Datenschulden werden zum Kernanliegen für große Unternehmen „Data Debt“ – es mangelt an Datenstrategien und Fachkräften

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Ein Bericht von HFS Research und Syniti legt dar, wie hinderlich Data Debt (deutsch: Datenschulden) und der Mangel an umfassenden Datenstrategien für Global-2.000-Unternehmen sind. Diese erkennen zunehmend den Bedarf an spezialisierten Fachleuten, um ihre Unternehmensziele zu erreichen.

Das bloße Generieren und Sammeln von Daten bringt nicht viel, wenn diese nicht verwertet werden können.(Bild:  © TSUNG-LIN WU – stock.adobe.com)
Das bloße Generieren und Sammeln von Daten bringt nicht viel, wenn diese nicht verwertet werden können.
(Bild: © TSUNG-LIN WU – stock.adobe.com)

Der Bericht Don't drown in data debt. Champion your Data First culture (Versinken Sie nicht in Datenschulden. Setzen Sie sich für eine „Data-First“-Kultur ein) zeigt auf, dass das Fehlen umfassender Datenstrategien unter den 2.000 größten Unternehmen der Welt die Nutzung von KI-Tools beeinträchtigt und Unternehmensziele untergräbt. Highlights des Berichts umfassen:

  • Fast 85 Prozent der Wirtschaftsführer stimmen darin zu, dass effektives Datenmanagement Umsatz, Gewinn und Shareholder Value in erheblichem Maße vorantreibt.
  • Unternehmen erkennen, dass mehr als 40 Prozent ihrer organisatorischen Daten nicht verwertbar sind. Diese sind nicht vertrauenswürdig, es mangelt ihnen an Qualität oder sie sind veraltet, ungenau, doppelt vorhanden oder inkonsistent.
  • Die größte Herausforderung bei der Implementierung von KI-Technologien liegt in der Verbesserung der operativen Datenverfügbarkeit.
  • Entscheidend ist ein vereinheitlichtes Datenmanagement. Für eine höhere Effizienz und die maximale Nutzbarkeit von Daten ist es essenziell, Dateninitiativen an die Unternehmensziele anzugleichen.

Für den Bericht von HFS Research und Syniti wurden mehr als 300 Wirtschaftsführer (49 % aus den USA) der Global-2.000-Unternehmen in allen Branchen befragt, um zu analysieren, wie Unternehmen sich durch die komplexe Landschaft an Herausforderungen beim Datenmanagement navigieren und wie diese Hürden ihre Fähigkeiten behindern, ihre operative Effizienz wirksam einzusetzen und ihr Unternehmenswachstum voranzutreiben. Es wird empfohlen, dass Unternehmen eine Data-First-Kultur einführen, umfassende Strategien zum Datenmanagement implementieren und sich in Richtung ergebnisorientierte Partnerschaften mit Dienstleistungsanbietern bewegen, um erfolgreich zu sein.

Im Bericht werden insbesondere fünf strategische Prinzipien vorgeschlagen, die bei der Lösung des Problems Datenschulden und dem Engagement für eine Data-First-Kultur einen bedeutsamen Fortschritt ermöglichen:

  • 1. Daten sind nicht nur ein Problem der IT. Sie sind Kernanliegen eines Unternehmens. Das strategische Ziel von Datenmanagement ist es, nahtlos funktionierende End-to-End-Geschäftsprozesse zu erleichtern, die das „One-Office“-Erlebnis unterstützen. Bei diesem treffen Menschen, Wissen, Prozesse und Infrastruktur als eine integrierte Einheit zusammen, mit einer vereinheitlichten Ereignismenge.
  • 2. Daten und KI müssen gleichzeitig angegangen werden. Besseres Datenmanagement hat sich als beste Initiative herausgestellt, um KI-Fähigkeiten besser wirksam einzusetzen.
  • 3. Die Messung der Auswirkungen von ungültigen Daten ist entscheidend, um Datenschulden zu reduzieren. Weniger als 40 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über vorhandene Methoden und Metriken, um die Auswirkungen ungültiger Daten auf ihre Unternehmen beziffern zu können.
  • 4. Das Problem mit den Daten liegt bei den Menschen. Der Mangel an spezialisierten Fachleuten ist eine der größten drei Herausforderungen beim Datenmanagement.
  • 5. Professionelle Dienstleistungen müssen neu ausgerichtet werden – als Business Data Services mit dem Fokus auf Ergebnissen, nicht auf Bemühungen. Fast 90 Prozent der Unternehmen zählen bei Dateninitiativen auf Drittanbieter. Liegt der Fokus jedoch eher auf den Bemühungen als auf den Ergebnissen, führt dies zu Ineffizienzen. Um den tatsächlichen Wert voranzutreiben, müssen Unternehmen von Anbietern verlangen, dass diese aussagekräftige Ergebnisse priorisieren.

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