Im Zeitalter der vernetzten Industrie wird auch die Migration von großen Datenmengen immer wichtiger. Da diese Vorgänge stetig komplexer werden, drohen jedoch Datenverluste. Wie Analyse und Reporting das Risiko fehlerhafter Migrationen minimieren.
Mittlerweile gelten Daten in ganzen Branchen als das wichtigste Unternehmenskapital. Daher dürfen in der Finanzbranche nur noch zertifizierte Lösungen zur Datenmigration eingesetzt werden, die das Risiko möglichst minimieren.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)
Datenmigrationen werden aufgrund steigender Datenmengen und komplexer werdender Systeme immer schwieriger. Da Daten gleichzeitig immer wichtiger werden, avancieren Datenmigrationen zu Projekten mit höchster Priorität. Ein Scheitern von Migrationen, oder im schlimmsten Szenario gar Datenverlust, muss auf jeden Fall ausgeschlossen werden.
Damit eine Migration gelingt, gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Sicherlich sind Aufwand und Kosten einer Migrationslösung wichtige Faktoren, genauso wie die vorhergesehene Dauer des Datenmigrationsprojekts oder gebotene Supportleistungen von den Anbietern der Migrationslösung. Während diese Faktoren für den erfolgreichen Abschluss von Projekten zweifelsohne von entscheidender Bedeutung sind, übersehen viele Unternehmen die Rolle, die Analyse und Reporting bei der Unterstützung dieser Projekte spielen. Gerade beim Neukauf von Storage werden diese Leistungen oft gar nicht mit angeboten.
Risikolose Migrationen sind zwingend notwendig
In vielen Branchen und Unternehmen ist eine möglichst risikolose Migration auch schon längst keine Option mehr. In der Finanzbranche beispielsweise dürfen nur Lösungen eingesetzt werden, die zertifiziert sind und den höchsten Ansprüchen genügen. Und da Daten in sehr vielen Unternehmen mit das höchste Gut darstellen, geht die Tendenz dazu, das Risiko einer fehlerhaften Migration weitgehend auszuschließen. Tatsächlich wird dieses Thema von Storageherstellern gern verschwiegen. Man sollte daher Anbietern, die etwa neue Hardware verkaufen wollen, direkt auf den Zahn fühlen und fragen, wie Analyse und Reporting bei der Datenmigration umgesetzt werden. Äußert sich ein Hersteller nicht konkret zu diesen wichtigen Teilen einer Migration, dann ist Vorsicht geboten.
Augen auf beim Storage-Kauf
Kauft man neuen Storage, so wird dieser meist im Komplettpaket angeboten. Das heißt, neben der Hardware an sich, wird die komplette Implementierung des Systems im Rechenzentrum des Kunden angeboten – inklusive der Migration der Daten vom alten System auf das neue. Dies macht den Preis verschiedener Lösungen für Kunden vergleichbar. Doch bei den Feinheiten des Pakets gilt es genau hinzuschauen. Denn der Wettbewerb bei Speicherherstellern ist hart. Bei Ausschreibungen bedeutet dies, dass oft mit sehr spitzem Bleistift kalkuliert werden muss. In der Praxis werden regelmäßig als weniger wichtig angesehene Leistungen aus dem Paket gestrichen, um wettbewerbsfähigere Angebote zu unterbreiten. Das Reporting und die Analyse bei der Datenmigration sind Leistungen, an die Kunden beim Kauf neuer Hardware selten denken. Doch ohne diese Leistungen erhöht sich das Risiko der Migration deutlich. Dies widerspricht jedoch dem Anspruch höchster Qualität bei der Migration, die vonnöten ist, um die wertvollen Daten garantiert migrieren zu können.
Analyse der Daten vor dem Projekt
Vor einem Migrationsprojekt muss man sich zunächst einen Überblick über die zu migrierenden Daten verschaffen. Auf welchem Speicher liegen die Daten? Welche Eigenheiten des Systems gilt es zu beachten? Wie viele Daten, in welcher Größe und in welchem Größenverhältnis liegen vor? Erst wenn man nach genauer Analyse weiß, welche Daten überhaupt migriert werden müssen, kann die Migration auf Grundlage dieser Informationen geplant und umgesetzt werden. Ohne eine solche Analyse erhöht sich das Risiko der Migration, da unerwartete Probleme auftreten können, die die Dauer der Migration verlängern oder im schlimmsten Szenario sogar zu Datenverlust führen können.
In komplexen Umgebungen können Fachleute Tage bis Wochen mit der Analyse der Quelldaten verbringen, insbesondere dann, wenn eine Infrastruktur mit mehreren Anbietern vorhanden ist. In einer solchen gemischten Infrastruktur müssen professionelle Tools verwendet werden, um so valide Analysen als Planungsgrundlage der eigentlichen Migration zu haben. Nicht weniger wichtig als die Analyse der zu migrierenden Daten vor der Migration, ist das Reporting über den Erfolg einer Migration zu Projektende.
Reporting schafft Sicherheit – für alle Beteiligten
Das Reporting über den Erfolg einer Migration ist sowohl aus technischer und organisatorischer als auch aus rechtlicher Sicht relevant. Aus technischer Sicht bedarf eine Migrationslösung zwingend eine unabhängige Validierung, dass alle migrierten Daten auch korrekt auf dem Zielsystem angekommen sind. Dazu ist ein Algorithmus vonnöten, der die Integrität der Migration prüft und am Ende mit einem Bericht gegenüber IT-Fachleuten, der Rechtsabteilung und Compliance-Beauftragten belegen kann. Erhält man keine ordnungsgemäße Validierung des Dateiinhalts, bedeutet dies auch, dass Dienstanbieter einer Migration aus verschiedenen Gründen finanziell haftbar gemacht werden können. Für Unternehmen kann dies zu Verstößen aus der Nichteinhaltung von Datenvorschriften der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) resultieren, was zu hohen Geldstrafen führen kann. Und wer intern die Unternehmensdaten durch eine wenig durchdachte Migration aufs Spiel setzt, muss zumindest um seinen Arbeitsplatz fürchten.
Stand: 08.12.2025
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Fazit: Datenanalyse und -validierung verkleinern das Risiko bei Migrationen
Die Datenmigration ist nur in der Theorie einfach. Am Ende des Prozesses liegen die Daten idealerweise identisch auf einem neuen System. Der Weg dorthin ist jedoch keineswegs immer der gleiche – und so manche Migration scheitert. Um das Risiko von Migrationen zu verkleinern, müssen Werkzeuge mit hoher Qualität eingesetzt werden, die idealerweise von unparteiischer Quelle zertifiziert wurden. So sollte ein Migrationstool beispielsweise eine SOC 2 Typ I Zertifizierung vorweisen können. Auch die Dauer der Migration an sich ist ein wichtiger Aspekt, der mit intelligenter Automation von Teilprozessen verkürzt werden kann. Doch damit all dies schnell und risikolos geschehen kann, benötigt man vorher zwingend eine gründliche Analyse der Quelldaten. Und um die hohe Qualität und den Erfolg der Migration an sich vor Dritten zu bestätigen, muss ein valides Reporting erstellt werden. Unternehmen sollten deshalb bei Angeboten von Hardwareherstellern unbedingt darauf pochen, dass die Analyse der Quelldaten im Paketpreis inbegriffen ist, genauso wie der Einsatz eines Migrationstools höchster Güte mit Reporting am Ende des Prozesses, der die Daten verifiziert.