Innovationen für eGovernment und eHealth

Bundeswirtschaftsministerium fördert Big- und Smart-Data-Projekte

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Das Thema Smart City wird derzeit in den Kommunen intensiv diskutiert. Viele der angedachten oder zum Teil schon projektierten Smart-City-Konzepte basieren auf Big- beziehungsweise Smart-Data-Anwendungen. Folgerichtig fördert das BMWi auch aus diesem Bereich Erfolg versprechende Projekte.

Eines davon ist ExCELL – Echtzeitanalyse und Crowdsourcing für eine selbstorganisierte City-Logistik. Zur Begründung heißt es aus dem Ministerium: „Der volkswirtschaftliche Schaden, der jedes Jahr durch Staus in Deutschland entsteht, beträgt laut dem britischen Forschungsinstitut Centre for Economics and Business Research (CEBR) knapp acht Milliarden Euro. Zudem werden dem Kraftfahrt Bundesamt zufolge in Deutschland jährlich knapp sechs Milliarden Kilometer ohne Fracht von Transportunternehmen zurückgelegt. Das sind nur zwei Beispiele, die zeigen, welche enormen Effizienzpotenziale in einer effizienteren Mobilität und Logistik stecken.“

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Ziel des Projekts ExCELL sei die Entwicklung und Pilotierung einer Plattform, die integrierte Mobilitätsdienstleistungen für KMU ermögliche. Basierend auf existierenden Geo-, Verkehrslage- und Betriebsdaten soll ein Crowdsourcing­Ansatz verfolgt werden, um Dezentralität, Flexibilität und Aktualität zu gewährleisten.

Die Plattform soll existierende Routingkonzepte von derzeit sieben Praxispartnern integrieren und deren Daten mit heterogenen Massendaten aus der Crowd anreichern.

Katastrophenmanagement mit Smart Data

In Katastrophenfällen, wie beispielsweise bei Hochwasser, spielt eine gute Datenverfügbarkeit bekanntermaßen in allen Phasen des Risikomanagements eine außerordentlich wichtige Rolle. Aktuelle und verlässliche Informationen über die Vor-Ort-Situation sind aus unterschiedlichen Gründen derzeit aber noch nicht schnell genug für den Einsatz verfügbar.

Das Projekt sd-kama – Smart-Data-Katastrophenmanagement will hier am Beispiel der Naturkatastrophe „Hochwasser“ Abhilfe schaffen. Projektziel ist, die Verfügbarkeit von Informationen, beispielsweise über das Ausmaß und die Intensität des Hochwassers, über die betroffene Bevölkerung oder über den Zustand von Gebäuden und Infrastrukturen, zu verbessern.

Dazu soll im Rahmen des Projekts ein Informationssystem entwickelt werden, das unter anderem geografische Angaben aus Satellitenbildern mit anderen Quellen, wie durch Crowdsourcing gewonnenen Bild und Videodaten der Vor-Ort-Situation beziehungsweise weiteren Sensordaten, zusammenführt und ein zielgerichtetes, echtzeitfähiges und skalierbares Katastrophenmanagement ermöglichen soll.

Intelligente Energienutzung

Angesichts der Energiewende und des sich schnell verändernden Energiemarktes ist eine zuverlässige, stabile und kostengünstige Energieversorgung von Infrastrukturen wie Flug- oder Seehäfen, Industrie und Chemieparks, Fabriken oder Fertigungsanlagen eine immense Herausforderung. Insbesondere die Steuerung energierelevanter Anlagen funktioniert häufig anlagenspezifisch und ohne intelligente Vernetzung, was eine Abstimmung der Anlagen untereinander erschwert. Das Forschungsprojekt SmartEnergyHub beschäftigt sich mit der Frage, wie Betreiber solcher kritischer Infrastrukturen das Energiemanagement optimieren können.

SmartEnergyHub verfolgt einen Ansatz auf Basis einer sensorbasierten Smart-Data-Plattform, über die Energiemanagementdaten, Wetterprognosen und die Anbindung an externe Marktplätze kombiniert und dadurch Energiesparpotenziale erschlossen werden.

Energieeffizienzsteigerungen sollen dabei durch eine gesamtheitliche Betrachtung aller vorhandenen energierelevanten Anlagen erreicht werden können. Am Beispiel des Stuttgarter Flughafens will SmartEnergyHub zeigen, wie durch den Einsatz intelligenter IT-Lösungen Einsparpotenziale und Mehrwerte für den Betrieb von Infrastrukturen realisiert werden können.

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