Suchen

Spring-Trendstudie Big Data in HR Verschlafen Personaler Big Data?

Autor / Redakteur: Moritz Müller / Heidemarie Schuster

Big Data birgt viele Vorteile für das Personalmanagement: Unternehmen können die Methoden für Auswahl und Entwicklung der Mitarbeiter auf eine valide Basis stellen oder erfolgreiche Instrumente für die Mitarbeiterbindung identifizieren. Viele Unternehmensvertreter haben das erkannt, doch es mangelt an Expertise, Personal und den nötigen Tools.

Firmen zum Thema

Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, dass Big-Data-bezogene Human-Resources-Aktivitäten in ihrem Betrieb durchgeführt werden.
Lediglich 15 Prozent der Befragten gaben an, dass Big-Data-bezogene Human-Resources-Aktivitäten in ihrem Betrieb durchgeführt werden.
(Bild: Julien Eichinger - Fotolia.com)

Auch wenn das Thema umstritten ist: Den 254 befragten Personalern, Beratern und Führungskräften aus mehr als 200 verschiedenen Unternehmen war das Konzept von Big Data zwar zu 69 Prozent grob bekannt, aber nur 31 Prozent maßen dem Thema im Personalbereich einen mittleren Stellenwert im eigenen Unternehmen bei. Das ergab eine Studie von Spring Messe Management, der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Institut IQP. Lediglich 15 Prozent der Befragten bescheinigten, dass Big-Data-bezogene Human-Resources-Aktivitäten (HR) bei ihnen im Betrieb durchgeführt werden – neun Prozent sahen die Personalabteilung dabei „eher stark“ oder „stark“ involviert.

Als Hinderungsgründe für den Einsatz von Big-Data-Ansätzen in HR benannten die Teilnehmer insbesondere fehlendes Personal mit entsprechenden Kompetenzen, das Fehlen von nötigen Tools und die geringen Budgets.

Aktuell sind die Personalauswahl und -entwicklung die zentralen Anwendungsfelder im HR-Bereich der Unternehmen und werden nach Meinung der Befragten auch in den kommenden fünf Jahren weiter leicht an Bedeutung zulegen. Aber auch in den Feldern Mitarbeiterbindung, betrieblichem Gesundheitsmanagement und Performance Management sahen die Befragten großes Potenzial.

Laut den Studieninitiatoren erschiene die Affinität zu dem Thema relativ hoch, jedoch alarmiere die geringe Anzahl der Studienteilnehmer, die planen Big Data in der Zukunft im Personalmanagement einzusetzen. Hier bestehe die Gefahr, dass das Thema durch externe Dienstleister oder durch andere Unternehmensbereiche besetzt werde.

(ID:43313553)