigung, Refactoring-Tools und Compile-Time-Checks, um eine höhere Codequalität zu gewährleisten und Laufzeitprobleme zu minimieren.
  • Das Debugging zu vereinfachen durch einen iterativen Ansatz für die Datenverarbeitung und optimierte CI/CD-Integration.

Der Support für die Table-API sei in einer Open-Preview verfügbar und stehe für Testzwecke zur Verfügung. Die allgemeine Verfügbarkeit soll in Kürze erfolgen.

Private-Networking-Support für Flink

Mit dem Private-Networking-Support für Flink biete Confluent Cloud nun eine entscheidende Sicherheitsebene für Unternehmen, die Daten innerhalb strenger gesetzlicher Rahmenbedingungen verarbeiten müssen. Durch die Aktivierung privater Netzwerke für Flink könnten Confluent-User:

  • Datensicherheit und Datenschutz zwischen Flink und Kafka erhöhen, indem Daten während der Übertragung geschützt werden und sichere Verbindungen zwischen Clients und Flink innerhalb eines privaten Netzwerks gewährleistet sind.
  • Die sichere Netzwerkkonfiguration vereinfachen, indem private Verbindungen eingerichtet werden, ohne dass umfangreiche Netzwerkkenntnisse erforderlich sind.
  • Flexibles und sicheres Stream Processing erleichtern, indem Daten über verschiedene Kafka-Cluster hinweg nahtlos zusammengeführt und verarbeitet werden. Dabei werde die Zugänglichkeit der Daten unter Einhaltung strenger Sicherheitsprotokolle gewährleistet.

Die Unterstützung privater Netzwerke sei auf AWS für Enterprise- und Dedicated-Cluster allgemein verfügbar. Weitere Cloud-Plattformen sollen in Kürze folgen.

Confluent-Erweiterung für Visual Studio Code

Teams, die mit Echtzeitdaten-Plattformen wie Apache Kafka arbeiten, haben oft mit fragmentierten Tools, umständlichen Arbeitsabläufen und dem ständigen Wechsel zwischen Umgebungen und anderen Schnittstellen zu kämpfen, sagt Confluent. Diese uneinheitliche Erfahrung erschwere die Integration von Echtzeitdaten in Anwendungen und verlangsame Produktivität und Innovation. Die Confluent-Erweiterung für Visual Studio Code (VS Code) ermögliche es Teams:

  • Die Topics-Verwaltung zu rationalisieren, um Kafka-Topics mit intuitiven Tools, die das Debugging vereinfachen und die Effizienz steigern, einfach zu erstellen, zu bearbeiten und zu durchsuchen.
  • An einem Ort zu codieren und debuggen, indem Kafka-Clients, Flink-Abfragen und Streaming-Anwendungen mit erweiterten Produktivitätsfunktionen wie Codevervollständigung direkt in VS Code geschrieben, ausgeführt und debuggt werden.
  • Cloud-Ressourcen nahtlos zu verwalten, um Confluent Cloud Cluster innerhalb von VS Code bereitzustellen und zu steuern, was die Komplexität reduzieren und den Cloud-Betrieb rationalisieren könne.

Die Confluent-Erweiterung für Visual Studio Code unterstützt Kafka-Clients und sei im Early Access verfügbar. Neue Flink-Funktionen und die allgemeine Verfügbarkeit seien noch für dieses Jahr geplant.

Client-Side-Verschlüsselung auf Field-Level

Datensicherheit und Datenschutz haben für Unternehmen in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und dem öffentlichen Sektor höchste Priorität. Diese Organisationen unterliegen Compliance-Vorschriften, die bestimmen, wie auf sensible Daten wie persönlich identifizierbare Informationen (PII) zugegriffen werden kann und wie sie verschoben und gespeichert werden können. Teams können mit Client-Side-Verschlüsselung auf Field-Level:

  • Die Sicherheit sensibler Daten verbessern und strenge Compliance-Anforderungen einhalten.
  • Flexible und granulare Zugriffskontrolle darüber erhalten, welche spezifischen Felder verschlüsselt werden sollen.
  • Gesamtbetriebskosten und betriebliche Komplexität reduzieren, da weniger Topics doppelt bearbeitet werden müssen.

Die Client-Side-Verschlüsselung auf Field-Level sei derzeit in begrenztem Umfang verfügbar und werde voraussichtlich in Kürze für alle Confluent Cloud-Benutzer über die Stream Governance Suite des Unternehmens allgemein verfügbar sein.

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