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Analytics-Experten entwickeln Vorhersagemodell Wie geht die Bundestagswahl aus?

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Die Berliner Predicitve-Analytics-Spezialisten von INWT Statistics haben ein Prognosemodell für die Bundestagswahl 2017 entwickelt und darauf basierend Vorhersagen für deren Ausgang getroffen.

INWT wagt eine ständig aktualisierte Prognose zur kommenden Bundestagswahl.
INWT wagt eine ständig aktualisierte Prognose zur kommenden Bundestagswahl.
(Bild: INWT)

Martin Schulz wird Bundeskanzler? Die Chance dafür liegt laut den Berechnungen von INWT nur bei 33,5 Prozent. Zudem soll die AfD unter 10 Prozent liegen und eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün sei nicht zu erwarten. Das Prognosemodell der Statistikexperten basiert auf aktuellen und historischen Umfrageergebnissen sowie Unsicherheitsintervallen, Erfahrungswerten, Trends und einem statistischen Fehlerausgleich. Auf diese Weise will INWT die tatsächlichen Ergebnisse genauer vorhersagen, als dies bei anderen Wahlforschungsinstituten der Fall ist.

Verlässlichere Ergebnisse

Die prognostizierten Ergebnisse zur Bundestagswahl 2017 sind online einsehbar und werden laufend aktualisiert. „Die Frage, wie zuverlässig unsere Prognose zur Bundestagswahl 2017 funktioniert, ist berechtigt. Wir haben unser Modell retrospektiv an den vergangenen Bundestagswahlen getestet. Für unterschiedliche Prognosehorizonte und über alle Parteien hinweg war unser Modell jeweils genauer als die Wahlprognosen aller Meinungsforschungs-Institute“, erklärt Dr. Marcus Groß, Senior Data Analyst von INWT Statistics. Das liege unter anderem daran, dass das Modell nicht nur den gegenwärtigen Meinungsstand wiedergibt. „Die gängigen Wahlumfragen projizieren die derzeitige politische Stimmung mehr oder weniger gut in die Zukunft und sagen dann, wie die Wahl vermutlich ausgeht. Mit unseren fundierten statistischen Modellen können wir die Zukunft zwar nicht vorhersagen, aber wir können Wahrscheinlichkeiten für alle möglichen Wahlausgänge zuverlässig bestimmen“, ergänzt Groß.

Aus Spaß wurde Ernst

Das Modell selbst entstand aus einem Spaßprojekt: INWT evaluiert ständig neue Methoden und kooperiert dazu mit Universitäten. Zudem wird den Mitarbeitern genug Raum zum Experimentieren und Forschen in freien Projekten eingeräumt. „Aus so einem Spaßprojekt entstand die Wahlprognose anfangs“, erzählt Groß. Das Verfahren ähnelt der Methode des US-Statistikers Nate Silver, dessen Prognosen für die US-Präsidentschaftswahl deutlich präziser als die Vorhersagen der US-Meinungsforscher ausfielen.

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