Studie von Alteryx zu Analysefähigkeiten Eigene Datenkompetenz wird häufig überschätzt

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Alteryx zeigt, dass sich mehr als drei Viertel der IT-Kräfte für überdurchschnittlich gut im Umgang mit Daten halten – doch nur etwas mehr als ein Drittel generiert tatsächlich Mehrwert.

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IT-Profis schätzen ihre Datenkompetenz oft optimistisch ein.
IT-Profis schätzen ihre Datenkompetenz oft optimistisch ein.
(Bild: Alteryx)

Für die Umfrage wurden mehr als 3.000 mit Daten arbeitende Angestellte in deutschen, französischen und englischen Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern befragt. Das Ergebnis legt laut Alteryx nahe, dass die eigene Datenkompetenz oft überschätzt wird – speziell in der IT-Abteilung. Von rund 1.000 Deutschen arbeiten demnach 164 in der IT. Von diesen gaben 79 Prozent an, über überdurchschnittlich gute Datenkompetenz zu verfügen. Die weiteren Ergebnisse zeigen aber, dass Analyse- und Interpretationsfähigkeiten eher dünn gestreut sind. So trauen sich nur 37 Prozent der Befragten zu, Ableitungen zu treffen, die letztlich zu einem Mehrwert für ihr Unternehmen führen.

Im Detail schätzt sich weniger als die Hälfte der IT-Profis als „sehr gut“ in der grundlegenden Handhabung von Daten ein. Dabei geht es um das sichere Identifizieren vertrauenswürdiger Daten (43 Prozent), die Datenbereinigung (43 Prozent) sowie das sichere Teilen von Daten (48 Prozent). Bei den analytischen Fähigkeiten sieht es dünner aus: 33 Prozent gaben an, deskriptive Analysen aus Daten generieren zu können. Prädiktive Analysen beherrschen 30 Prozent, während sich nur 25 Prozent präskriptive Handlungsempfehlungen zutrauen.

Fortbildungen und Tools helfen

Abhilfe könnte zielgerichtetes Training schaffen – denn nur 29 Prozent der befragten ITler gaben an, am Arbeitsplatz die richtigen Schulungen für den Umgang mit Daten zu erhalten. Dabei könnte die Förderung der Datenkompetenz die gesamte Belegschaft stärken (35 Prozent) sowie unabhängigeres Arbeiten fördern (35 Prozent). Zudem sollen die Vorteile von Datenkompetenz für das berufliche Weiterkommen stärker kommuniziert werden. Auch die Ausstattung mit den nötigen Tools ist wichtig: Nur 41 Prozent gaben an, hier perfekt ausgestattet zu sein. Es mangelt an spezieller Datenanalysesoftware (40 Prozent) und dem Zugang zu einfachen, codefreien Anwendungen (32 Prozent).

„Jedes Unternehmen verfügt über eine Fülle von Daten, die es nutzen könnte, um sich vom Wettbewerb abzusetzen“, meint Roger Illing, Vice President Central & Eastern Europe von Alteryx. Der Mangel an analytischen Fähigkeiten führe jedoch dazu, dass dieses Potenzial oft ungenutzt bleibe. Daten- und Weiterbildungsinitiativen könnten Qualifikationslücken effektiv schließen. „Keiner muss hierfür heute noch fortgeschrittene Mathematik oder Programmiersprachen lernen. Flexible Self-Service-Plattformen mit einfacher Drag-and-Drop-Bedienung und vollautomatisiertem, maschinellem Lernen können alle Datenarbeiter in die Lage versetzen, Mehrwert aus Daten zu ziehen“, so Illing.

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