„Venture-Client“-Modell

Wayra Deutschland stellt sich neu auf

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Christian Lindener, Managing Director von Wayra Deutschland
Christian Lindener, Managing Director von Wayra Deutschland (Bild: Wayra)

Telefónicas Venture-Einheit Wayra Deutschland hat ein neues Modell seiner Start-up-Förderung vorgestellt. Mit der überarbeiteten Strategie will man insbesondere reiferen Start-ups und jungen Technologieunternehmen unter die Arme greifen.

Wayra ermöglicht den jungen Firmen damit einen direkten Zugang in den Konzern, was für einen Innovations- und Wachstumsschub sorgen soll. Dazu setzt Wayra Deutschland künftig auf ein „Venture-Client“-Modell. Start-ups sollen dabei Telefónica als Kunden gewinnen und zu Lieferanten des Telekommunikationskonzern werden. Im direkten Projektgeschäft mit den entsprechenden Abteilungen können sie sich operativ verbessern und profitieren von einem globalen Netzwerk. Wayra hilft zusätzlich mit finanziellen Mitteln, operativen Ressourcen, Netzwerkveranstaltungen und Coachings sowie Büroflächen im Zentrum von München weiter. Das Angebot richtet sich an junge B2B-Unternehmen mit Fokus auf das Internet der Dinge (IoT), Datenanalytik, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz (KI).

Mehr Umsatz und Wachstum

„Bei der Innovationsförderung müssen die Bedürfnisse einer sich gerade auch in Deutschland rasant entwickelnden Start-up- und Technologieszene in den Mittelpunkt gerückt werden. Und als Venture-Einheit eines Konzerns müssen wir zudem klarmachen, wo wir am besten helfen können. Das neue Venture-Client-Modell von Wayra Deutschland setzt genau hier an. Für ein weltweit führendes Telekommunikationsunternehmen ein Technologieprojekt umzusetzen, die eigenen Produkte und Entwicklungen also einem harten Realitäts-Check zu unterziehen, kann für Start-ups einen echten Wachstumsschub und Umsatzsprung bedeuten“, erklärt Christian Lindener, Managing Director von Wayra Deutschland. Zudem kläre die Kunden-Lieferantenbeziehung die gegenseitige Erwartungshaltung, was Enttäuschungen vorbeugt. Wayra und die Telefónica-Geschäftseinheiten begleiten zudem nicht nur die Projektumsetzung, sondern unterstützen auch bei der Vermarktung, der Vernetzung mit Entscheidungsträgern aus anderen Konzernbereichen und stellen den Kontakt zu Distributions- und Kommerzialisierungskanälen her.

Innovationen finden

Insgesamt will Wayra von seinem Münchener Sitz aus jährlich bis zu zehn Start-ups fördern. Dabei dient das Unternehmen für Telefónica als Technologie- und Innovations-Scout, der Firmen mit neuartigen Pioniertechnologien identifiziert und überprüft. Die ausgewählten Jungunternehmen werden zunächst vier Monate lang intensiv gefördert. Wayra beteiligt sich in der ersten Phase nicht an den Start-ups („Zero Equity“), sondern stellt 25.000 Euro für die Umsetzung des Technologie-Projekts bereit. Verläuft dieses Projekt erfolgreich, gibt es die Option auf eine Folgefinanzierung.

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