Industrie 4.0

Warum der Mittelstand intelligente Produktion und smarte Daten braucht

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Industrie 4.0 im Mittelstand: Herangehensweise, Chancen und Risiken

Industrie 4.0 ist keine Option mehr, sondern wird von vielen Kunden international bereits gefordert auch wenn oft unklar ist, was es ist. Industrie 4.0 ist also auch ein Marketing-Argument. Die Ausprägung bzw. das Feature von Industrie 4.0 so zu wählen, dass die Kunden den meisten Nutzen davon haben und der Lieferant eine weitere Kundenbindung erzielt ist die Kunst.

Wie bereits ausgeführt, ist der Ansatz über die Datenauswertung ein häufig schneller weg mit direktem Nutzen für Kunden und Lieferanten. Geeignete Geschäftsmodelle beispielsweise für den Service und die Datenanalyse sind wenn vorhanden aufbauend auf Teleservice oder Wartungsverträgen zu definieren.

Der Weg zum flexiblen Gerät, der adaptiven Maschine- bzw. Anlage ist deutlich steiniger. Hier gilt es eine klare und ehrliche Standortbestimmung durchzuführen und für das Unternehmen effiziente und vor allem realisierbare Schritte zu definieren und diese gemeinsam an zu gehen. Dazu bedarf es der Unterstützung der Geschäftsleitung.

Es gibt kein für alle Unternehmen gültiges Rezept für Industrie 4.0 außer sich sowohl im Unternehmen selbst als mit den Kunden darüber zu beraten, welche Aspekte den größten Nutzen haben, immer den Wettbewerber im Blick.

International wird derzeit in Sachen Industrie 4.0 intensiv gearbeitet: in den USA aus der Sicht der Daten sowie im Bereich Additive Fertigung und Robotik, in China und in vielen europäischen Ländern auf der ganzen Breite der Produktion. Ein Ausruhen auf einem ggf. vorhandenen oder empfundenen Marktvorsprung ist hier das größte Risiko.

Welcher Aspekt von Industrie 4.0 sich in welcher Branche am schnellsten erfolgreich etabliert bleibt abzuwarten, ebenso ob der Begriff sich hält oder von anderen abgelöst wird. Das ändert aber nichts in der Sache – die Aspekte sind genannt und werden vom Markt erwartet.

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