Kommentar von Martin Zlaty, Datavard

Big Data rückt Datenmanagement wieder in den Fokus

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Wie das Kuchendiagramm in der Bildergalerie veranschaulicht, sind nicht alle Daten wertvolle Daten, die aktiv im System vorgehalten werden müssen. Eine Analyse (BW Fitness Test) in über 200 Kundensystemen zeigt, dass produktiv genutzte und berichtsfertige Daten in Infocubes nur rund sieben bis elf Prozent der Systemgröße ausmachen. Der Rest sind Stammdaten (vier bis zehn Prozent), temporäre Daten (20 bis 31 Prozent), Daten in DSOs (30 bis 48 Prozent) und Daten in Cubes, die älter als zwei Jahre sind (drei bis sieben Prozent).

Mit zunehmendem Datenvolumen nimmt der Anteil der aktiv genutzten Daten rapide ab. Gerade ältere historische (kalte) Daten werden oftmals nur noch für eventuelle Prüfungen vorgehalten. Sie werden jedoch weiterhin in gleicher Weise wie die aktiv genutzten (warmen und heißen) Daten verwaltet. Das heißt, ein Terabyte aktiv genutzter Daten verursacht die gleichen Kosten wie ein Terabyte unregelmäßig genutzter oder sogar ungenutzter temporärer Daten. Diese überflüssigen Daten verursachen jedoch nicht nur hohe Betriebskosten, sie stehen zudem einer optimalen Performance des Systems im Weg. Die Folge sind oftmals Verzögerungen in den täglichen Auswertungen, die wichtige Entscheidungen blockieren können. Im cleveren Datenmanagement liegt daher enormes Potenzial.

Information Lifecycle Management räumt Datendschungel auf

Um dieses Potenzial zu realisieren, sollten Unternehmen eine Strategie entwickeln, die sowohl effektiv als auch zielgerichtet ist. Sie muss aufräumen, die Daten richtig klassifizieren, den Wert der Daten richtig erkennen und in Einklang mit den verursachten direkten und indirekten Kosten bringen.

Mithilfe eines durchdachten Information Lifecycle Management können eine Reihe wichtige und wohltuende Effekte erzielt werden. Durch Reduktion der Systemgröße und Verlangsamung des Datenwachstums lassen sich beispielsweise eine direkte und indirekte Kostenersparnis erzielen.

Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit des Systems gesteigert und die Systemadministration erleichtert. Die effektivere Verwaltung hat nicht zuletzt direkte und indirekte Kosteneinsparungen beim Betrieb von Business Warehouse, Accelerator oder SAP HANA zur Folge. Ein Argument, das im Zuge steigender Infrastrukturkosten an Bedeutung gewinnt. Erfolgskritisch ist neben einem intelligenten Information Lifecycle Management schließlich auch die sinnvolle Speicherung beziehungsweise Archivierung der Daten gemäß ihrer Nutzung und Aussagekraft.

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