KI-Innovationswettbewerb des BMWi Vier neue Projekte zu Krisenkommunikation vorgestellt

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Im Rahmen eines KI-Innovationswettbewerbs hat sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit dem Thema der gesamtgesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit befasst. Vier Förderprojekte rund um Krisenmanagement und -prävention wurden nun gestartet.

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Der KI-Innovationswettbewerb des BMWi dreht sich auch um Krisenvorsorge.
Der KI-Innovationswettbewerb des BMWi dreht sich auch um Krisenvorsorge.
(Bild: PublicDomainPictures / Pixabay )

Das BMWi wählte die vier Projekte SPELL, ResKriVer, PAIRS und CoyPu für die Förderung aus. Der Startschuss fiel Anfang Juni, die zunächst laufende Entwicklungsphase beträgt jeweils drei Jahre. Eine eigene Website hält Interessierte über die Fortschritte auf dem Laufenden.

Bei SPELL („Semantische Plattform zur intelligenten Entscheidungs- und Einsatzunterstützung in Leitstellen und beim Lagemanagement“) handelt es sich um ein KI-Ökosystem zur intelligenten Unterstützung in Krisensituationen wie etwa Chemiekatastrophen. Verschiedene IT-Systeme der Leitstellen werden datenschutzkonform über offene Schnittstellen verknüpft und deren Informationen über KI-Methoden analysier- und nutzbar gemacht. Die Inselbildung wird dadurch reduziert und zudem für mehr Effizienz der Akteure in Krisensituationen gesorgt.

Engpässe schneller identifizieren

ResKriVer („Kommunikations- & Informationsplattform für resiliente, krisenrelevante Versorgungsnetze“) soll dagegen mithilfe von KI-Technologien Engpässe in den Versorgungsketten von Unternehmen und öffentlichen Bedarfsträgern schneller identifizieren und prognostizieren. Entsprechende Güter lassen sich über die gesamte Versorgungsstrecke hinweg erfassen, dokumentieren und analysieren. Die intelligenten KI-Verfahren umfassen etwa die Simulation von Krisenszenarien, die Erkennung statistischer Kausalketten sowie das zielgerichtete Monitoring sozialer Netzwerke. Zudem sind Tools für die Krisenkommunikation an Bord.

Das Projekt PAIRS („Privacy-aware, Intelligent and Resilient Crisis Management“) will mit einer lernenden KI-Plattformen Krisenszenarien schneller identifizieren und antizipieren. Zielgruppe sind Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die genutzte KI-Hybrid-Technologie soll nicht nur Krisenereignisse prognostizieren, sondern auch Reaktionen verschiedener Akteure in die Ergebnisse einbeziehen können. Dies ermöglicht letztlich dynamischeres Krisenmanagement und KI-gestützte Handlungsempfehlungen.

Wirtschaftsprognosen berücksichtigen

CoyPu („Cognitive Economy Intelligence Plattform für die Resilienz wirtschaftlicher Ökosysteme“) dreht sich um eine KI-basierte Datenplattform für effizientes Krisenmanagement und richtet sich an Unternehmen, Verwaltung, Politik und Forschung. Die Plattform vernetzt gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und unternehmensinterne Daten, stellt diese über eine Cloud-Plattform bereit und macht sie durch Analyse-Tools auswertbar. CoyPu soll hochqualitative und tagesaktuelle Erkenntnisse liefern, um ein effektives Krisenmanagement zu gewährleisten. Dies schließt etwa wirtschaftliche Fakten, Trends, Wirkungszusammenhänge und Prognosen ein. KI-Komponenten zur Qualitätssicherung und Anonymisierung der Daten sowie zur sicherheitskonformen Datenfreigabe und -vernetzung sorgen für die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien.

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