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Industrie 4.0 aktuell Wenn der Digitale Zwilling die Vintage-Bohrmaschine trifft

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Nico Litzel

Die Open Industry 4.0 Alliance freut sich über die neu gegründete Industrial Digital Twin Association (IDTA), und hat ihrem Projekt „Vintage Bohrmaschine“ einen Digitalen Zwilling gegeben.

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Ein Projekt der Open Industry 4.0 Alliance: Diese uralte Bohrmaschine von anno 1900 hat man in die Lage versetzt, Daten in einen Digitalen Zwilling zu senden.
Ein Projekt der Open Industry 4.0 Alliance: Diese uralte Bohrmaschine von anno 1900 hat man in die Lage versetzt, Daten in einen Digitalen Zwilling zu senden.
(Bild: Open Industry 4.0 Alliance)

Mitglieder der Open Industry 4.0 Alliance wie Endress+Hauser, Festo, KUKA, Pepperl+Fuchs Group, SAP und Schunk sind auch Gründerkreismitglieder der kürzlich im September gegründeten „Industrial Digital Twin Association“ (IDTA), wie kürtzlich bekannt wurde. Als ausgewiesene „Umsetzungsallianz“ arbeiten viele Mitglieder bereits aktiv in den Werkshallen ihrer Kunden mithilfe von Digitalen Zwillingen – deren Schnittstellen jetzt in der Cloud (4. Schicht „Common Cloud Central“ ) angepasst werden und den Mitgliedern der Open Industry 4.0 Alliance dann allgemein zur Verfügung stehen werden.

Der Digitale Zwilling kann viele Systeme auf ihrem Lebensweg begleiten

Im Projekt mit der Vintage-Bohrmaschine, die aus der Zeit um 1900 stammt, demonstrieren die Mitglieder der Open Industry 4.0 Alliance, wie Daten auch mit alten Fertigungssystemen aus der Werkshalle in einen Digitalen Zwilling in der Cloud einfließen können.

Konrad Heidrich, Senior netIOT Solution Architect von Hilscher, erklärt: „In der Werkshalle, in der Umgebung der Open Edge Computing-Layer – Schicht 2 – werden heute schon die realen Assets detektiert und deren Stammdaten weitestgehend automatisch erfasst. Diese Daten bilden einen wichtigen Baustein auf dem Weg hin zum standardisierten Digitalen Zwilling.“

Blick aufs Geschehen im Digitalen Zwilling, den die 1900er-Bohrmaschine mit Daten beliefert.
Blick aufs Geschehen im Digitalen Zwilling, den die 1900er-Bohrmaschine mit Daten beliefert.
(Bild: Open Industry 4.0 Alliance)

Michael Riester, Senior Enterprise Architect IIoT bei Endress+Hauser Gruppe, ergänzt: „Die Asset Administration Shell oder Verwaltungsschale von der Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale Konzept zum Austausch von Digital-Twin-Daten. Nicht zu vergessen, der Digitale Zwilling ist deshalb so wichtig, weil er den gesamten Lebenszyklus einer Maschine oder eines Bauteils begleitet. Deshalb arbeiten wir alle zusammen am Digitalen Zwilling, in der Schicht 3, der Open Operator Cloud, und in der Schicht 4, der Common Cloud Central, im Rahmen der Open Industry 4.0 Alliance.“

Näheres zur Gründer-Allianz:

Die Open Industry 4.0 Alliance agiert als ein partnerschaftlicher Zusammenschluss führender, europäischer Industrieunternehmen, die sich pragmatisch an der Umsetzung herstellerübergreifender Industrie-4.0-Lösungen und -Services für Fertigungsanlagen und automatisierte Warenlager beteiligen. Die Allianz wurde im April 2019 ins Leben gerufen. Der Vereinssitz ist Reinach in der Schweiz.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal MaschinenMarkt.

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