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Datenbank, Entwicklungsplattform und mehr MongoDB 4.2 und weitere Neuheiten vorgestellt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Der Datenbankspezialist MongoDB hat Version 4.2 seiner gleichnamigen Plattform veröffentlicht. Zudem stellte das Unternehmen neue Produkte vor und gab seine Pläne für die Entwicklungsplattform Realm bekannt.

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MongoDB 4.2 setzt auf Field Level Encyrption.
MongoDB 4.2 setzt auf Field Level Encyrption.
(Bild: MongoDB)

MongoDB 4.2 wurde insbesondere in Sachen Sicherheit verbessert. Dank der neuen Verschlüsselung auf Feldebene („Field Level Encyrption“, FLE) ist MongoDB in dieser Hinsicht flexibler als klassische relationale Datenbanken, die noch auf Spaltenebene chiffrieren. Der Prozess ist für den Server transparent und wird ausschließlich über MongoDB-Treiber und von der Datenbank getrennt auf dem Client-System abgewickelt. Zudem lassen sich MongoDB-Umgebungen nun von einem Kubernetes Master aus verwalten.

Transparente Verschlüsselung

Der FLE-Ansatz bietet einige Vorteile: So wird der Anwendungscode bei den meisten Lese- und Schreibvorgängen der Datenbank unverändert ausgeführt, statt wie bei anderen clientseitigen Verfahren Anpassungen zu benötigen. Zudem ermöglicht FLE eine klare Aufgabentrennung. Systemadministratoren mit Zugriff auf Betriebssystem, Datenbankserver, Protokolle und Backups können nur dann verschlüsselte Daten anzeigen, wenn sie auch Client-Zugriffsrechte und die erforderlichen Schlüssel erhalten haben. Laut MongoDB unterstützt das Verfahren auch das „Recht auf Vergessen“ gemäß aktueller Datenschutzbestimmungen. Wird der Kundenschlüssel vernichtet, sind die damit verbundenen persönlichen Daten nicht mehr lesbar.

Weitere Produktneuheiten

MongoDB kündigte zudem eine Reihe neuer Cloud-Services und Funktionen an. Nutzer können ab sofort auf die Beta-Versionen von MongoDB Atlas Data Lake und Atlas Full-Text Search zugreifen. Der serverlose Atlas Data Lake unterstützt MQL-Anfragen an bestehende S3-Buckets in allen Formaten, während Atlas Full-Text Search eine Volltextsuche auf Basis von Apache Lucene 8 für das Filtern, Ordnen und Sortieren von Daten bereitstellt. Ebenfalls neu ist MongoDB Charts, das eine schnelle und unkomplizierte Lösung für die grafische Aufbereitung von MongoDB-Daten in Echtzeit bietet. Zum Funktionsumfang zählen Diagramme für die Integration in externe Webanwendungen, Geodatenvisualisierung sowie integrierte Workload-Isolierung, um laufende Anwendungen nicht durch Analyseabfragen zu beeinträchtigen.

Pläne für Realm

Der Datenbankspezialist nannte zudem erste Details zu seinen Plänen bezüglich der im Mai übernommenen Realm-Plattform für mobile Datenbanken und Datensynchronisation. Sie soll mit der serverlosen Lösung MongoDB Stitch zusammengeführt werden. Entwickler sollen damit vom Frontend bis zum Backend während des gesamten Anwendungslebenszyklus mehr Optionen für die Arbeit mit Daten erhalten.

„Im Endeffekt werden dadurch in jeder Schicht des Entwicklungsstacks ein intuitiver Umgang mit Daten und die nahtlose Datenübertragung zwischen Geräten am Netzwerkrand und dem zentralen Backend möglich“, erklärt Eliot Horowitz, CTO und Mitbegründer von MongoDB.

Das Synchronisationsprotokoll Realm Sync wird zudem an die globale Cloud-Datenbank MongoDB Atlas angebunden. Weitere Investitionen in Realm sind bereits geplant, eine neue Version von Realm Sync soll im Jahr 2020 erscheinen.

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