Ausblick in die Zukunft

IDC stellt Smart-Cities-Prognosen vor

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Laura Hopp, Consultant von IDC in Frankfurt
Laura Hopp, Consultant von IDC in Frankfurt (Bild: IDC)

Im Rahmen der Futurescape-Prognosen haben sich die Marktforscher von IDC auch dem Thema Smart Cities gewidmet. Sie veröffentlichten die Top 10 der Vorhersagen, die sich im Zuge der Digitalen Transformation auf regionale und lokale Behörden auswirken werden.

Bei Smart Cities gilt eine ergebnisorientierte Digitale Transformation als Hauptziel. Sie konzentriert sich auf strategische Prioritäten für Stadtbewohner, Besucher und Unternehmen. Laut IDC stehen dabei vor allem wirtschaftliche Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, nachhaltige Planung und Verwaltung, datengetriebene öffentliche Sicherheit, belastbare Energiesysteme und Infrastruktur sowie intelligenter Transport im Mittelpunkt.

„Wir beobachten zunehmend, dass die öffentlichen Verwaltungen Innovationen mehr und mehr annehmen und kreative Wege finden, um neue Lösungen auszuprobieren. Uns stehen aufregende Zeiten ins Haus. In nächster Zeit werden wir neue Partnerschaftsmodelle, neue Anwendungsfälle für die Nutzung innovativer Technologien sowie den Einzug von Spitzentechnologien in die Stadtverwaltungen beobachten können“, erklärt Laura Hopp, Consultant von IDC in Frankfurt.

Top 10 im Überblick

IDC hat die folgenden Vorhersagen rund um Smart Cities getroffen:

  • 1. Im Jahr 2018 wird ein Anbieter von Kommunikationsdiensten als „Digital Hero“ auftreten und eine Kooperationsstrategie zur Entwicklung intelligenter Gemeinschaften entwickeln, die zu einer 50-prozentigen Verbesserung der Breitbandversorgung in den Gemeinden führt, mit denen er zusammenarbeitet.
  • 2. Im Jahr 2018 werden 30 Prozent der großen globalen Städte eine ergebnisorientierte Smart-City-IoT-Plattformstrategie entwickeln, um Geräte miteinander zu verbinden, Daten von verschiedenen Stadtdomänen und Technologieanbietern zu sammeln und zu verwalten, neue Lösungen schnell zu implementieren und eine einheitliche Sicht auf die Stadt zu schaffen.
  • 3. Bis 2019 werden 25 Prozent der mittelgroßen bis großen Städte die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Einnahmen aus dem Bereich Parken und Verkehr, auf Werbeeinnahmen und Einnahmen aus potenziellen Premium-Datendienste spüren.
  • 4. Bis 2019 wird ein Drittel der Großstädte Ride-Hailing-Unternehmen wie Uber als Anbieter im Personennahverkehr regulieren, um Staus zu bekämpfen, die Sicherheit der Fahrer zu verbessern und das individuelle Transportangebot zum und vom öffentlichen Nah- oder Fernverkehr nach Hause auszubauen.
  • 5. Bis 2019 werden 20 Prozent der lokalen, staatlichen und regionalen Regierungen weltweit Blockchain-Initiativen entwickeln, um Betriebs- und Verarbeitungskosten zu senken, die Datenintegrität und -freigabe zu verbessern und Sicherheits- und Datenschutzprotokolle in Registern und Verträgen zu verankern.
  • 6. Bis 2019 werden bis zu 50 Prozent der Smart-City-Projekte weltweit über öffentlich-private Partnerschaften, Nonprofit-Partnerschaftsmodelle, kofinanzierte Innovationszentren oder Grundsatzvereinbarungen finanziert, da Städte und Technologieanbieter neue Wege der Zusammenarbeit jenseits traditioneller Beschaffungsmodelle suchen.
  • 7. Bis 2020 werden mindestens drei groß angelegte städtische Initiativen es dem Einzelnen ermöglichen, persönlich mit Objekten wie Straßenlaternen, Straßenkiosken und Tourismusstrukturen zu interagieren und auf neue Erfahrungen, Informationen und Dienstleistungen zuzugreifen.
  • 8. Als Reaktion auf die Entwicklungen bei vernetzten Fahrzeugen und den Druck zur Verbesserung der Sicherheit werden bis 2020 20 Prozent der mittelgroßen und großen Städte damit beginnen, Vehicle-to-Vehicle- oder Vehicle-to-Infrastructure-(V2X)-Kommunikation zu ermöglichen, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Kollisionen deutlich zu reduzieren.
  • 9. Bis 2020 werden 15 Prozent der großen globalen Katastrophenschutzorganisationen in Städten und Ländern eine Kombination aus Augmented- und Virtual-Reality-Lösungen einsetzen, um durch Remote-Incident-Management und Virtual-Subject-Expertise-Gefahrensituationen besser einschätzen und auf diese reagieren zu können.
  • 10. Aufgrund der zunehmenden Angreifbarkeit von Smart Cities für Cyberangriffe, werden bis 2020 70 Prozent der nationalen Regierungen einheitliche Cybersicherheitsstandards (wie zum Beispiel Datenverwaltungsregeln und Konnektivitätssicherheit) für alle Regierungsebenen schaffen und durchsetzen.

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