Großteil nicht vorbereitet auf KI-Angriffe KI-Anforderungen überfordern Unternehmen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Accenture definiert drei Reifegrade für Unternehmen, hinsichtlich ihrer Kompetenz, modernen KI-basierten Cyberattacken zu begegnen. Wie sich zeigt, sind die wenigsten Unternehmen „Reinvention Ready“. Accenture gibt Tipps, wie es dorthin gehen kann.

Nur zehn Prozent der von Accenture befragten Unternehmen seien in der Lage, KI-Angriffe abzuwehren. (Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Nur zehn Prozent der von Accenture befragten Unternehmen seien in der Lage, KI-Angriffe abzuwehren.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Durch die rasende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz ist die Zahl der Cyberbedrohungen nicht nur gewachsen, sondern sie sind auch gefährlicher geworden. Die Studie „State of Cyber­security Resilience 2025“ von Accenture zeigt, dass die Anforderungen, die KI mit sich bringt, schon jetzt weit über das hinausgehen, was Unternehmen momentan bewältigen können. So gaben 77 Prozent der weltweit 2.286 Führungskräften aus Cybersicherheits- und Technologieabteilungen an, dass ihr Unternehmen nicht über die grundlegenden Daten- und KI-Sicherheitstools verfüge, die nötig wären, um zentrale Geschäftsmodelle, Daten­schnitt­stellen und Cloud-Infrastrukturen effektiv zu schützen.

„Unternehmen stehen heute unter enormem Druck. Zunehmende geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und immer komplexere Betriebsumgebungen treffen auf eine neue Welle KI-gestützter Cyberangriffe. Das macht sie anfälliger denn je für digitale Bedroh­ungen“, sagt Thomas Schumacher, Leiter für den Geschäftsbereich Security bei Accenture DACH. „Ein vorausschauender Sicherheitsansatz rund um den Einsatz und die Entwicklung von KI-Tools verschafft Unternehmen nicht nur einen Wettbewerbsvorteil, sondern stärkt auch das Vertrauen der Kunden – und macht Cybersicherheit so zum echten Erfolgsfaktor."

Mehrheit der Unternehmen in der „Exposed Zone“

Doch dementsprechend handeln bisher nur wenige: Nur 22 Prozent der befragten Unter­nehmen haben klare Richtlinien und Schulungen für den Einsatz generativer KI etabliert. Weiter ist nur jedes zehnte Unternehmen weltweit auf KI-gestützte Cyberbedrohungen ausreichend vorbereitet. 63 Prozent der Unternehmen fehlt es komplett an Abwehr­maßnahmen dafür.

Die Studienautoren stellen fest, dass zwischen dem Sicherheitsanspruch der Unternehmen und ihrer tatsächlichen Bereitschaft, Security-Maßnahmen konsequent umzusetzen, eine gefähr­liche Lücke klafft. Sie haben drei Reifegrade definiert, in die sie die Unternehmen auf Basis der Umfrageergebnisse eingeordnet haben:

  • 1. „Reinvention Ready Zone“: 10 Prozent der befragten Unternehmen fielen in diese Kategorie. Sie verfügen Accenture zufolge über eine anpassungsfähige und widerstandsfähige Sicher­heits­architektur, die sich kontinuierlich an neue Bedrohungen anpasst. Sie sind bestens aufgestellt, um mit der dynamischen Bedrohungslage von Cyberangriffen Schritt zu halten.
  • 2. „Progressing Zone“: Die 27 Prozent der Unternehmen in dieser Gruppe haben bereits Fortschritte gemacht, tun sich jedoch mit der strategischen Ausrichtung und der kon­se­quenten Umsetzung ihrer Sicherheitsmaßnahmen schwer.
  • 3. „Exposed Zone“: Die Mehrheit der Unternehmen (63 Prozent) fällt in diese Kategorie. Sie sind laut Accenture unzureichend auf Cyberangriffe vorbereitet und reagieren oft nur dann, wenn Bedrohungen bereits eingetreten sind. Die Herausforderungen werden durch die zu­neh­mende Komplexität von KI-Systemen und globale Risikofaktoren zusätzlich verschärft.

Für die Unternehmen in der „Reinvention Ready Zone“ sei es zu 69 Prozent weniger wahr­scheinlich, Opfer von fortgeschrittenen Cyberangriffen zu werden. Sie seien 1,5-mal effektiver darin, derartige Attacken abzuwehren. Zudem würden sie über 1,3-mal mehr Transparenz hinsichtlich ihrer IT- und OT-Umgebungen verfügen und würden einen Anstieg des Kundenvertrauens um 15 Prozent verzeichnen.

So erreichen Sie die „Reinvention Ready Zone“

  • Accenture empfiehlt Unternehmen, sich ein Sicherheitsrahmenwerk und ein Betriebsmodell zu schaffen, das den Herausforderungen einer KI-disruptiven Welt gerecht wird. Ziel sei es, klare Verantwortlichkeiten zu definieren und die KI-Sicherheit mit regulatorischen Vorgaben und geschäftlichen Zielen in Einklang zu bringen.
  • Zudem solle der digitale Kern eines Unternehmens so gestaltet sein, dass generative KI von Beginn an sicher sei, Stichwort Security by Design. Dies geschehe durch die konsequente Einbettung von Sicherheitsmaßnahmen in die Entwicklung, die Implementierung und den Betrieb von KI-Systemen.
  • Darüber hinaus gelte es, stabile und sichere Grundlagen für KI zu schaffen, die neue Be­droh­ungen frühzeitig zu erkennen, Tests von KI-Modellen zu ermöglichen und schnelle sowie effektive Reaktionen auf Cyberangriffe zu unterstützen.
  • Zu guter Letzt sollten Unternehmen den Experten zufolge generative KI gezielt einsetzen, um Sicherheitsprozesse zu automatisieren, Abwehrmechanismen zu stärken und Bedrohungen schneller zu erkennen.

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