KI als Rettungsanker für überlastete IT-Teams Kernbereiche für den KI-unterstützten Support

Von Anand Rajaram 3 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz ist auch in IT-Abteilungen für die meisten Unternehmen eine wichtige Unterstützung, um einfache Aufgaben automatisiert lösen zu können. Dabei kann es vor allem um das Netzwerk-Monitoring sowie grundlegende Fehler- und Problembehebung gehen. So können sich IT-Verantwortliche mehr mit der internen IT-Infrastruktur beschäftigen, komplexere Tickets bearbeiten und die IT-Sicherheit des Unternehmens verbessern.

Auch und gerade für IT-Teams wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer wichtiger.(Bild:  buraratn - stock.adobe.com / KI-generiert)
Auch und gerade für IT-Teams wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer wichtiger.
(Bild: buraratn - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die digitale Transformation schreitet mit Riesenschritten voran und der Druck auf IT-Abteilungen wächst. Immer komplexere Systeme, allgegenwärtige Cybersecurity-Bedrohungen und ein nicht enden wollendes Meer an Tickets – der Alltag vieler IT-Fachkräfte ist von Stress, Zeitdruck und Überforderung geprägt. Viele sehen sich kaum noch in der Lage, die steigenden Anforderungen zu bewältigen. Doch am Horizont zeichnet sich ein Lichtblick ab: Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich zunehmend zum Rettungsanker für überarbeitete Tech-Teams.

Zeitnot als ständige Begleiterscheinung

Laut der von GoTo in Auftrag gegebenen und von OnePoll unter 1.500 IT-Fachkräften durchgeführten internationalen Studie „Was bedeutet KI für Ihr IT-Unternehmen?“ [PDF], fühlen sich 58 Prozent der Befragten von der schieren Menge an täglichen Aufgaben überfordert. Wie die Umfrage auch zeigt, können IT-Mitarbeiter an einem durchschnittlichen Arbeitstag gerade mal 85 Prozent der eingehenden Tickets abarbeiten. Zwar lässt sich rund die Hälfte der Anfragen relativ leicht lösen, doch fast ein Drittel (29 Prozent) bereitet den Support-Teams erhebliches Kopfzerbrechen. Erschwerend kommt hinzu, dass neben dem stressigen Tagesgeschäft noch weitere zeitraubende Aufgaben auf den Schultern der IT-Experten lasten: 39 Prozent kümmern sich nebenbei auch noch um dringende Cybersecurity-Themen, 26 Prozent um interne Sicherheitsprobleme und 25 Prozent kämpfen mit chronisch knappen Budgets.

Angesichts dieser gewaltigen Herausforderungen setzen IT-Abteilungen ihre Hoffnungen zunehmend auf die Unterstützung durch KI. Eine überwältigende Mehrheit, 92 Prozent, der befragten IT-Entscheider erachtet den Einsatz von künstlicher Intelligenz für ihren Job als förderlich. 94 Prozent stimmen der Aussage zu, sie würden der Technologie einfache Aufgaben übertragen, um sich selbst zu entlasten. Und fast drei Viertel (73 Prozent) wären sogar bereit, KI mit komplexeren Tätigkeiten zu betrauen. Hochgerechnet auf den gesamten Arbeitstag versprechen sich Tech-Experten von der KI-Unterstützung jeden Tag eine durchschnittliche Zeitersparnis von über zwei Stunden.

Drei Kernbereiche für den KI-Support

Doch für welche Aufgaben soll der virtuelle Helfer konkret einspringen? Laut Studie stehen vor allem drei Bereiche hoch im Kurs: die Überwachung der Netzwerkperformance (44 Prozent), einfaches Troubleshooting von Endgeräten (42 Prozent) und die schnelle Behebung grundlegender IT-Probleme (40 Prozent). 83 Prozent der Befragten sind fest davon überzeugt, dass sie solch simple Tätigkeiten ohne größere Schwierigkeiten an die Technologie abtreten könnten. Kein Wunder, dass fast alle IT-Führungskräfte (93 Prozent) ernsthaft über Weiterbildungen nachdenken, um KI möglichst effektiv im eigenen Arbeitsalltag einsetzen zu können.

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich: Künstliche Intelligenz ist in der IT-Branche längst keine Science-Fiction mehr, sondern tägliche Realität. Satte 73 Prozent der befragten Teams setzen bereits heute KI-Lösungen ein, um ihren Arbeitsalltag zu erleichtern. Von den übrigen Nachzüglern planen 61 Prozent, innerhalb der nächsten zwölf Monate mit der Implementierung zu beginnen. Wie wichtig das Thema ist, belegt auch die Tatsache, dass in zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) die IT-Abteilung direkt mitentscheidet, ob ihre Organisation künftig auf KI setzt oder nicht.

Routineaufgaben abgeben und wertvolle Zeit gewinnen

Beim Blick in die Zukunft sind die Befragten in Bezug auf die Auswirkungen von KI in den nächsten 10 Jahren optimistisch: Mit dem verstärkten Technologieeinsatz rechnen IT-Experten damit, endlich mehr Zeit für wichtige Aufgaben zu haben (48 Prozent), von effizienteren Ticketing-Prozessen zu profitieren (43 Prozent) und sich zusätzlichen, spannenden Verantwortlichkeiten widmen zu können (41 Prozent). Die durch KI freiwerdenden Kapazitäten wollen Tech-Teams sinnvoll nutzen – vor allem für die kontinuierliche Verbesserung der IT-Infrastruktur (55 Prozent), die Lösung besonders schwieriger Support-Anfragen (46 Prozent) und die Stärkung der IT-Sicherheit im Unternehmen (42 Prozent).

Künstliche Intelligenz mag für einige IT-Abteilungen noch Neuland sein, doch ihre Auswirkungen sind auf der ganzen Welt zu spüren. Wer es schafft, sich von zeitraubenden Routineaufgaben zu befreien, kann sich auf strategische Zukunftsthemen konzentrieren und so die digitale Transformation seines Unternehmens entscheidend mitgestalten. IT-Teams, die jetzt die Initiative ergreifen, sich schlaumachen und mutig neue Wege gehen, verschaffen ihren Arbeitgebern einen wertvollen Vorsprung im internationalen Wettbewerb. Es ist der perfekte Zeitpunkt, dass die Tech-Experten aus dem Schatten des Troubleshootings heraustreten und eine aktive Führungsrolle übernehmen. Denn sie werden gebraucht, um unsere digitale Zukunft zu gestalten.

Anand Rajaram.(Bild:  GoTo)
Anand Rajaram.
(Bild: GoTo)

Über den Autor

Anand Rajaram ist Vice President Product der IT Solutions Group bei GoTo.

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