OCEANIS von VDE|DKE und IEEE

Ethik-Initiative für künstliche Intelligenz gegründet

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Weltweit arbeiten Normungs-Experten daran, Ethik in autonome und intelligente Systeme fest zu verankern.
Weltweit arbeiten Normungs-Experten daran, Ethik in autonome und intelligente Systeme fest zu verankern. (Bild: obs/VDE e.V. Bereich DKE/Hannibal)

In Wien wurde die Open Community for Ethics in Autonomous and Intelligent Systems (OCEANIS) ins Leben gerufen. Das globale Forum geht auf eine Initiative von VDE|DKE und dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) zurück.

Neben den beiden Verbänden haben acht weitere internationale Standardisierungsorganisationen an der Gründung von OCEANIS teilgenommen. Dazu zählen die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC), das Britische Normungsinstitut (BSI), das Chinesische Institut für elektronische Normung (CESI), das Institut für Elektrotechnik und Elektronik, die Normenvereinigung (IEEE-SA), die Österreichische Elektrotechnische Vereinigung Prüfung und Zertifizierung (OVE), die Österreichische Normen International (A.S.I.), die Nationale Normungsbehörde Irlands (NSAI), die Servicio Ecuatoriano de Normalization (INEN) sowie die Türk Standardlari Enstitüsü (TSE).

Weltweite Kooperation

Im Rahmen von OCEANIS wollen die Standardisierungsorganisationen weltweit eng zusammenarbeiten. Dabei steht die Entwicklung technischer Lösungen auf KI-Basis im Mittelpunkt, die sich lokal und global einsetzen lassen. In dieser Hinsicht wollen die OCEANIS-Mitglieder auch Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Orientierung bieten. Gemeinsam mit Experten aus Philosophie, Theologie, Psychologie und Soziologie soll ein Katalog an Anforderungen entstehen, die einer ethischen künstlichen Intelligenz beizubringen sind.

„Letztlich führt kein Weg daran vorbei, dass sich die internationale elektrotechnische Community Gedanken über das "richtige" und "falsche" Verhalten macht, auf das eine KI trainiert werden soll. Dadurch werden wir auch gezwungen, Entscheidungen zu diskutieren, um die wir uns als Ingenieure bisher "drücken" konnten. Diese Zeiten sind vorbei. Wir müssen raus aus unserer technischen Komfortzone und in den Dialog mit Experten anderer Disziplinen, wie den Geistes- und Sozialwissenschaften, treten und gemeinsam ethische Leitlinien für KI entwickeln, die weltweit in der Elektro- und Informationstechnik akzeptiert werden und dann auch Gültigkeit haben“, erklärt Michael Teigeler, Geschäftsführer von VDE|DKE.

Weitere Informationen zu der Initiative sind auf deren Website zu finden.

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