Ausbau industrieller KI Siemens übernimmt Altair für umfassendes KI-Software-Portfolio

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Siemens baut mit der Übernahme von Altair Engineering sein Angebot an Softwarelösungen für industrielle Simulation und künstliche Intelligenz aus. Der Konzern investierte dafür rund 10 Milliarden US-Dollar und stärkt damit seine digitale Präsenz erheblich.

Siemens kauft US-Softwareunternehmen Altair für 10 Milliarden US-Dollar.(Bild:  Siemens)
Siemens kauft US-Softwareunternehmen Altair für 10 Milliarden US-Dollar.
(Bild: Siemens)

Bereits im vergangenen Herbst angekündigt, hat Siemens nun die Übernahme des US-amerikanischen Softwareunternehmens Altair Engineering Inc. abgeschlossen. Altair ist spezialisiert auf Softwarelösungen für industrielle Simulationen und Analysen, insbesondere im Bereich mechanischer und elektromagnetischer Prozesse sowie Hochleistungsrechnern (HPC). Siemens erweitert mit diesem Schritt sein digitales Software-Portfolio und ergänzt die eigene Xcelerator-Plattform um KI-gestützte Fähigkeiten.

Wie Siemens mitteilt, beträgt der Kaufpreis für Altair rund 10 Milliarden US-Dollar. Ziel ist es, das umfassendste Angebot im Bereich der digitalen Zwillinge zu schaffen. Die Integration der Altair-Technologien in die bestehende Siemens-Plattform soll Simulationen künftig leichter zugänglich machen. Unternehmen jeder Größe können so komplexe Produkte schneller auf den Markt bringen.

Simulation und Digitaler Zwilling im Fokus

Siemens verfolgt mit der Übernahme konsequent das Ziel, seine Marktposition im Bereich der Simulation und industriellen KI weiter auszubauen. Die Kombination beider Unternehmen ermöglicht die Entwicklung neuer Lösungen für datengetriebene Innovationen. Roland Busch, Vorstandsvorsitzender von Siemens, betonte, dass die Erweiterung der Siemens Xcelerator-Plattform durch Altair-Technologien das bisher umfassendste KI-gestützte Portfolio für Design, Ingenieurwesen und Simulation schafft.

Altairs Fachkompetenz in Simulation, Hochleistungsrechnen und Datenwissenschaft stärkt Siemens insbesondere in der Optimierung von Produkten und Prozessen. Kunden erhalten Zugang zu neuen leistungsfähigen Simulationswerkzeugen, erweiterten Hochleistungsrechenkapazitäten sowie verbesserten KI- und Datenanalysetools. Dadurch sollen digitale Transformationsprozesse branchenweit beschleunigt werden.

Strategische Ausrichtung auf digitales Wachstum

Die Akquisition von Altair ist zentraler Bestandteil von Siemens' Wachstumsinitiative „ONE Tech Company“. Damit verfolgt der Konzern eine klare Strategie zur Erhöhung des Anteils digitaler Umsätze. Diese Wachstumsstrategie umfasst neben gezielten Zukäufen auch erhebliche Investitionen in Forschung und Entwicklung in den Bereichen Software, KI-basierte Produkte, vernetzte Hardware und Nachhaltigkeit.

Siemens unterstreicht mit diesem Schritt außerdem seine langfristige Investitionsbereitschaft im US-amerikanischen Markt. Neben der Übernahme von Altair hat der Technologiekonzern zuletzt auch seine Produktionsstätten in Kalifornien und Texas ausgebaut. Insgesamt belaufen sich die Investitionen von Siemens in den USA damit auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar in den vergangenen 20 Jahren.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal elektrotechnik.

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