NTT Data legt Studie zur GenAI-Einführung vor CISOs bremsen, CEOs beschleunigen – GenAI spaltet die Chefetagen

Von Berk Kutsal 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Während CEOs GenAI als Innovationsmotor feiern, schlagen Sicherheitschefs Alarm: Eine neue Studie von NTT Data zeigt, dass es in vielen Unternehmen an Governance, Infrastruktur und klarer Abstimmung fehlt. Die operative Realität hinkt der strategischen Vision weit hinterher.

Christian Koch, Senior Vice President of Cybersecurity, Innovations & Business Development bei NTT DATA DACH, warnt vor einer Führungslücke bei der Einführung von GenAI. Während CEOs investieren, mahnen CISOs Governance und Sicherheit an.(Bild:  NTT Data DACH)
Christian Koch, Senior Vice President of Cybersecurity, Innovations & Business Development bei NTT DATA DACH, warnt vor einer Führungslücke bei der Einführung von GenAI. Während CEOs investieren, mahnen CISOs Governance und Sicherheit an.
(Bild: NTT Data DACH)

GenAI polarisiert – nicht zwischen Konzernen, sondern innerhalb ihrer Führungskräfte. Laut einer Umfrage* von NTT Data unter 1.500 C-Level-Führungskräften aus 34 Ländern zieht sich ein tiefer Graben durch die Chefetagen: Während CEOs entschlossen in GenAI investieren, warnen CISOs vor Sicherheitslücken, Kompetenzdefiziten und fehlender strategischer Einbettung.

Besonders deutlich wird das Missverhältnis bei der Governance: 45 Prozent der Chief Information Security Officers (CISOs) äußern sich kritisch zur Einführung generativer KI. Mehr als die Hälfte moniert fehlende interne Richtlinien. Dem gegenüber stehen 67 Prozent der CEOs, die GenAI sogar in erheblichem Umfang vorantreiben wollen. Strategischer Rückenwind trifft auf operative Gegenwinde.

Cybersicherheit: Ja, aber bitte mit Plan

Zwar erkennen 81 Prozent der CISOs mit kritischer Grundhaltung die Effizienzvorteile durch GenAI an – doch sie fordern belastbare Rahmenbedingungen. Denn nur 38 Prozent sehen eine Abstimmung ihrer Cybersicherheitsstrategie mit der KI-Roadmap. Besonders besorgniserregend: Drei Viertel der Unternehmen haben keine formale Nutzungsrichtlinie für GenAI, 88 Prozent kämpfen mit veralteter Infrastruktur.

Kurz: Die Sicherheitsverantwortlichen stehen auf dem Gaspedal – doch die Straße ist voller Schlaglöcher. Ohne moderne Infrastruktur, klare Governance und abgestimmte Sicherheitsarchitekturen drohe GenAI zum Risiko statt zum Wachstumstreiber zu werden.

Co-Innovation statt Silostrategie

Ein Hoffnungsschimmer: Die Mehrheit der CISOs setzt auf Co-Innovation mit IT-Partnern, um GenAI sicherer zu machen. Gefragt sind End-to-End-Angebote, die technische Innovation mit strategischer Resilienz verbinden. Genau hier setzt NTT DATA an – mit einem Appell an integrierte Ansätze, bei denen Security nicht nachgeschaltet, sondern von Anfang an mitgedacht wird.

„GenAI lässt sich nur dann effizient und sicher skalieren, wenn Sicherheitsarchitekturen und Governance-Strukturen entsprechend mitwachsen. Die größte Herausforderung liegt dabei nicht in der Technologie selbst, sondern in der fehlenden Anwendung von Standards und Regeln. CISOs müssen deshalb frühzeitig Leitplanken definieren, um Risiken nicht zu verschieben, sondern proaktiv zu kontrollieren. Gleichzeitig sollten den KI-Projekten auch Luft zum Atmen und Raum für Innovationen gelassen werden. Ziehen Geschäftsführung, IT und Security an einem Strang, lässt sich GenAI nicht nur verantwortungsvoll, sondern auch mit maximalem Mehrwert für die eigene Innovationsdynamik einsetzen“, sagt Christian Koch, Senior Vice President of Cybersecurity, Innovations & Business Development bei NTT Data DACH.

* Methodik: Der Bericht basiert auf den Einschätzungen von 2.300 hochrangigen Entscheidungsträgern im Bereich GenAI aus 34 Ländern. 68 % der Befragten gehören der C-Ebene an – darunter CEOs, CISOs, CIOs, CTOs, CDOs, COOs, CCOs, CFOs, CHROs und CSEs. 27 % haben Positionen auf Vice-President-, Head- oder Director-Ebene inne, 5 % sind leitende Manager oder Spezialisten. Die Erhebung wurde im Auftrag von NTT Data unabhängig von Jigsaw Research, einer global tätigen Strategieberatung für Marktforschung, durchgeführt.

(ID:50459244)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu Big Data, Analytics & AI

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung