Studie von Deloitte

Deutsche Unternehmen sind Vorreiter bei Process Robotics

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Bei unternehmensweiten Ki-Strategien herrscht laut Deloitte noch Nachholbedarf.
Bei unternehmensweiten Ki-Strategien herrscht laut Deloitte noch Nachholbedarf. (Bild: Deloitte)

In der Studie „State of AI in the Enterprise“ hat Deloitte KI-Verantwortliche weltweit zum aktuellen Entwicklungsstand befragt. Dabei zeigte sich unter anderem, dass deutsche Firmen im Bereich Process Robotics eine Vorreiterrolle einnehmen.

„Es ist erfreulich, dass es bei der Anwendung von KI-Technologien in deutschen Unternehmen keine generellen Lücken gibt“, meint Milan Sallaba, Partner und Technology Sector Lead von Deloitte. Es kämen alle Varianten von KI zum Einsatz. Besonders auffällig sei aber die starke Verbreitung von Process Robotics: 67 Prozent der befragten deutschen Unternehmen nutzen die robotergesteuerte Prozessautomatisierung. In den internationalen Vergleichsmärkten USA, China, Großbritannien, Frankreich, Kanada und Australien liegt dieser Anteil nur bei 49 Prozent.

Aufholbedarf gibt es dagegen bei der Strategie, wie die Studie zeigt. Demnach verfolgen erst ein Viertel (26 Prozent) der deutschen Unternehmen eine firmenweite KI-Strategie. In den Vergleichsmärkten liegt dieser Anteil bei 35 Prozent. Deloitte sieht KI hierzulande vor allem auf Abteilungsebene umgesetzt und weist darauf hin, dass die Entwicklung derzeit von einzelnen Anwendungen hin zu einer umfassenden KI-Nutzung in der gesamten Wertschöpfungskette geht. Umfassende Strategien seien dabei unumgänglich.

Unsicherheit und Fachkräftemangel

Die mangelnden Strategien sind möglicherweise auch auf das noch immer ausbaufähige Vertrauen der Unternehmen in die Künstliche Intelligenz zurückzuführen. So ist die Angst, falsche Entscheidungen auf Basis von KI zu treffen mit 46 Prozent der Befragten relativ verbreitet. Auch das Thema Cybersicherheit spielt dabei eine Rolle. Hier wird vor allem der Diebstahl sensibler Daten und Algorithmen gefürchtet. Zudem fehlt es nach wie vor an Fachkräften: 62 Prozent der Befragten beklagen fehlende KI-Kompetenzen, jede fünfte Firma spricht sogar von großen Schwächen in diesem Bereich. Neben IT- und Tech-Spezialisten sind vor allem Change-Manager händeringend gesucht, um die digitale Transformation im Unternehmen zu organisieren und umzusetzen.

Lösungen von der Stange

Dabei muss das Rad nicht immer neu erfunden werden, wie die Studie zeigt. KI-as-a-Service oder vereinfacht ausgedrückt Lösungen von der Stange erfreuen sich großer Beliebtheit. Nur ein kleiner Teil der befragten Unternehmen implementiert KI hauptsächlich mit firmeneigenen Kräften. Überwiegend kommen fertige KI-Bausteine für eigene Produkte und Dienstleistungen zum Einsatz. Derartige „off the shelf“-Lösungen bieten diverse Vorteile, darunter etwa einen schnellen und kostengünstigen Zugang zu intelligenten Produkten, Services und Geschäftsmodellen. Zudem ermöglichen sie auch kleineren Unternehmen den ressourcenschonenden Zugang zu modernen KI-Verfahren.

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