Vortrag auf der South by Southwest (SXSW) Wie Graphtechnologie bei der Ortung von Weltraumschrott hilft

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des SXSW-Festivals in Austin (Texas) ging es auch um Weltraumschrott und die Frage, wie aktuelle Verfahren bei dessen Ortung und Visualisierung helfen kann. Die Tracking-Lösung Wayfinder setzt dazu auf Graphtechnologie von Neo4j.

Im Erdorbit herrscht viel Betrieb: Die Wayfinder-App von Privateer trackt Satelliten und Weltraummüll auf Basis von Neo4js Graphdatenbanktechnologie.(Bild:  Neo4j)
Im Erdorbit herrscht viel Betrieb: Die Wayfinder-App von Privateer trackt Satelliten und Weltraummüll auf Basis von Neo4js Graphdatenbanktechnologie.
(Bild: Neo4j)

Das Event SXSW gilt als größtes Technologie- und Kreativfestival der Welt. Zum Programm zählte diesmal auch der Vortrag „How the Tech That Tracks Space Junk Will Save Life on Earth“: In diesem Rahmen sprachen Sudhir Hasbe von Neo4j und der Weltraum-Aktivist Dr. Moriba Jah über die zunehmende Vermüllung des Erdorbits. Jah ist Assistenzprofessor für Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Austin.

Die Menge an Weltraumschrott nimmt mit zunehmender Abhängigkeit von Satelliten und den damit verbundenen Diensten rund um Kommunikation, Ortung und Klimaüberwachung immer weiter zu. „1957 schickten wir mit Sputnik den ersten Satelliten in die Umlaufbahn. Heute verzeichnen wir mehr als 50.000 Objekte unterschiedlicher Größe, die um die Erde kreisen. 5.000 davon sind tatsächlich noch funktionierende Satelliten“, verdeutlicht Jah. Die Privatisierung des Weltraums, etwa durch Starlink oder Project Kuiper, verschärfe das Platzproblem im Orbit weiter.

Weltraummüll immer im Blick behalten

Jah befasst sich nicht nur seit Jahren mit diesem Thema, sondern hat als Mitgründer und Chief Scientist mit Privateer auch ein Unternehmen ins Leben gerufen. Dessen App namens Wayfinder ortet Satelliten im Orbit und berechnet mögliche Kollisionen. Als eine Art „Google Maps für den Weltraum“ soll sie die Sicherheit von Weltraumdiensten verbessern und Aufräumarbeiten erleichtern. Mit an Bord sind unter anderem Apple-Mitgründer Steve Wozniak und Tech-Pionier Alex Fielding.

Dr. Moriba Jah und Sudhir Hasbe von Neo4j im Gespräch auf der SXSW 2024.(Bild:  Neo4j)
Dr. Moriba Jah und Sudhir Hasbe von Neo4j im Gespräch auf der SXSW 2024.
(Bild: Neo4j)

Die Tracking-App nutzt die Graphdatenbank Neo4j, um Satelliten und Trümmerteile in der Erdumlaufbahn nahezu in Echtzeit zu visualisieren. Das grundlegende Datenmodell erlaubt die Berechnung von Flugbahnen, die Prognose möglicher Zusammenstöße sowie die Identifikation möglicher Umweltverschmutzer im Weltraum. Graphdatenbanken sind darauf ausgelegt, stark vernetzte Daten abzubilden und zu analysieren. Dank der realitätsnahen Visualisierung ist für einen einfachen, intuitiven Zugang gesorgt.

Trotz der zukunftsträchtigen Ansätze bleiben aber immer noch Probleme: „Die Welt ist vernetzt. Unsere Daten aber befinden sich in der Regel in Silos. Jeder verfügt über eine Vielzahl an Daten. Wenn man jedoch diese ganzen Informationen nicht zusammenführen und verknüpfen kann, ist es extrem schwer solche gewichtigen Probleme wie die Verschmutzung des Weltraums gemeinsam anzugehen“, meint Sudhir Hasbe, Chief Product Officer von Neo4j.

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