UZE Mobility erprobt ISO-basiertes Messverfahren Big Data sorgt für sauberen Straßenverkehr

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Das Start-up UZE Mobility hat gemeinsam mit T-Systems die straßen- und uhrzeitgenaue Messung des CO2-Ausstoßes des Straßenverkehrs erfolgreich getestet. Dabei kam ein neuartiges Verfahren auf Basis eines ISO-Standards zum Einsatz.

Mehr als nur Werbung: In den Dachschildern von UZE Mobility verbergen sich GPS-Sensoren, die wiederum die Datengrundlage für die Berechnung der CO2-Emissionen liefern.(Bild:  UZE Mobility)
Mehr als nur Werbung: In den Dachschildern von UZE Mobility verbergen sich GPS-Sensoren, die wiederum die Datengrundlage für die Berechnung der CO2-Emissionen liefern.
(Bild: UZE Mobility)

UZE Mobility ist auf den Bereich Mobile Data spezialisiert und hat nun gemeinsam mit T-Systems einen erfolgreichen Feldversuch in Hamburg durchgeführt. Bislang gibt es kein weltweit einheitliches, straßengenaues Messverfahren der CO2-Emissionen in Echtzeit. Das soll sich nun ändern: Verkehrsmanager sollen künftig die Quellen von CO2-Emissionen exakt identifizieren und so Maßnahmen zur Reduzierung von Abgasen ergreifen können.

Sensorpaket an Bord

Der Testlauf fand im Rahmen verschiedener Projekte für intelligente Verkehrssysteme (ITS) statt. Sie sollen die Mobilität der Zukunft umweltschonender, effizienter, sicherer und komfortabler gestalten. UZE hat für den Feldversuch Taxen mit einer digitalen, selbstleuchtenden Dachwerbung ausgestattet. Sie erfasst zudem die GPS-Daten der Fahrzeuge über integrierte Sensoren. Diese Informationen werden in vollständig anonymisierter Form von UZE genutzt, um geografisch genau Werbung anhand vorgegebener Uhrzeiten, Gebiete oder der Wetterlage auszuspielen.

Die GPS-Daten aus dem aktuellen Verkehr wurden dann über den UZE-Datenmarktplatz per 5G an den „Low Carbon Mobility Management“-Server (LCMM) von T-Systems übermittelt. Er erkennt mittels eines speziellen Algorithmus sowohl Verkehrsdichte als auch mögliche Behinderungen. Über hinterlegte Fahrzeugklassen kann der LCMM-Algorithmus zudem den Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß des Verkehrs geografisch exakt und in Echtzeit errechnen und entsprechende Emissionsmuster abbilden. Städte können anhand dieser Daten die Ursachen für schlechte Luftqualität ermitteln und zum Beispiel für Abhilfe sorgen. Das Verfahren an sich ist nach ISO 23795-1 weltweit standardisiert und kommt im LCMM-Server erstmals komplett implementiert zum Einsatz.

„Die nötigen Maßnahmen zur Emissionsreduktion – speziell in Ballungszentren – sind nur dann effizient, wenn die Ursachen von Emissionen in Echtzeit und straßengenau erforscht werden“, erklärt UZE-Mobility-CEO Alexander N. Jablovski. Anschließen könnten verkehrliche Maßnahmen gezielt und kostensparend umgesetzt werde, um die Luft in den Städten zu verbessern. „Dies ist unser erster von vielen wichtigen Schritten, um die Städte mittelfristig sauberer, gesünder und smarter zu machen“, so Jablovski.

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