Forscher stellen neuen Garmi vor Technische Universität München entwickelt neuen Assistenzroboter für die Pflege

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Forscher der Technische Universität München haben eine neue Version ihres Assistenzroboters Garmi präsentiert. Entwickelt wurde das System am Garmischer Forschungsstandort durch das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) in Zusammenarbeit mit dem Munich Design Institut (MDI). Die Vorstellung erfolgte im Beisein der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention Judith Gerlach.

Prof. Alexander König im Gespräch mit der Bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach. Vorne: Der neue Garmi.(Bild:  MAX MERGET)
Prof. Alexander König im Gespräch mit der Bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach. Vorne: Der neue Garmi.
(Bild: MAX MERGET)

Der neue Garmi basiert auf einer mobilen, kippsicheren Plattform mit einer höhenverstellbaren Hubsäule. Zwei Roboterarme sind seitlich angebracht, darüber befindet sich ein Kopf mit Anzeigeelementen. Zur Umfelderfassung nutzt das System Kameras auf Augenhöhe, ein Lidar-System zur Hinderniserkennung im Nahbereich sowie zusätzliche 3D-Kameras zur Koordination der Armbewegungen. Ein Bildschirm auf Brusthöhe dient der visuellen Interaktion, etwa für Telekonsultationen.

„Der neue Garmi versteht Sprache, entwickelt eigenständig einen Plan und bringt etwas zu trinken “, sagt Alexander König, dessen Team die neue Plattform entwickelt und umgesetzt hat. Auf Basis des neuen Designs sind nun erste Funktionalitäten entwickelt worden, die für den Einsatz später relevant sind. Der MIRMI-Professor sagt: „Ein Roboter muss funktionieren, bedienbar sein und zugleich Menschen ansprechen. Deswegen kooperieren wir mit Design-Expertinnen und -Experten.“

Technisch ist Garmi als autonome Assistenzplattform ausgelegt. Der Roboter kann gesprochene Anweisungen verarbeiten, Aufgaben planen und einfache Tätigkeiten wie das Bringen von Gegenständen ausführen. Greifen und Navigation sind dabei zentrale Funktionen der Plattform.

Der neue Assistenzroboter steht künftig im Vordergrund der Forschungen in Garmisch. Im Hintergrund: Der Garmi der ersten Generation.(Bild:  www.maxmerget.de)
Der neue Assistenzroboter steht künftig im Vordergrund der Forschungen in Garmisch. Im Hintergrund: Der Garmi der ersten Generation.
(Bild: www.maxmerget.de)

Im Vergleich zur ersten Generation wurde Garmi gezielt auf den Pflegeeinsatz hin angepasst. Die Trennung von „Gesicht“ und Bildschirm soll die Interaktion vereinfachen: Soziale Signale laufen über den Kopf, während Informationen und Videoübertragungen über den Bildschirm erfolgen. Die Roboterarme sind bewusst als funktionale Werkzeuge gestaltet und nicht als Teil eines humanoiden Erscheinungsbilds.

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach betonte: „Der neue Entwicklungsansatz von ‚Garmi‘ ist äußerst spannend. Die TUM schafft am Forschungsstandort in Garmisch-Partenkirchen innovative Lösungen, die hervorragend dafür geeignet sind, Pflegekräfte zu entlasten. Gleichzeitig kann die Lebensqualität pflegebedürftiger Menschen verbessert werden.“

Nach Angaben der beteiligten Forscher flossen Anforderungen aus Workshops mit Pflegepersonal, älteren Menschen sowie medizinischem Fachpersonal in die Weiterentwicklung ein. Der Roboter soll künftig sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch im häuslichen Umfeld eingesetzt werden können. Neben einfachen Botengängen werden Anwendungen wie Unterstützung beim Aufstehen, Erinnerung an Medikamente oder die Vermittlung sozialer Kontakte untersucht.

Der neue Garmi befindet sich weiterhin im Forschungs- und Erprobungsstadium. Vor einem praktischen Einsatz sind weitere Tests und Sicherheitsprüfungen vorgesehen.

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