gesponsertDevOps und Data Warehouse als teuerste Skills Stundensätze in der Data Science – wo geht die Reise hin?

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Die Stundensätze von Data-Scientisten stagnieren. Doch wer Experten für Data Warehouses und DevOps Themen sucht, muss trotzdem tief in die Tasche greifen.

Die Stundensätze für Data-Science-Spezialisten sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Hält dieser Trend auch an, wenn sich Deutschland in der Rezession befindet? (Bild:  ihorvsn - stock.adobe.com)
Die Stundensätze für Data-Science-Spezialisten sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Hält dieser Trend auch an, wenn sich Deutschland in der Rezession befindet?
(Bild: ihorvsn - stock.adobe.com)

Die Stundensätze in der Data Science kannten in den letzten Jahren meistens nur eine Richtung – nach oben. Zum Leidwesen vieler Entscheider in den IT-Abteilungen. Seit letztem Jahr jedoch befindet sich Deutschland in einer Rezession. Wie wirkt sich das auf die Projektausschreibungen aus? Wie haben sich die Stundensätze entwickelt und mit welchen Skills fordern Freelancer und Projektmitarbeiter die höchsten Sätze?

Um diese Fragen zu beantworten, haben wir 2.000 Profile von Freelancern und Projektmitarbeitern von Unternehmen im Bereich Data-Science untersucht.

Der Status quo: 102 Euro im Mittel

Der Stundensatz im Bereich Data-Science liegt im Mittel über alle Tech Stacks und Erfahrungsstufen bei rund 102 Euro. 67 % der untersuchten Profile liegen zwischen 75 und 125 Euro. Immerhin 26 % der betrachteten Profile nehmen dabei Stundensätze, die oberhalb von 125 Euro liegen. 13 % liegen unterhalb von 75 Euro.

Einzelne fachliche Skills und Sprachkenntnisse haben einen hohen Einfluss auf den Stundensatz von externen Data-Scientisten.(Bild:  © deagreez - stock.adobe.com)
Einzelne fachliche Skills und Sprachkenntnisse haben einen hohen Einfluss auf den Stundensatz von externen Data-Scientisten.
(Bild: © deagreez - stock.adobe.com)

Wesentliche Einflussfaktoren sind dabei neben dem konkreten Skillset der einschlägige Erfahrungslevel, der höchste akademische Abschluss sowie die Sprachkenntnisse – Deutsch und Englisch auf fließendem Niveau sind hier die wichtigste Grundlage in der Projektarbeit. Als Beispiel: Ein idealtypischer Data-Scientist mit Masterabschluss und 5 Jahren Erfahrung nimmt im Schnitt einen Stundensatz von rund 105 Euro. Mit fließenden Englischkenntnissen steigt dieser auf 113 Euro. Die Unterschiede im Erfahrungslevel dagegen wirken sich vergleichsweise gering aus. Gerade nach den ersten 5 Jahren an Projekterfahrung steigen die Stundensätze nur noch um wenige Euro.

Verlauf über die Zeit

Mit 102 Euro wirkt der durchschnittliche Stundensatz nach wie vor robust. Doch wie war eigentlich die Lage vor einem Jahr?

Ende 2022 zeigte sich ein auf den ersten Blick fast identisches Bild: Der Stundensatz lag im Mittel bei 102 Euro und nur im Nachkommabereich leicht niedriger als zuletzt. Das bedeutet jedoch auch: Die Inflationskosten konnten weder Freelancer noch Unternehmen an ihre Auftraggeber weitergeben.

Im Detail zeigen sich zudem Unterschiede: Während Ende 2022 Data-Scientisten am oberen Ende der Berufserfahrung bis zu 137 Euro Stundensatz verlangten, liegt dieser mittlerweile bei 133 Euro. Dies könnte daran liegen, dass Unternehmen derzeit verstärkt auf ihre Ausgaben achten und die höheren Stundensätze seltener zahlen. Die Abweichungen sind allerdings noch in einem geringen Rahmen. Von Stundensatzsteigerungen ist derzeit jedoch nichts zu sehen.

Die Skills mit dem höchsten Preis

Schaut man sich die Statistiken in mehr Detail an, wird klar, dass es bestimmte Skills und Schwerpunkte sind, die den Stundensatz besonders in die Höhe treiben.

Diese lassen sich in zwei Bereiche unterteilen: Einen stellt das Thema DevOps dar. So verlangen Experten mit DevOps-Kenntnissen ca. 9 bis 11 Euro mehr pro Stunde als ihre Kollegen. Die wichtigsten Technologien hierbei sind Docker und Kubernetes. Das zweite Thema betrifft die Frage der anzubindenden unternehmensinternen Datenquellen. Hier ist insbesondere auffällig, dass Kenntnisse in Data Warehouses und Business Intelligence mit einer Stundensatzsteigerung von rund 9 Euro zu Buche schlagen. Dabei handelt es sich um einen stabilen Trend: Auch Ende 2022 waren dies diejenigen Bereiche, die den stärksten unmittelbaren Einfluss auf die jeweiligen Stundensätze hatten.

Der Business Intelligence Consultant als teuerster Projektmitarbeiter

Betrachtet man explizit diejenigen Freelancer mit einem Fokus auf Business Intelligence Consulting, verstärkt sich der Eindruck: 58 % der Experten rufen Stundensätze oberhalb von 100 Euro auf. Und wer einen Projektmitarbeiter mit SAP-Kenntnissen sucht, muss noch einmal nachlegen, und im Schnitt gut 12 Euro pro Stunde mehr zahlen. Das zeigt: Obwohl der Preisanstieg einen Dämpfer erhalten hat, sind externe Fachkräfte mit ausgesuchten Fähigkeiten nach wie vor sehr gefragt und entsprechend teuer.

Fazit: Auftraggeber in verbesserter Verhandlungsposition

Nach einigen Jahren stetig steigender Stundensätze stagnieren diese derzeit anscheinend, bis die allgemeine Wirtschaftslage wieder anzieht. Die Marktmacht der Auftraggeber ist in vielen Bereichen gestiegen und deswegen kann es nun attraktiver sein, auch wieder mit externen Experten zusammenzuarbeiten. Wer derzeit daran denkt, ein Projekt auszuschreiben, sollte dennoch damit rechnen, dass Experten mit Kenntnissen in den Bereichen DevOps und Data Warehouses/Business Intelligence am Markt die höchsten Stundensätze aufrufen.

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