Automobilindustrie, Gesundheitsbranche, Smart City: Das Internet of Things (IoT) durchdringt immer mehr Lebensbereiche – und kurbelt die Nachfrage nach intelligenten Sensoren an. Wie sich Sensirion als führender Hersteller digitaler Mikrosensoren auf die steigende Nachfrage einstellt.
Der Autor: Nils Herzberg ist Senior Vice President und Global Head for Strategic Partnerships for Digital Supply Chain & Industrie 4.0 bei SAP
(Bild: STEPHAN DAUB)
Immer mehr Geräte und Maschinen vernetzen sich untereinander, um Daten zu Temperatur, Füllstand oder Standort zu erheben. Allein in diesem Jahr sollen Schätzungen der Gartner-Analysten zufolge 20 Milliarden IoT-Devices im Einsatz sein, um die Wertschöpfung in Unternehmen zu optimieren. Denn vernetzte Maschinen beschleunigen die Produktion, reduzieren Störfälle und schaffen mehr Transparenz. Mittels eingebauter Sensoren können Maschinen hören, riechen oder Ereignisse vorausahnen; IoT-Plattformen bündeln und verarbeiten eingehende Sensordaten und melden Unregelmäßigkeiten.
IoT: Produktiver mit smarten Sensoren
Kein Wunder also, dass laut einer aktuellen Studie von IDG Research mehr als die Hälfte von rund 500 befragten Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz großes Potenzial und viele Vorteile im Einsatz von Lösungen aus dem Internet der Dinge sehen. Smarte Sensoren, mit denen sich beispielweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Kohlendioxid messen lassen, sind inzwischen für jeden dritten Entscheider unverzichtbar.
Das Schweizer Unternehmen Sensirion produziert als führender Hersteller digitale Mikrosensoren, die Feuchtigkeit, Gas- und Flüssigkeitsdurchflüsse messen und liefert jährlich Millionen dieser Hightech-Sensoren an global tätige Automobil-, Industrie-, Konsumgüter- und Medizintechnikunternehmen. Um die kleinteiligen Produkte jederzeit identifizieren zu können und in der korrekten Umgebung (von antistatisch bis stickstoffhaltig) zu lagern, führte Sensirion schon 2013 SAP Manufacturing Execution ein.
Fertigungsschritte und Produktionsprozesse ließen sich seitdem automatisiert und zentral steuern, das Lager transparent verwalten. Das Tool erlaubte eine verbesserte Prozesskontrolle der Maschinen sowie deren Integration in die Systemlandschaft. Durch den jederzeit abrufbaren Überblick lassen sich Produkte von Anfang an fehlerfrei entwickeln und fertigen sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit gewährleisten. Auch der Arbeitsfortschritt ließ sich detailliert überwachen, sodass Sensirion die richtigen Produkte nachfragegerecht fertigen kann.
SAP S/4HANA: ERP-System mit integrierter Lagerverwaltung
Um sein ERP-System zu professionalisieren und dem Unternehmenswachstum Rechnung zu tragen, entschloss sich Sensirion außerdem, ein modernes, mehrsprachiges ERP-System einzuführen und auf SAP S/4HANA und das neue Release 1610 zu wechseln mit Unterstützung der Berater von SAP Service und Support. Bei dieser Lösung war die SAP Lösung für Lagerhaltung und Auftragsabwicklung
erstmals ins System integriert, was Arbeitsschritte effizienter und Schnittstellen in andere Systeme außerhalb der SAP-Welt überflüssig macht.
Über diese Softwareplattform verarbeitet Sensirion Warenbewegungen und Bestandsverwaltung im Lager flexibel und automatisiert – und bildet auch diesen Teil seiner Supply Chain transparent ab. Über das mehrsprachige ERP-System kann Sensirion nun die Standorte in den USA und Asien einbinden und die Kollegen*innen in ihrer Landessprache unterstützen. Auch verschiedene Anwendungen, die für die systemübergreifende Kommunikation erforderlich waren, ließen sich problemlos in S/4HANA integrieren.
Umstieg braucht richtigen Partner an der Seite
Die digitale ERP-Suite bildet seitdem den digitalen Kern des Unternehmens und dient als Schaltzentrale für sämtliche zentralen Geschäftsprozesse – von Finanzen, über Personal bis Logistik. Weil die Software auf der Plattform SAP HANA basiert, lassen sich Transaktionen und Analysen in einem System abbilden, dadurch beschleunigen und den notwendigen Speicherbedarf deutlich reduzieren.
Sensirion kam neu zu SAP S/4HANA und konnte den Umstieg binnen 15 Monaten als Greenfield Approach umsetzen. Ein Team aus sieben Mitarbeitern und sieben SAP-Beratern unterstützte die Kollegen lokal und global bei der Umstellung auf die neue ERP-Suite.
Dank der neu aufgestellten IT gewinnt Sensirion mehr digitale Transparenz über Produktionsprozesse hinweg sowie die komplette Lieferkette bis hin zum Kunden. Das Hightech-Unternehmen konnte auch den Umsatz deutlich steigern und einen neuen Produktionsstandort in China integrieren. Durch den Einsatz der neuen Software lassen sich Wachstum, Internationalisierung und Integration ohne Systembrüche oder eine aufwendige Kontrolle der Schnittstellen abdecken.
Stand: 08.12.2025
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Über Cloudlösungen, etwa mittels CM-Software, sind die einzelnen Anwendungen, Tools und Systeme miteinander vernetzt, per iDoc und RFC-Technologien kommunizieren ME- und ERP-System automatisiert miteinander. Mit SAP S/4HANA ebnet der Hightech-Produzent den Weg für ein kontinuierliches Wachstum – und ist der steigenden Nachfrage stets einen Schritt voraus.