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Edge Computing in der Industrie 4.0 Yokogawa investiert in „Fog Computing“-Start-Up

Redakteur: Tobias Hüser

Mit der Investition in das Silicon Valley Start-Up Fog Horn Systems möchte Yokogawa Electric Corporation die Entwicklung der Fog-Computing-Technologie vorantreiben und das Lösungsportfolio für seine Kunden erweitern. Netzwerküberlastungen sollen mit der Technik der Vergangenheit angehören.

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Yokogawa will mit der Investition in die Fog-Computing-Technologie Verzögerungen in der Datenverarbeitung ein Ende bereiten.
Yokogawa will mit der Investition in die Fog-Computing-Technologie Verzögerungen in der Datenverarbeitung ein Ende bereiten.
(Bild: Wikicommns / Kici)

Mit den zunehmenden Diensten im Bereich des Cloud Computing und der großen Zahl an Geräten mit Zugang zu Cloud-Ressourcen wächst die Besorgnis über Netzwerküberlastungen und -engpässe sowie Verzögerungen bei der Datenverarbeitung. Abhilfe soll die Technologielösung Fog Computing schaffen.

Fog Computing (auch bekannt als Edge Computing) ist ein Architekturkonzept, welches verteilte Mikro-Recheneinheiten in der Nähe der Endgeräte vorsieht. Beim Fog Computing werden Kommunikationsverzögerungen, -schwankungen und -engpässe vermieden, da die Verarbeitung bestimmter Daten am Rand des Netzwerks, das heißt in der Nähe der diese Daten generierenden Feldgeräte stattfindet und nur die wesentlichen Informationen an die Cloud gesendet werden. Diese wegweisende Technologie wird die Entwicklung zahlreicher neuer IoT-Anwendungen nach sich ziehen.

Fog Horn Systems ist ein Pionier in der Entwicklung von Software für Fog-Computing-Anwendungen und verfügt über herausragende Kompetenzen auf diesem Gebiet. Unter der Schirmherrschaft von March Capital und GE Ventures hat das Unternehmen von verschiedenen Investoren unlängst 12 Millionen US-Dollar an Fördermitteln erhalten, so auch von Yokogawa, Robert Bosch Venture Capital und von Darling Ventures. Zudem gibt es eine starke Investorengruppe, die bereits vor dieser Fundraising-Runde in das Unternehmen investiert hat. Yokogawas Anteile an dem Unternehmen haben einen Wert von 900 000 Dollar.

Damit sich das Internet der Dinge durchsetzen kann

Yokogawa bietet ein breit gefächertes Portfolio an Automatisierungslösungen, mit deren Hilfe seine Kunden die Sicherheit und Effizienz ihrer Betriebsabläufe optimieren und ihre Vermögenswerte möglichst effektiv einsetzen können. Zu diesen Lösungen zählen Feldinstrumente, Automatisierungssysteme, Produktionsplanungssysteme (MES) und Managementinformationssysteme.

Die Technologie des industriellen Internet der Dinge (IIoT – Industrial Internet of Things) im Bereich der Prozessautomatisierung soll sich mit Fog Computing schon bald weltweit durchsetzen. Yokogawa wird Fog Horn Systems sein Wissen und Know-how in Prozesssteuerung und Anlagenbetrieb bereitstellen, damit das Unternehmen die zukunftsweisende Fog Computing-Technologie effizient weiterentwickeln kann.

Yokogawa zielt nicht nur auf eine Optimierung der Produktionsprozesse, sondern auch auf eine Optimierung des Material- und Informationsflusses in und zwischen Unternehmen ab, einschließlich ihrer Wertschöpfungs- und Versorgungsketten. Yokogawa hat sich verpflichtet, durch den effektiven Einsatz von IIoT-Lösungen gemeinsam mit seinen Kunden Mehrwert zu schaffen. Das IIoT spielt bei der Umsetzung der Unternehmensvision ‚Process Co-Innovation’ eine Schlüsselrolle.

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