Wie es so oft der Fall ist, verkörpert auch die Digitalisierung zwei Seiten der Medaille: Auf der einen Seite die steigende Nachfrage an Technologie und die Zunahme an digitalen Produkten und Dienstleistungen, die den Verbrauch von natürlichen Ressourcen und Energie ankurbelt. Auf der anderen Seite die Möglichkeit, die nachhaltige Entwicklung in vielen Bereichen mit Technologie zu unterstützen und zu beschleunigen.
Der Autor: Charles Cao ist Head of Operations and Strategy bei Conga
(Bild: Conga)
Dieser Umstand spiegelt sich auch im Denken der deutschen Bevölkerung wider: Laut D21-Digital-Index 2021/2022 glauben 34 Prozent der Befragten, dass die Digitalisierung einen eher positiven Einfluss auf die Umwelt hat. 35 Prozent glauben an einen eher negativen Einfluss. 20 Prozent glauben an keinen bedeutsamen Einfluss, zehn Prozent machten keine Angabe.
Um die digitale Transformation in Richtung Nachhaltigkeit zu steuern, leisten bereits die Konsolidierung von Anwendungen und die damit zusammenhängende datengetriebene Effizienzsteigerung einen grundlegenden Beitrag. In IT-Infrastrukturen gibt es oft viele unterschiedliche Anwendungen, die demselben Zweck dienen. Eine Kombination dieser Anwendungen in einer Lösung ist effizienter, weil sie in der Regel weniger Energie und Rechenleistung verbraucht als mehrere einzelne. Mit entsprechenden Plattformen lässt sich feststellen, wo Handlungsbedarf besteht und welche Anwendungen nicht effizient sind.
Bei der Lieferkette verhält es sich ähnlich. Wenn Unternehmen ihre gesamte Lieferkette beispielsweise auf ein cloudbasiertes Enterprise-Resource-Planning-System umstellen, können mit einer besseren Übersicht für Angebot und Nachfrage die Verschwendung von Produkten oder unnötige Rückrufe minimiert werden. Das verhindert Unterbrechungen der Lieferkette und reduziert den Gesamtenergieausstoß.
Die Relevanz der Bestandsaufnahme
In der Praxis hat der Ausbruch von COVID die digitale Transformation zwar großflächig in Schwung gebracht, allerdings gelten noch viele Initiativen als gescheitert. Beobachtet man die Entwicklung der Märkte, wird der Umsetzungsdrang unter Führungskräften groß, um Prozesse zu beschleunigen und mit der Konkurrenz mithalten zu können. Schnelle Umsetzung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit schnellem Erfolg. Wird die neueste Technologie überstürzt eingeführt, ohne vorher das Betriebsmodell zu prüfen und sich die Daten anzuschauen, kann es Chaos anrichten. Die digitale Transformation als solche ist bereits komplex. Soll diese dazu in Einklang mit Nachhaltigkeitszielen gebracht werden, steigt die Komplexität auf ein Neues.
Aus diesen Gründen muss vor der Einführung einer neuen Technologie zum einen eine Bestandsaufnahme darüber erfolgen, welche Daten vorhanden sind und wie diese Daten zwischen Systemen, Teams und Abteilungen fließen. Zum anderen müssen neue Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele definiert werden, um im weiteren Verlauf festzulegen, welche der gesammelten Daten nützlich sind, welche nicht und welche Technologie beim Erreichen der neuen Ziele hilft.
Datenintegrität, Datenqualität und Datentransparenz
Bei der Datenintegrität geht es darum, sicherzustellen, dass Unternehmensdaten mithilfe verschiedener Regeln und Prozesse korrekt und konsistent sind. Dabei wird zum Beispiel festgelegt wie Daten eingegeben, gespeichert und weitergegeben werden. Es muss gewährleistet sein, dass die in der Datenbank gespeicherten Daten die neuen Anforderungen des Unternehmens, basierend auf den Geschäfts- und Nachhaltigkeitszielen, erfüllen.
Ob die Daten den neuen Anforderungen entsprechen, lässt sich mit der Messung der Datenqualität als Bestandteil der Datenintegrität beantworten. Gemessen wird zum Beispiel das Alter, die Relevanz, Korrektheit, Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der gesammelten Daten.
Die Datentransparenz beschreibt die Möglichkeit für Unternehmen mit hohem Einfachheitsgrad Daten aus unterschiedlichen Quellen überwachen, anzeigen und analysieren zu können, um auf deren Grundlage fundierte Geschäftsentscheidungen treffen zu können. Aufgrund der Einfachheit werden der Zeit- und Lernaufwand für die Pflege einer robusten und komplexen Infrastruktur reduziert.
Fazit
Das Erreichen von Nachhaltigkeit mithilfe von digitaler Transformation ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Führungskräfte sollten ein Rahmenwerk erarbeiten, in dem klar dargestellt wird, welche Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele neu im Unternehmen definiert wurden, wie diese miteinander zusammenhängen, welche Daten zur Erreichung dieser Ziele analysiert werden sollten und die Prozesse rund um diese Daten auf den Prüfstand stellen. Auf Basis dessen lässt sich erarbeiten, welche Technologien eingeführt werden sollten, um Prozesse zu straffen, veraltete Abläufe abzuschaffen, den Datenfluss zu optimieren und damit die Effizienz zu steigern. Kritische Geschäftsprozesse sollten dabei nach und nach rationalisiert oder vereinfacht werden.
Stand: 08.12.2025
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