Technologie in der Fertigungsindustrie Potenzial für Daten-Streaming steigt weiter an

Von Marvin Djondo-Pacham 2 min Lesedauer

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87 Prozent der Fachleute aus der Fertigungsindustrie sind mit Daten-Streaming vertraut. Das zeigt der aktuelle „Data Streaming Report“ 2025 von Confluent. Dieses Ergebnis unterstreicht die wachsende Relevanz dieser Technologie im industriellen Umfeld.

Produktionsanlagen erzeugen heute mehr Daten als je zuvor. Viele dieser Daten bleiben jedoch ungenutzt. Daten-Streaming kann dieses Defizit beheben.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Produktionsanlagen erzeugen heute mehr Daten als je zuvor. Viele dieser Daten bleiben jedoch ungenutzt. Daten-Streaming kann dieses Defizit beheben.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Confluent befragte für den „Data Streaming Report“ 2025 4.175 IT-Führungskräfte aus zwölf Ländern, darunter die Vereinigten Staaten, Japan und Deutschland. Das Ergebnis: Daten-Streaming stößt in der Fertigungsindustrie auf Akzeptanz.

Know-how und Bereitschaft sind vorhanden

Knapp die Hälfte der Befragten verfügt über fundiertes Wissen. 40 Prozent bringen praktische Erfahrung mit. Außerdem setzten sich moderne Datenarchitekturen wie Data Lakes, Lakehouses und serviceorientierte Plattformen durch. Sie bieten direkten Zugriff auf aktuelle Informationen, lassen sich flexibel skalieren und in bestehende Systeme integrieren.

Trotz dieser Entwicklung bestehen strukturelle Hürden. Über die Hälfte  der Unternehmen berichten regelmäßig über isolierte Datenspeicher, 15 Prozent bewerten diese sogar als kritisches Problem. Isolierte und inkompatible Systeme bremsen den Datenfluss, verursachen Verzögerungen und erschweren die Einordnung von Informationen.

Überwindung struktureller Hürden

Auch bei der Daten-Governance besteht Nachholbedarf. 67 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Zuständigkeiten für Daten nicht klar geregelt sind. Das führe zu Unsicherheit bei der Implementierung von Streaming-Lösungen.

Laut den Experten von Confluent brauche es mehr als technologische Bereitschaft, um das volle Datenpotenzial auszuschöpfen. Ziel sollte es sein, Produktionsprozesse dynamisch zu steuern und unmittelbar auf Veränderungen zu reagieren. Dafür seien kontinuierliche Datenverarbeitung, klare Verantwortlichkeiten und integrierte Plattformen entscheidend.

Daten-Streaming-Plattformen würden dafür die Grundlage schaffen: Sie verbinden Datenquellen, unterstützen neue Anwendungsfälle und liefern Daten dahin, wo sie im Betrieb unmittelbar benötigt werden. 70 Prozent der Befragten erwarten, dass die Nutzung von Daten-Streaming-Plattformen in den nächsten zwei Jahren zunehmen wird.

Von technischen Möglichkeiten zur Umsetzung

Daten-Streaming verändert grundlegend, wie Unternehmen Daten verarbeiten. Statt regelmäßiger Berichte liegt der Fokus auf Entscheidungen in Echtzeit. Für die Confluent-Experten reiche es daher nicht aus, einzelne Systeme zu modernisieren. Auch Prozesse, Schnittstellen und Zuständigkeiten müssten weiterentwickelt werden.

Dieser Wandel hat in der Fertigungsindustrie bereits begonnen. 88 Prozent der Befragten sehen Innovationen im Daten-Streaming als strategisch wichtig, während 89 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen im Jahr 2025 weiter zu erhöhen. IT-Architekturen werden modularer aufgebaut, Anwendungsfälle schrittweise erweitert.

Daten gelten zunehmend als kritische Ressource für die Produktion. Gleichzeitig wächst das Verständnis dafür, dass es dabei nicht allein um technische Fragen geht. All diese Aspekte weisen darauf hin, dass Daten-Streaming immer mehr zu einem festen Bestandteil digitaler Strategien in der Industrie wird.

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