Definition Was ist OMA Device Management?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Nico Litzel

OMA Device Management ist ein von der Open Mobile Alliance spezifiziertes Protokoll. Es ist zur Verwaltung mobiler Geräten wie Mobiltelefone, Smartphones, Tablets und anderer mobiler Smart Devices vorgesehen. Zu den unterstützten Funktionen des Protokolls zählen die Konfiguration der Geräte, die Durchführung von Software-Updates, das Monitoring des Gerätestatus und das Fehlermanagement.

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OMA Device Management, häufig mit OMA DM abgekürzt, ist ein Protokoll zur Verwaltung mobiler Geräte. Es wurde von der Open Mobile Alliance in den Data-Synchronization- und Device-Management-Arbeitsgruppen erarbeitet und spezifiziert.

Die Open Mobile Alliance, abgekürzt OMA, ist eine aus im Mobilfunkumfeld führenden Unternehmen bestehende Organisation, die Standards für interoperable, marktreife Services für Mobilfunklösungen entwickelt und spezifiziert. Sie entstand als Zusammenschluss der Open Mobile Architecture Initiative und dem WAP-Forum. Der Open Mobile Alliance schloss sich auch die The SyncML Initiative Ltd. an, die als einer der ursprünglichen Entwickler des OMA Device Managements gilt.

Das OMA Device Management eignet sich für Geräte wie Mobiltelefone, Smartphones, Tablets und andere mobile Smart Devices. Über die Jahre wurde das Protokoll in mehreren Versionen wie Version 1.2.1, Version 1.3 und Version 2.0 überarbeitet und erweitert. Die Version 2.0 des OMA Device Managements beinhaltet beispielsweise ein neues webbrowserbasierte Client-Server-Protokoll und neue Methoden zur Interaktion der Anwender. Zu den unterstützten Funktionen des OMA Device Managements zählen die Konfiguration der Endgeräte, die Durchführung von Software-Updates, das Monitoring des Gerätestatus und das Fehlermanagement. Die per OMA DM gemanagten Geräte können alle Funktionen des Protokolls oder nur einzelne implementieren. Das OMA Device Management ist für Geräte mit geringer Speicherausstattung und für Netzwerkverbindungen mit eingeschränkter Bandbreite konzipiert. Zum Schutz der Geräte vor Angriffen und vor dem Ausspähen von Daten sind verschiedene Sicherheitsmechanismen wie die Authentifizierung und die Verschlüsselung vorgesehen. Ein Nachfolger des OMA Device Managements ist das Open-Source-Protokoll Open Mobile Alliance Lightweight M2M (OMA LWM2M). Es ist speziell für das Management von Geräten in Machine-to-Machine-Umgebungen (M2M-Umgebungen) und im Internet der Dinge (Internet of Things – IoT) vorgesehen.

Bereitgestellte Funktionen des OMA Device Managements

Zur Verwaltung mobiler Geräte stellt das OMA Device Management zahlreiche Funktionen zur Verfügung. Zu den unterstützten Funktionen zählen die initiale Konfiguration der Geräte, das Aktivieren oder Deaktivieren einzelner Features, das Verändern der Einstellungen und der Parameter der Gerätekonfiguration, das Bereitstellen und Einspielen von Software-Updates, Patches und Bugfixes, das Fehlermanagement, das Monitoring des Gerätestatus, das Abfragen von Firmwareversionen und Modellnummern, das Abfragen unterstützter Gerätefunktionen sowie das Fehler- und Alarmreporting. Den Endgeräten bleibt es überlassen, ob sie nur einzelne Funktionen oder den kompletten Funktionsumfang des OMA Device Managements implementieren und unterstützen.

Architekturkonzept und grundlegende Funktionsweise des OMA Device Managements

Beim OMA Device Management handelt es sich um ein Protokoll zum Austausch von Informationen und Befehlen in einer Client-Server-Architektur. Das Protokoll verwendet zum Transport der Daten das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) und nutzt zum Informationsaustausch die Auszeichnungssprache XML (Extensible Markup Language). Die Kommunikation findet zwischen einem Server (zuständig für die Verwaltung der Geräte) und den Clients (die gemanagten Geräte) statt. Für den Informationsaustausch sind verschiedene kabelgebundene oder drahtlose Kommunikationsverbindungen und Netzwerktechnologien wie USB, RS232, Bluetooth, IrDA, GSM und andere einsetzbar. Die Kommunikation wird in der Regel vom OMA-DM-Server-initiiert. Nach dem Verbindungsaufbau zwischen dem Client und dem Server, bei dem sich Parameter wie die maximale Nachrichtengröße festlegen lassen, werden die Kommandos und die abgefragten Daten innerhalb einer Session übertragen. Der Server sendet Kommandos, die der Client ausführt und deren Ergebnisse er als Antwort zurücksendet. Auszuführende Kommandos sind beispielsweise Add, Replace, Get, Exec oder Delete. Alarme lassen sich vom Client initiiert ohne vorherige Anfrage durch den Server übertragen. Um die Kommunikation zwischen dem Server und dem Client abzusichern, kommen Verschlüsselungsverfahren und Authentifizierungsmechanismen auf der Transport- und der Anwendungsebene zum Einsatz. Die Verschlüsselung des Transports der Daten mit HTTP erfolgt per TLS beziehungsweise SSL.

Vorteile der Verwaltung mobiler Endgeräte mit dem OMA Device Management

Die Verwaltung mobiler Endgeräte mit dem OMA Device Management bietet zahlreiche Vorteile wie:

  • für verschiedene Arten mobiler Endgeräte geeignet
  • herstellerunabhängiges Protokoll standardisiert das Management mobiler Geräte
  • geringe Anforderungen an die Performance und die Speicherausstattung der gemanagten Endgeräte
  • auf Netzwerkverbindungen mit eingeschränkter Bandbreite einsetzbar
  • eignet sich für Geräte mit nur zeitweiser Online-Verbindung
  • Nutzung etablierter Standards und Protokolle wie HTTP, SSL, TLS und XML
  • Implementierung von Sicherheitsmechanismen wie Authentifizierung und Verschlüsselung
  • Unterstützung zahlreicher Funktionen wie Konfiguration, Software-Updates, Monitoring und Fehlermanagement
  • für zahlreiche kabelgebundene und drahtlose Netzwerktechnologien geeignet

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