Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen Wie KI den Pflegenotstand lindern kann

Von Christoph Kurth

Laut Pegasystems soll Künstliche Intelligenz dabei helfen können, den Fachkräftemangel in der Pflege abzumildern. Dabei zeigt Pegasystems vier Gebiete auf, in denen KI wertvolle Dienste leisten kann.

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Florian Lauck-Wunderlich, Project Delivery Leader bei Pegasystems
Florian Lauck-Wunderlich, Project Delivery Leader bei Pegasystems
(Bild: Pegasystems)

Aktuellen Hochrechnungen von Barmer zufolge soll der Pflegenotstand in Deutschland noch weiter zunehmen. Bis zum Jahr 2030 sollen mehr als 180.000 Pflegekräfte fehlen. Eine Ursache dafür: Bis 2030 wird es über eine Million Pflegebedürftige mehr geben, als bisher angenommen wurde.

Künstliche Intelligenz soll nun auch die Pflegebranche unterstützen. Im Fokus stehen eine effizientere Gestaltung der Arbeit, wie beispielsweise das Übernehmen von Routineaufgaben, sodass mehr Zeit für die eigentliche Betreuung der Patienten bleibt. Der KI-Spezialist Pegasystems nennt vier Gebiete, in denen KI wertvolle Dienste in der Pflege leisten kann.

1. Kommunikation

Der Mensch ist ein kommunikatives Wesen. Besonders bei älteren Menschen passiert es öfters, dass diese aus Einsamkeit den Notruf wählen. Roboter, die mithilfe von KI die Gestik, Mimik und Kommunikationsfähigkeiten von Menschen imitieren, könnten die soziale Komponente der Pflege unterstützen.

2. Alarmmanagement

Patienten mit geistiger Einschränkung oder verminderter Zurechnungsfähigkeit wie beispielsweise Schlafwandler oder demente Personen könnten von einem mit Sensoren ausgestatteten intelligenten System erkannt werden. Verlassen diese Personen z. B. die Einrichtung, kann das KI-System einen Alarm auslösen.

3. Dokumentation

Ein weiterer Bereich, bei dem KI dem Pflegepersonal helfen könnte, ist die Dokumentation von durchgeführten Tätigkeiten, gemessener Vitalparameter oder anderer relevanter Ereignisse. Dabei könnte Natural Language Processing zum Einsatz kommen.

4. Routenplanung

Wie bereits Logistikunternehmen so können auch mobile Pflegedienste von KI-gestützter Routenplanung profitieren, die Echtzeit-Parameter berücksichtigt.

Florian Lauck-Wunderlich, Project Delivery Leader bei Pegasystems, sagt: „Unsere Gesellschaft altert rapide und der finanzielle Druck auf unser Pflegesystem ist immens. Darunter darf die menschliche Komponente der Pflege aber nicht leiden. Künstliche Intelligenz kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie den Pflegekräften Freiraum für soziale Interaktion schafft und sogar selbst einen Teil davon übernimmt.“

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