Ververica erwartet Wachstum

Open-Source-Software verbreitet sich zunehmend

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Ververica sieht großes Potenzial für die Zukunft von Open-Source-Software.
Ververica sieht großes Potenzial für die Zukunft von Open-Source-Software. (Bild: Ververica)

Ververica, Spezialist für Echtzeit-Datenwendungen, sieht eine zunehmende Verbreitung von Open-Source-Software. Sie hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Anwendungsentwicklung entwickelt.

Laut Ververica ist der Einfluss von Open-Source-Technologien sehr breit gefächert, da sie Unternehmen und Institutionen aller Branchen und Größen bis zu einem gewissen Grad einsetzen. So stellten die Marktforscher von Gartner fest, dass 95 Prozent aller Mainstream-IT-Abteilungen Open-Source-Software in geschäftskritischen Prozessen nutzen. Dies kann auch indirekt über kommerzielle Lösungen auf Basis entsprechender Bibliotheken erfolgen.

Weitere Etablierung erwartet

Für die Zukunft erwartet Ververica daher eine noch stärkere Etablierung von Open-Source-Software. Diese Einschätzung unterstreicht, dass immer mehr Anbieter auf das „Commercial Open Source“-Geschäftsmodell setzen: Dabei konzentrieren sie sich auf die Bereitstellung von Mehrwertdiensten wie Schulungen, Anpassungen, Support oder Garantien für Unternehmensnutzer.

Ververica verweist zudem auf die „2018 Open Source Program Management Survey“ der TODO Group und The New Stack. Sie zeigt, dass branchenübergreifend mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent) Open-Source-Software im Produktiveinsatz nutzen oder entsprechende Pläne haben. Große Firmen implementieren etwa doppelt so häufig Open-Source-Software wie kleinere Betriebe, was möglicherweise an der Anzahl der verfügbaren Entwickler und der damit verbundenen Fähigkeit zur Anpassung der quelloffenen Lösungen liegt.

Ideal für langfristige Projekte

Wie Ververica ebenfalls betont, sei Open-Source-Software für langfristige Projekte geeignet. Diese erfordern höhere Stabilität, was bei quelloffenen Lösungen gegeben sei: Statt von einem einzigen Anbieter abhängig zu sein, könne man auf eine Benutzer- und Entwicklercommunity zurückgreifen, die sich der langfristigen Unterstützung der Technologie verschrieben hat. Dies umfasst auch alternative Support-Möglichkeiten, wie etwa die Unterstützung durch Dienstleister, Beratungsunternehmen und Anwender.

„Obwohl Open Source mit kommerziellem Kundensupport ausgestattet sein kann, sind die Supportleistungen in der Regel kosteneffizienter als die Anschaffung proprietärer Software, deren Investment in die Höhe schnellen kann“, erklärt Ann Thueland von Ververica. „Die jüngsten Erfolge von Open-Source-Software, beispielsweise im Zusammenhang mit Stream Processing, sind starke Belege dafür, dass sich Unternehmen nicht mehr scheuen, Open-Source-Lösungen selbst für hochsensible Anwendungen zu nutzen“, ergänzt sie.

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