Technologien und Trends ermittelt

Gartner veröffentlicht Hype Cycle für Data Management

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gartner hat den Hype Cycle Data Management vorgestellt.
Gartner hat den Hype Cycle Data Management vorgestellt. (Bild: Gartner)

Die Analysten von Gartner haben ihren Hype Cycle für den Bereich Data Management veröffentlicht. In dessen Rahmen werden Technologien und Trends vorgestellt, die in Zukunft beim Datenmanagement eine wichtige Rolle spielen.

Daten werden zunehmend über mehrere Systeme verteilt. Unternehmen und Organisationen müssen dabei mit komplexen Anforderungen zurechtkommen. Der Gartner Hype Cycle for Data Management soll CIOs und anderen Entscheidern helfen, den Reifegrad der evaluierten Datenmanagement-Technologien zu erkennen und damit ein zusammenhängendes Data-Management-System in ihren Unternehmen zu etablieren.

SQL-Interfaces auf dem Vormarsch

Laut Gartner sind zwei Technologien besonders interessant, da sie die Auswirkungen des Cloud Computings auf das Datenmanagement zeigen. Hadoop-Distributionen werden demnach als obsolet betrachtet, noch ehe sie zu ihrer höchsten Produktivität auflaufen. Dies liegt den Marktforschern zufolge an der Komplexität und dem fragwürdigen Nutzen des gesamten Hadoop-Stacks. Unternehmen überdenken deshalb dessen Rolle in ihrer Informations-Infrastruktur. Stattdessen sind zunehmend wettbewerbsfähige und komfortable Cloud-basierte Angebote gefragt, die mit nutzungsbasierter Abrechnung und zweckdienlichen Datenverarbeitungsoptionen punkten können. Im Zuge dieses Trends werden SQL-Interfaces für objektbasierte Cloud-Speicherung an Bedeutung gewinnen. „Wir erwarten, dass solche Interfaces die Zukunft von Cloud-Datenbanken als Platform-as-a-Service (PaaS) darstellen. Sie werden in zwei bis fünf Jahren das Produktivitäts-Plateau erreichen, da sie im Fokus der meisten Cloud-Anbieter und der entsprechenden Produkte stehen“, meint Donald Feinberg, Vice President und Distinguished Analyst von Gartner.

Weitere Trends identifiziert

Von 35 weiteren Technologien erwiesen sich laut Gartner einige als ausgesprochen zukunftsträchtig. So gilt Event Stream Processing inklusive Distributed-Stream-Processing- (DSCPs) und Event-Processing-Plattformen (EPPs) als Schlüsselfaktor für digitale Unternehmen. Die entsprechende Technik reift laut den Marktforschern rapide heran. Gleiches gilt für In-Memory-Datenbankverwaltung (IMDBMS), deren Akzeptanz trotz der teuren Infrastruktur zunimmt. Ein Wachstumstreiber ist dabei der Bedarf an persistenten Modellen, die für Hochverfügbarkeit und damit die Einhaltung von Transaktions-SLAs geeignet sind. Auch Blockchains bleiben im Blickpunkt der Unternehmen, wenngleich das Distributed-Ledger-Konzept wegen Problemen bei Skalierbarkeit, Risikofaktoren und Governance noch mit Vorsicht betrachtet wird. Sollten diese Einschränkungen überwunden werden, ist ein breiter Einsatz der Technologie denkbar.

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