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Unterstützung von Intel Wie KI bei der Rettung von Korallenriffen hilft

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Gemeinsam mit Accenture und der Sulubaï Environmental Foundation hilft Intel bei der Rettung von Korallenhilfen. Im „Project: CORaiL“ kommt dazu auch Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz.

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KI ist auch im Naturschutz eine hilfreiche Technik.
KI ist auch im Naturschutz eine hilfreiche Technik.
(Bild: Intel)

Beim anlässlich des Earth Day 2020 vorgestellten „Project: CORaiL“ handelt es sich um eine KI-basierte Lösung für Überwachung, Schutz und Analyse von Korallenriffen. Der Startschuss fiel bereits im Mai 2019 im Riff vor der Insel Pangatalan auf den Philippinen. Das Projekt sammelte dort rund 40.000 Fotos, die Wissenschaftlern eine Beurteilung des Riff-Zustands in Echtzeit ermöglichen.

Korallenriffe zählen zu den vielfältigsten Ökosystemen der Welt. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Meerestiere, schützen Küstenlinien vor tropischen Stürmen und dienen als Nahrungs- und Einkommenslieferant für rund eine Milliarde Menschen. Dennoch gilt ihr Bestand aufgrund vieler Faktoren wie zum Beispiel steigenden Temperaturen oder Überfischung als gefährdet.

Analysen in Echtzeit

Anhand der Fischmenge und -vielfalt lässt sich die Gesundheit eines Riffs beurteilen. Bislang sammelten Taucher dazu Fotos und Videoaufnahmen, die später analysiert wurden. Dabei gab es verschiedene unbeabsichtigte Fehlerquellen: Beispielsweise wurden Fische durch die Anwesenheit der Taucher verscheucht, was die gesammelten Daten verfälschte.

Im Rahmen des „Project: CORaiL“ wurden deshalb zunächst Fragmente lebender Korallen auf einer Unterwasserplattform angesiedelt. Durch weiteres Wachstum und Ausdehnung entstand so ein hybrider Lebensraum für Fische und andere Meereslebewesen. Anschließend wurden intelligente und unterwassertaugliche Videokameras platziert.

Die Accenture Applied Intelligence Video Analytics Services Platform (VASP) übernimmt die Registrierung, Dokumentation und Bewegungsauswertung der Fische und Lebewesen. Sie basiert auf Field Programmable Gate Arrays (FPGAs), der Movidius Vision Processing Unit und dem OpenVINO Toolkit von Intel. Zur Klassifikation der beobachteten Tiere kommen KI-Verfahren zum Einsatz. Auf Basis der so erhobenen Daten können Forscher Echtzeitanalysen durchführen, Trends erkennen und somit datengestützte Entscheidungen rund um den Schutz des Korallenriffs treffen.

Blick in die Zukunft

An der Weiterentwicklung von „Project: CORaiL“ wird bereits gearbeitet. Experten aller drei Partner arbeiten bereits an einem von biologischen Prozessen inspiriertem „Convolutional Neural Network“ (CNN) sowie einer Notstromversorgung für die intelligenten Kameras. Zudem prüfen die Forscher den Einsatz von Infrarotkameras, um Nachtaufnahmen zu ermöglichen.

„Project: CORaiL zeigt uns, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Edge Computing Forschern erhebliche Unterstützung bei der Überwachung von Riffen und der Wiederherstellung von Korallenbeständen bietet. Wir freuen uns, für dieses wichtige Anliegen zum Schutz der Erde mit Accenture und der Sulubaï Environmental Foundation zusammenzuarbeiten", erklärt Rose Schooler, Corporate Vice President der Sales and Marketing Group von Intel.

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